Schnitzbank

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Artikel Schnitzelbank (Werkbank) und Schnitzbank überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zusammenzuführen (→ Anleitung). Beteilige dich dazu an der betreffenden Redundanzdiskussion. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{Erledigt|1=~~~~}} zu markieren. Franz (Fg68at) 02:54, 3. Nov. 2010 (CET)
Schnitzbank

Die Schnitzbank (auch „Heinzelbank“ im Erzgebirge, „Hoanzlbank“ im Pinzgau und in Niederösterreich[1]) ist ein Arbeitsgerät in der bäuerlichen Holzbearbeitung, auf der Holz geschnitzt wird.

Die Schnitzbank ist eine Vorrichtung zum Feststellen von Holz-Werkstücken während ihrer Bearbeitung. Sie steht auf vier hölzernen Beinen. An der Längsseite ist eine Klemmvorrichtung (Backe) angebracht. Der Arbeiter sitzt auf der Bank wie auf einem Esel oder Pferd, woher auch die Bezeichnungen „Schneidesel“ und „Schnitzpferd“ stammen kann. Esel ist ein auch anderweitig im handwerklichen und bäuerlichen Bereich verwendeter Ausdruck für haltende oder tragende Utensilien, auch Bock (und Knecht) genannt.[2][3][4][5][6] In einer Öffnung befindet sich ein gestielter Klemmbock, welcher mit einem Bein über ein Pedal fixiert werden kann. Somit wird es möglich, Rundhölzer mit dem Reifmesser, einem Schnitzmesser mit beidseits einem Handgriff, zu schälen oder zu glätten. Damit lassen sich auch Werkzeugstiele oder sonstige Holzstangen oder Schindeln herstellen, weshalb sie auch „Schindelbank“ genannt wird. Der Vorteil einer Schnitzbank besteht unter anderem darin, dass der Arbeiter beide Hände zum Schnitzen frei hat, da nicht er, sondern die Schnitzbank das Werkstück festhält, durch die Klemmvorrichtung.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Schnitzbänke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hoanzlbank - Heinzelbank im Österreichischen Wörterbuch abgerufen am 5. Juli 2013
  2. Esel, m. In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Hirzel, Leipzig 1854–1960 (woerterbuchnetz.de, Universität Trier). (7)
  3. Esel in Oeconomischen Encyclopädie (1773 - 1858) von J. G. Krünitz
  4. Esel (2), der in Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 1. Leipzig 1793, S. 1969-1970
  5. Esel (3) in Pierer's Universal-Lexikon, Band 5. Altenburg 1858, S. 890-891
  6. Esel m in WDW Online-Wörterbuch 3.0, Internationales und interregionales Fachwörterbuch zur Sprache und Kultur des Weines