Gastronomie

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Die Gastronomie (aus griechisch γαστήρ gastēr „Bauch“ und griechisch νόμος nomos „Gesetz“: „Gaststättengewerbe“; „feine Kochkunst“) ist in der deutschen Sprache der Teilbereich des Gastgewerbes, welcher sich mit der Verköstigung von und dem Ausschank an zahlende Gäste in Gaststätten befasst. Gastronomie ist eine Dienstleistung und ein Teilbereich der Gemeinschaftsverpflegung.

Europamarke „Gastronomie“ (2005)

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines [Bearbeiten]

Wirtshaus für Reisende um 1695
Bewirtung in einer Weinstube um 1970
„No Pizza, No Pasta, No Problem“ Kleinbetrieb in Nepal

Gastronomiebetriebe unterliegen den Vorschriften des Lebensmittelrechts und der Lebensmittelhygiene bei der Behandlung von Lebensmitteln, der Zubereitung von Speisen und dem Ausschank von Getränken. Sachkundige Personen der Lebensmittelüberwachung, in Deutschland in der Regel Lebensmittelkontrolleure, suchen die Betriebe regelmäßig und unangemeldet auf. Sie verlangen von dem Betreiber die Beseitigung von Mängeln und können in schweren Fällen den Betrieb bis zur Beseitigung der Mängel schließen.

Die Bediensteten im Bereich der Zubereitung und Darreichung von unverpackten Lebensmitteln mussten bis 2001 über ein regelmäßig zu erneuerndes Gesundheitszeugnis verfügen. Seit 2001 benötigen Angestellte im Lebensmittelgewerbe eine Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz. Diese wird beim ersten Mal durch das Gesundheitsamt durchgeführt und muss ab dann von den Vorgesetzten jährlich wiederholt werden.

In Österreich muss jede Gaststätte, die alkoholische Getränke ausschenkt, auch mindestens zwei Sorten nicht-alkoholischer Getränke anbieten, die nicht teurer sind als das billigste alkoholische Getränk. Diese Getränke müssen speziell gekennzeichnet werden. („Jugendgetränk“, § 112 (4) GewO)

Im Jahr 2012 betrug der Umsatz in der Gastronomie in Deutschland 43,50 Milliarden Euro.[1]

Begriffe [Bearbeiten]

Einzug in die deutsche Sprache hat der Begriff 1876 gehalten; er stand für die gehobene Gastronomie oder für die Kochkunst.[2] Die Verbreitung des Begriffs wurde wohl durch die Ähnlichkeit mit dem deutschen Wort Gast unterstützt. Die Betreiber von Gastronomiebetrieben in Deutschland werden Gastwirte oder Gastronomen genannt und sind z. B. organisiert im „Deutschen Hotel- und Gaststättenverband e. V.“ (DEHOGA), die Arbeitnehmerseite in der „Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten“.

Ausbildung [Bearbeiten]

Im Gastronomiegewerbe werden verschiedene Berufe ausgebildet. Anerkannte Ausbildungsberufe sind Fachkraft im Gastgewerbe, die schwerpunktmäßig in den Bereichen Küche, Service und Wirtschaftsdienst ausgebildet wird, Koch, Restaurantfachmann und Fachmann für Systemgastronomie.[3] Auch für den Hotelfachmann und Hotelkaufmann finden sich Beschäftigungsmöglichkeiten in der Gastronomie, zum Beispiel in Restaurants, Cafés und Verbrauchermärkten mit Tagescafés.

In Deutschland arbeiteten im vierten Quartal 2009 rund 562.000 Beschäftigte in der Gastronomie.[1]

Siehe auch [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

Wiktionary Wiktionary: Gastronomie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. a b Gastronomie in Deutschland, Zahlen und Fakten Abgerufen am 15. April 2013.
  2. designarestaurant.blogspot.com/2010/11/begriffe-gastronomie.html Quelle der These
  3. Ausbildung im Gastgewerbe IHK Frankfurt am Main