Saunders-Roe London

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Saunders-Roe A.27 London
Saro London
Typ: Flugboot
Entwurfsland: Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Hersteller: Saunders-Roe
Erstflug: März 1934
Stückzahl: 31

Die Saunders-Roe (oder abgekürzt Saro) A.27 London war ein britisches Flugboot des Herstellers Saunders-Roe, das für Patrouillenflüge eingesetzt wurde.

Entwicklung[Bearbeiten]

Die erste Ausführung der London mit zwei Triebwerken Bristol Pegasus III von je 875 PS entstand 1935 und war als Fernaufklärungsflugboot konstruiert. Da sich die Serienreife moderner Eindeckerflugboote in Großbritannien mehrmals verzögerte, kam 1938 eine verstärkte Ausführung des Flugzeugs heraus. Diese nun A.27 London II genannte Maschine blieb bis zum November 1942 im aktiven Dienst und wurde dann durch die nun verfügbaren Flugboote Short Sunderland und Consolidated Catalina ersetzt. Bis dahin war die London II in vier Staffeln des RAF Coastal Command eingesetzt.

Technischer Aufbau[Bearbeiten]

Die Saro London war ein zweistieliger, verspannter Anderthalbdecker mit abgestrebtem Doppelseitenleitwerk. Flügel und Leitwerk bestanden aus einem Stahlgerüst mit Stoffbespannung, das Rumpfboot (zweistufig) und die Stützschwimmer (einstufig) waren in Ganzmetallbauweise ausgeführt. Die beiden Triebwerksgondeln waren hängend unter dem Mittelstück des Oberflügels angeordnet. Eine Nacht- und Blindflugausrüstung war vorhanden.

Technische Daten[Bearbeiten]

Seitenansicht
Kenngröße Daten (London Mk.II)
Länge 17,31 m
Spannweite 24,38 m
Höhe 5,72 m
Flügelfläche 132,38 m²
Leermasse 5035 kg
Startmasse 8346 kg
Triebwerke zwei 9-Zylinder-Sternmotoren Bristol Pegasus X
Leistung je 787 kW (1.055 PS)
Reisegeschwindigkeit 185 km/h in 2000 m Höhe
Höchstgeschwindigkeit 249 km/h in 1905 m Höhe
Aktionsradius 1200 km
Flugdauer normal 10 h bei 185 km/h
maximal 15 h bei 185 km/h
Reichweite normal 1770 km
maximal 2800 km
Steiggeschwindigkeit 305 m/min
Kraftstoffvorrat 2025 kg
Bewaffnung je ein 7,7-mm-Zwillings-MG Lewis in drei offenen Gefechtsständen,
Aufhängungen unter dem Unterflügel für maximal 907 kg Bombenlast
Besatzung 6

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Ulrich Israel: Flugboote des zweiten Weltkrieges. Deutscher Militärverlag, Berlin 1972, S. 86/87.
  •  Ulrich Israel: Flugboote des zweiten Weltkrieges. In: Wolfgang Sellenthin (Hrsg.): Deutscher Fliegerkalender 1969. Deutscher Militärverlag, Berlin 1968, S. 190/191.

Einzelnachweise[Bearbeiten]