Schlacht von Liaoyang

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Schlacht von Liaoyang
Der japanische General Kuroki Tamemoto and sein Generalstabschef Shigeta Fujii
Der japanische General Kuroki Tamemoto and sein Generalstabschef Shigeta Fujii
Datum 24. August bis 4. September 1904
Ort Nähe Liaoyang, Mandschurei, die an der Bahnlinie Mukden-Port Arthur liegt
Ausgang Unentschieden; russischer Rückzug
Folgen Das von den Japanern belagerte Port Arthur kann von der Russischen Armee nicht entsetzt werden
Konfliktparteien
Russisches Kaiserreich 1721Russisches Kaiserreich Russisches Kaiserreich JapanJapan Japanisches Kaiserreich
Befehlshaber
Russisches Kaiserreich 1721Russisches Kaiserreich General Alexei Kuropatkin JapanJapan (Kriegsflagge) Feldmarschall Oyama Iwao
JapanJapan (Kriegsflagge) General Kuroki Tamemoto
Truppenstärke
208 Battailone
153 Schwadronen
673 Kanonen
245.300 Mann Gesamtstärke
115 Battailone
33 Schwadronen
484 Kanonen
127.360 Mann Gesamtstärke
Verluste
19.112 Gesamtverluste
  • 3.611 Tote
  • 14.301 Verwundete
22.922 Gesamtverluste
  • 5.537 Tote
  • 18.603 Verwundete

Die Schlacht von Liaoyang (jap. 遼陽会戦, Ryōyō-kaisen) wurde vom 24. August bis zum 4. September 1904 zwischen der Kaiserlichen Japanischen Armee und der Kaiserlichen Russischen Armee in der Nähe der mandschurischen Stadt Liaoyang ausgetragen. Sie war eine der großen Landschlachten, die im Russisch-Japanischen Krieg stattfand.

Vorbereitung[Bearbeiten]

Während sich die Japanische Armee vor Port Arthur auf die Belagerung vorbereitete, bewegte sich ein großes Truppenkontingent unter Feldmarschall Ōyama Richtung Norden, um den strategisch wichtigen Bahnknotenpunkt bei Liaoyang zu sichern, der die Bahnlinie der Chinesischen Osteisenbahn zwischen Mukden und Port Arthur verband.

Die Schlacht[Bearbeiten]

Zeitgenössische Karte der Schlacht von Liaoyang
Von den Japanern bei der Schlacht am Nanshan eroberte 42-Linie Geschütze werden gegen ihre ehemaligen Besitzer bei der Schlacht von Liaoyang eingesetzt.

Die Schlacht begann am 25. August 1904, als 158.000 russische Soldaten vorrückten und versuchten, die Flanke der japanischen 1., 2. und 3. Armee aufzurollen. Die ihnen gegenüber stehenden Japaner hatten eine Gesamtstärke von 127.360 Mann.

Am nächsten Tag, dem 26. August 1904, besetzte die japanische 1. Armee die Kosarei-Höhe sowie den Hung-sha-Pass südöstlich von Liaoyang nach schweren Kämpfen. General Alexei Kuropatkin, Oberbefehlshaber der russischen Truppen, glaubte geschlagen worden zu sein und zog sich von den vorderen russischen Verteidigungsstellungen zurück, dicht gefolgt von den nachrückenden Japanern.

Vom 29. bis 30. August 1904 schlug die Russische Armee starke japanische Angriffe auf ihre Hauptverteidigungslinie ab, die südlich von Liaoyang lagen. Um den 31. August 1904 überquerte die japanische 1. Armee den Fluss nordöstlich von Liaoyang.

Nach einigen Tagen von ergebnislosen Gegenangriffen entschloss sich Kuropatkin am 4. September 1904, Liaoyang zu evakuieren und sich auf Mukden zurück zu ziehen. Die glücklose Stadt wurde somit von zuerst Russen, dann Chinesen und letztendlich den Japanern geplündert.

Verluste[Bearbeiten]

Die russische Armee auf dem Rückzug nach der verlorenen Schlacht. Le Patriote Illustré, 2. Oktober 1904
Russischer Beobachtungsballon während der Schlacht von Liaoyang

Die Russische Armee hatte Gesamtverluste von 19.112 Mann, darunter 3.611 Tote und 14.301 Verwundete. Obwohl die Japanische Armee die schwereren Verluste erlitten hatte – insgesamt verlor sie 22.922 Mann (u.a. 5.537 Tote und 18.603 Verwundete) – hatte sie es geschafft, das Schlachtfeld zu behaupten.

Folgen[Bearbeiten]

Der unter schweren Verlusten errungene Sieg bei Liaoyang und der Fall von Port Arthur kurz darauf warf seine Schatten voraus auf die wenige Monate später stattfindende Schlacht von Mukden.

Literatur[Bearbeiten]