Schneidebrett

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Schneidebrett mit Messer und Zitrone
Herausziehbares Schneidebrett in einer englischen Küche, ca. 1960er Jahre
Schneidebrett für Brot

Ein Schneidebrett ist eine Unterlage zum Schneiden von Lebensmitteln. Es dient dazu, dass beim Schneiden weder der Tisch beschädigt noch das Messer stumpf wird.

Schneidebretter werden in verschiedenen Abmessungen gefertigt: kleine Bretter zum Belegen von einzelnen Brotscheiben, ca. 15x21 cm ("Brotbrett", "Frühstücksbrett"), bis hin zu Brettern, auf denen große Fleischstücke Platz finden, ca. 50x60 cm. Einige Bretter werden mit einer umlaufenden "Saftrille" versehen, die das Abfließen von Flüssigkeiten vom Brett verhindern sollen.

Manche Schneidebretter sind mit Fußleisten versehen, bzw. so dick, das die Arbeitshand einen freien Abstand zur Tischoberfläche hat, was das Arbeiten erleichtert und das Abschieben von Schnittgut auf z. B. einen Teller vereinfacht. Auch sind auf derartigen Brettern Hackarbeiten möglich. Ein Schneidebrett auf "Füßen", auf dem Boden stehend, wird "Hackstock" genannt und ist im Fleischerhandwerk üblich.

Schneidebretter sind meist aus Kunststoff oder Holz. Auch Glas und Keramik kommen zum Einsatz. Glas und Keramik sehen dekorativ aus und sind leicht zu reinigen (Geschirrspülmaschine)!. Der entscheidende Nachteil ist, dass das harte Material ein scharfes Messer bereits beim ersten Schnitt abstumpft und für gutes Arbeiten unbrauchbar macht. Derartige Bretter eignen sich aber sehr gut zum Anrichten und Darbieten.

Für platzsparendes Aufbewahren werden falt- und rollbare Matten aus Kunststoff angeboten, die den Namen "Brett" aber nicht mehr verdienen (ihr Ursprung stammt aus dem graphischen Gewerbe).

Messerschnitte fügen Plastikbrettern auf Elektronenmikrographebene deutliche Schäden zu, in denen sich Bakterien verstecken können[1]. Eine Reinigung mit Schwamm, Seife und heißem Wasser ist so gut wie unmöglich. Solche Bretter müssen in die Spülmaschine, um erfolgreich gesäubert zu werden. Zwar ziehen sich ins Innere eines Holzbrettes Bakterien auch zurück, doch wegen natürlicher Stoffe im Holz vermehren sich diese nicht und sterben mit der Zeit. Zudem sind die Bakterien so tief im Inneren des Holzes, dass das Holz gespalten werden müsste, um sie aufzuspüren.[2]. Neben der Reinigung ist ein "Abrichten" (planieren der Oberfläche) notwendig, wenn das Brett durch Schnitte stark aufgeraut oder von Furchen durchzogen ist.

In der Gastronomie sind Schneidbretter farblich gekennzeichnet, damit unterschiedliche Lebensmittelgruppen (etwa Obst und Fleisch) nicht auf demselben Brett geschnitten werden.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schneidebrett – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatKatrin Niemann: Schneidebretter im Test, Was ist besser: Holz oder Kunststoff? WDR, 6. Juni 2013, abgerufen am 7. September 2013.
  2. Eine ausführliche Studie dazu m.w.N. hat die University of Davis Food Safety Laboratory unternommen. Siehe Dean O. Cliver: Plastic and wooden cutting boards: englisch-sprachige Version
  3. http://www.lmsvg.net/index.php?option=com_pdf_index_3&key=79&name=1.pdf