Schildschnabel

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Schildschnabel
Schildschnabel

Schildschnabel

Systematik
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Hornvögel und Hopfe (Bucerotiformes)
Familie: Bucerotidae
Gattung: Rhinoplax
Art: Schildschnabel
Wissenschaftlicher Name
Rhinoplax vigil
Forster, 1781

Der Schildschnabel (Rhinoplax vigil), auch Schildhornvogel genannt ist mit 1,2 Meter Gesamtlänge einer der größten Vertreter aus der Familie der Nashornvögel.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die zehn Schwanzfedern können eine Länge von bis zu einem Meter erreichen. Rhinoplax vigil ist der einzige Hornvogel, dessen Schnabel massiv, also ohne Luftkammern ist. Der Hornaufsatz macht 10 Prozent des Gesamtgewichts des Vogels aus. Der Vogel hat ein schwarzes Rückengefieder, die Schwanzfedern sind bräunlich, am Ende schwarz und weiß gefärbt. Der Hals und der Kehlsack, Kopf, die Füße und obere Teil des Hornaufsatzes sind rötlich. Der untere Teil des Hornaufsatzes ist gelb gefärbt. Wie alle Hornvögel verfügt auch diese Art über kurze breite und kräftige Flügel.

Verbreitung und Lebensweise[Bearbeiten]

Diese Art kommt in Tieflandwäldern vor und verfügt über ein großes Verbreitungsgebiet, das sich vom südlichen Tenasserim Burma über Thailand, die Malaiische Halbinsel, Singapore sowie die großen Sundainseln Borneo und Sumatra erstreckt. Der Schildschnabel ernährt sich von Früchten, Reptilien, kleineren Vögel sowie deren Brut. Der massive Schnabel hilft dem Vogel beim Öffnen von Baumhöhlen, um fremde Vogelbrut zu erbeuten sowie zum Anlegen von Nisthöhlen. Daneben setzten die Männchen ihre Schnäbel bei Revierkämpfen gegen Artgenossen ein.

Fortpflanzung[Bearbeiten]

Die Geschlechtsreife erreichen die Vögel mit einem Alter von 6 Jahren. Wie für Nashornvögel typisch, wird das Weibchen, welches das Nest in einer Baumhöhle anlegt, zum Schutz vor Nesträubern vom Männchen eingemauert. Nur ein schmaler Spalt zur Nahrungsübergabe und zum Auswurf der Ausscheidungen bleibt offen. Das Weibchen legt nur 1 bis 2 Eier in das Nest. Die Brutdauer beträgt ca. 45 Tage und danach verbleiben die Jungen noch bis zu 80 Tage im Nest.

Gefährdung[Bearbeiten]

Obwohl die Art noch häufig vorkommt, die IUCN listet sie als (Near Threatened) nicht bedroht ein, nimmt der Bestand langsam ab. Grund dafür ist die Störung des Lebensraumes der Vögel. Früher wurde die Art wegen ihres Schnabels und der Federn stark bejagt. Diese Art ist im CITES Anhang I (totales Handelsverbot) gelistet. Zudem laufen mehrere Forschungsprojekte um einen besseren Schutz dieser Art zu ermöglichen.

Schildschnabel

Literatur[Bearbeiten]

  • Dr. Philip Withfield (Hrsg.): Das große Weltreich der Tiere. Planet Medien AG, Zug 1992, ISBN 3-8247-8614-1. (S. 286,287) Übersetzung aus dem Englischen
  • Christopher M. Perrins: Die BLV Enzyklopädie der Vögel Seite: 386,387, Verlag: BLV München 2004 ISBN 3-405-16682-9, dt. Übersetzung aus dem Englischen
  • Die große Enzyklopädie der Tierwelt Vogel S. 150,151 ISBN 3-572-01378-X Verlag: Orbis 1996, München Übersetzung aus dem Englischen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schildschnabel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Rhinoplax vigil in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2012.2. Eingestellt von: BirdLife International, 2012.2. Abgerufen am 15. Mai 2013