Schriftliche Überlieferung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Schriftliche Überlieferung bezeichnet den Gegensatz zur mündlichen Überlieferung. Ähnlich wie das Fremdwort Tradition ist mit „Überlieferung“ entweder das Überliefern gemeint, also der Vorgang der Weitergabe eines Textes, oder das Überlieferte, nämlich bis in unsere Gegenwart. Dann geht es um das Ergebnis des Überlieferungsvorganges, um den Inhalt, der dank des Überlieferns zur Verfügung steht.

Charakterisierung[Bearbeiten]

Schriftliche Überlieferung gilt als besonders verlässlich, z. B. bei Liedtexten. Aber auch die mündliche Überlieferung kann zuverlässig sein, wie z. B. manche Erfolge der sog. Oral History zeigen. Und durch die wissenschaftlichen Methoden der Textkritik werden auch Schwächen der schriftlichen Überlieferung sichtbar.

Man unterscheidet zwischen (1.) direkter Überlieferung (Primärüberlieferung) und (2.) indirekter Überlieferung (Sekundärüberlieferung). Mit (1.) bezeichnet man die Übermittlung eines Textes durch Kopieren des gesamten Textes oder großer Teile von ihm unabhängig von anderen Texten. Von (2.) spricht man, wenn Teile eines Textes als Zitate Eingang in andere Texte gefunden haben und als Teile des neuen Textes weitergegeben werden.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]