Seehundstation Friedrichskoog

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Seehundstation Friedrichskoog
Vollständiger Name: Seehundstation Friedrichskoog
Ort: An der Seeschleuse 4
25718 Friedrichskoog
Eröffnung: 1985
Tierarten: 2 Arten
Arten Schwerpunkte: Aufzucht, Schutz und Erforschung der Seehunde
Organisation
Trägerschaft: Seehundstation Friedrichskoog e.V. und Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V.
Friedrichskoog Seehundstation2.jpg

Station und Aussichtsturm

Seehundstation Friedrichskoog (Schleswig-Holstein)
Seehundstation Friedrichskoog
54.0008333333338.8755555555556Koordinaten: 54° 0′ 3″ N, 8° 52′ 32″ O

Die Seehundstation Friedrichskoog in der Gemeinde Friedrichskoog besteht seit 1985.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Aufgabenbereiche

Die Aufgaben der Seehundstation umfassen die Aufzucht, den Schutz und die Erforschung der Seehunde sowie Öffentlichkeitsarbeit. Sie ist die einzige zur Aufzucht von Heulern autorisierte Stelle an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste. In der Station leben sowohl Heuler als auch „Dauergäste“.

[Bearbeiten] Station

Eingang Seehundstation

Die Seehundstation Friedrichskoog e.V. wird von der Gemeinde Friedrichskoog und dem Landesjagdverband Schleswig-Holstein e.V. unterhalten.

Auf dem Gelände der Station, einem früheren Material-Lagerplatz für den Deichbau und die Landgewinnung („Fiskusplatz“), steht weithin sichtbar die 17 m hohe Trischentonne, die jahrzehntelang bis zu ihrer Demontage auf der Insel Trischen aufgestellt war und nun als Aussichtsturm dient.

Die im Jahre 2006 erweiterte Seehundstation wurde zahlreichen Fernsehzuschauern durch die Fernsehserie Hallo Robbie! bekannt, die teils in der Station gedreht wurde.[1] Außerdem ist die Station auch durch die Fernsehserie „Seehund, Puma & Co.“ bekannt geworden.

Rund 50 verwaiste Seehunde, aber auch Kegelrobben werden hier jährlich aufgezogen, um in der Nordsee wieder ausgewildert zu werden. Die Tiere werden an der gesamten Nord- und Ostseeküste Schleswig-Holsteins geborgen. Sieben Heuler- und fünf Quarantänebecken stehen den Jungtieren in Friedrichskoog zur Verfügung. Anders als die „Dauergäste“ haben junge Heuler in Friedrichskoog keinen Kontakt zu den Besuchern der Station. Sie können jedoch über eine Kamera oder von einem Aussichtsturm aus beobachtet werden.

Erster Stationsleiter in Friedrichskoog war Seehundjäger Werner Rohwedder. Er hatte schon vor der Eröffnung der Einrichtung Heuler aufgenommen und in seinem Garten und auf einem Kutter aufgepäppelt. Rohwedder leitete die Station mehr als zehn Jahre lang. Heute ist Diplom-Biologin Tanja Rosenberger Leiterin der Seehundstation.

Seit 1996 finanziert sich die Seehundstation Friedrichskoog ohne staatliche Zuschüsse ausschließlich durch Spenden und den Verkauf von Eintrittskarten. Jedes Jahr müssen für die festen Kosten mindestens rund 300.000 Euro eingenommen werden. In diesem Zusammenhang werden vor allem während der touristischen Saison diverse Veranstaltungen durchgeführt, die neben der Vermittlung von Basiswissen auch Einnahmen für die Station generieren. Zudem findet jedes Jahr am 5. August, dem Gründungstag, eine große Geburtstagsfeier der Station statt

Mitte der 2000er Jahre wurde die Seehundstation um ein zweites Becken für die dauerhaft dort lebenden Tiere und ein Gebäude mit einer größeren Zuschauertribüne erweitert.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Pia Klatt, Kai Labrenz: Filmland Schleswig-Holstein. Boyens, Heide 2004, ISBN 3-8042-1138-0, S. 124.

[Bearbeiten] Weblinks

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