Seelenreise
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Als Seelenreise bezeichnen einige Religionen den Vorgang der Reinkarnation oder die außerkörperliche Erfahrung. Teilweise wird in diesem Zusammenhang von einem "Astralkörper" gesprochen, der den Körper verlässt.
In Eckankar wird der Begriff darüber hinaus auch für eine bewusste Verlagerung der Aufmerksamkeit vom momentanen Erleben zu einer Imagination verwendet (ähnlich dem aus der Psychologie bekannten Vorgang der Dissoziation).
Das Wort "Seelenreise" oder ähnliche Ausdrücke werden auch in der Fachliteratur der Ethnographie und Anthropologie verwendet: Kulturen mit schamanistischen Merkmalen kennen oft ein Motiv, das so bezeichnet wird. Zum Beispiel glaubt man bei manchen eskimoischen Gruppen, dass einige Menschen mit speziellen Fähigkeiten, die Schamanen, in ferne Gegenden "reisen" und wichtige Erlebnisse mitteilen können (zum Beispiel Ursachen erfolgloser Jagden, Unwetter,[1][2] etc., oder andere, im alltäglichen Leben wichtige Informationen, die aber für Menschen mit normalen Fähigkeiten unerreichbar sind).[3] Der Begriff des "Schamanismus" ist manchmal umstritten und die Kulturen, die so bezeichnet werden, sind nicht einheitlich.[4]
[Bearbeiten] Quellen
[Bearbeiten] Referenzen
- Mihály Hoppál: Az uráli népek hiedelemvilága és a samanizmus. In: Hajdú, Péter Uráli népek. Nyelvrokonaink kultúrája és hagyományai (auf ungarisch), S. 211–233, Budapest: Corvina Kiadó 1975, ISBN 963 13 0900 2 Der Titel bedeutet: “Uralische Völker. Kultur und Tradition unserer Sprachverwandten”; der Kapitel bedeutet: “Glaubenswelt uralischer Völker, und der Schamanismus”.
- I. Kleivan, B. Sonne: Eskimos: Greenland and Canada. Leiden, The Netherlands: Institute of Religious Iconography • State University Groningen E.J. Brill 1985, ISBN 90-04-07160-1
- Daniel Merkur: Becoming Half Hidden: Shamanism and Initiation among the Inuit. Stockholm: Almqvist & Wiksell 1985

