Schlangenaale

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Schlangenaale
Ringelschlangenaal (Myrichthys colubrinus)

Ringelschlangenaal (Myrichthys colubrinus)

Systematik
Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse: Neuflosser (Neopterygii)
Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Kohorte: Elopomorpha
Ordnung: Aalartige (Anguilliformes)
Familie: Schlangenaale
Wissenschaftlicher Name
Ophichthidae
Rafinesque, 1815

Die Schlangenaale (Ophichthidae) sind eine Familie aus der Ordnung der Aalartigen. Sie besteht aus etwa 300 Arten in 52 Gattungen. Der Name kommt aus dem griechischen ophis bedeutet Schlange und ichthys Fisch.

Schlangenaale leben in subtropischen und tropischen Meeren in Küstenregionen, über Sandböden oder in Korallenriffen. Einige Arten gehen auch in Flussmündungen.

Merkmale[Bearbeiten]

Schlangenaale ähneln den Muränen. Sie sind langgestreckt, die Anzahl ihrer Wirbel beträgt zwischen 110 und 270. Die Brustflossen sind sehr klein oder fehlen, ebenso die Schwanzflosse, deren Funktion von den langen, weit nach hinten reichenden Rücken- und Afterflosse übernommen wird. Die Schwanzspitze ist bei vielen Arten knöchern verstärkt und ermöglicht es den Fischen sich sehr schnell rückwärts in den Sand zu bohren. Das Maul der Schlangenaale ist end- oder stark unterständig. Die Bezahnung der einzelnen Arten ist sehr verschieden, neben konischen Fangzähnen treten auch stumpfe Zähne auf, um hartschalige Beutetiere zu zermahlen. Im Unterschied zu den Muränen, deren Nasenlöcher in Augenhöhe sitzen, befinden sich die Nasenlöcher der Schlangenaale weit vorn über der Schnauzenspitze und enden in nach unten gebogenen Röhrchen. Schlangenaale werden elf Zentimeter bis 1,7 Meter lang.

Lebensweise[Bearbeiten]

Die meisten Arten sind nachtaktiv. Tagsüber halten sie sich versteckt im Sand, nur der Kopf schaut oft hinaus, nachts gehen die Räuber auf Nahrungssuche. Die Tiere sind nicht so sehr an ihr Versteck gebunden wie Muränen.

Sie fressen Fisch oder Krebstiere, einige haben sich auf Kopffüßer spezialisiert. Die Beute wird gustatorisch (über den Geschmacksinn) aufgespürt.

Die Fortpflanzung der Schlangenaale ist weitgehend unbekannt. Bei einigen Arten konnte beobachtet werden, das sie Gruppen bilden und zum Laichen an die Wasseroberfläche schwimmen.

Stammesgeschichte und Systematik[Bearbeiten]

Der fossiler Schlangenaal Goslinophis ist aus der norditalienischen Monte-Bolca-Formation, die aus Ablagerungen der Tethys im Eozän entstand, bekannt.

Schlangenaale gehören zu den Aalartigen Fischen und darin, zusammen mit den acht weiteren Familien zur Unterordnung Congroidei. Fast allen Angehörigen dieser Unterordnung, so auch den Schlangenaale fehlen die Schuppen. Das Stirnbein ist zusammengewachsen.

Unterfamilie Ophichthinae[Bearbeiten]

Die Angehörigen dieser Unterfamilie haben oft eine Streifen- oder Fleckenzeichnung. Einige auch eine einheitliche Farbe. Der Schwanz ist ohne Schwanzflosse und hart oder fleischig. Die Gattungen Apterichtus, Cirricaecula und Ichthyapus sind vollständig ohne Flossen. Anderen fehlen Brust-, Rücken- oder Afterflosse.

Unterfamilie Myrophinae[Bearbeiten]

Die Angehörigen dieser Unterfamilie sind gleichförmig gefärbt. Oft ist der Rücken dunkler. Die Flossenstrahlen der Schwanzflosse sind klein, aber noch mit Rücken- und Afterflosse verbunden. Brustflossen können vorhanden sein oder fehlen.

Kopf einer Myrophis-Larve

Literatur[Bearbeiten]

Webseiten[Bearbeiten]

 Commons: Schlangenaale – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien