Selbstmarketing
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Die Abgrenzung zu Öffentlichkeitsarbeit, ist nicht ausreichend belegt, wenn dieses Lemma ein Berechtigung hat, dann sollte unbedingt mal die Weblinks und Literaturliste überabeitet werden, generell NPOV im Artikelrest --Crazy1880 21:41, 28. Mär. 2009 (CET)
Als Selbstmarketing, Self Marketing oder Ego-Marketing werden alle Ansätze der systematischen und bewussten Selbstvermarktung bezeichnet. Dies erfolgt durch die selbstkritische Übertragung der Erkenntnisse des Marketing für Sach- oder Dienstleistungen auf die eigene Person.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Mensch als Marke
Ziel des Selbstmarketing ist, die eigene Person als Markenpersönlichkeit zu etablieren, denn was in der Produktwerbung die Marken erfolgreich macht, kann auch zur Profilierung der eigenen Person dienen. Den Menschen als Marke zu betrachten erscheint zunächst abwegig, aufgezwungen und künstlich; dem ist entgegenzuhalten, dass so genannte „Persönlichkeiten“ im Laufe der aufgezeichneten Menschheitsgeschichte durch wiedererkennbare Merkmale den Status einer Persönlichkeit erst erlangen.
Anliegen des Selbstmarketing ist daher nicht das künstliche Verstellen, sondern die bewusste Betonung der eigenen Stärken. Jede Person steht in ihrem sozialen Umfeld für eine Eigenschaft, eine Fähigkeit und das damit verbundene Wissen. Dieses gilt es, im Rahmen des Selbstmarketing herauszuarbeiten und bewusster (als bisher) zu unterstreichen.
[Bearbeiten] Begriffsentwicklung
Mit steigender Fragmentierung der Gesellschaft in den 1980er und 1990er Jahren wurde der Selbstmarketing-Begriff in Anlehnung an die Markentechnik bzw. das Branding im Rahmen des Marketing zunehmend genutzt, denn eine Marke schafft Vertrauen und Differenzierung zugleich: Durch Marken erfolgt eine Orientierung im Angebot.
Die Wurzeln des Selbstmarketing sind in früheren Zeiträumen zu finden:
- So war Dale Carnegie mit seinen Trainings bereits um die Wende zum 20. Jahrhundert aktiv.
- Adolph Freiherr Knigge reflektierte seine Fähigkeiten und die daraus gewonnenen Erkenntnisse in seinem Buch Über den Umgang mit Menschen. Er setzte seine Fähigkeit, Personen zu vernetzen, zielgerichtet im Rahmen seiner Vereinsaktivitäten ein.
[Bearbeiten] Elemente
Elemente des Selbstmarketing sind alle Zeichen, die den Wiedererkennungswert erhöhen und eine Kontinuität in der Persönlichkeit unterstreichen. Dazu gehören:
- Accessoires wie Uhren, Krawattennadeln u. ä.
- Wiedererkennbare Stilelemente im Schriftverkehr, z. B. Grußformeln wie mit sonnigen Grüßen, freundliche Grüße aus dem bergischen ... usw. - Die Wohl bekannteste Grußformel schaffte Adolph Freiherr Knigge mit Alles wird gut, die er stets unter seine persönliche Korrespondenz setzte.
- Farben und Formen, z. B. braune statt schwarze Anzüge usw.
- Umgangsformen
- Gestik
- Mimik
- Spuren in der Öffentlichkeit, insbesondere im Internet
Die Kommunikation im Sinne der persönlichen Kommunikationspolitik hat eine besondere Bedeutung für das Selbstmarketing: durch Netzwerke an Privat- und Geschäftskontakten können Multiplikatoren gewonnen werden, welche die einzigartigen Eigenschaften der Person erkennen und weitertragen.
Mittlerweile etablieren sich Dienstleister und Dienstleistungen rund um das Thema Online-Reputation. Diese bieten Privatpersonen die manuelle oder automatisierte Überwachung des Internets sowie das Löschen von negativen Webseiten an.
Durch die Entwicklungen des Web 2.0 und diverse soziale Netzwerke geben vor allem junge Menschen viele Informationen von sich im Internet preis. Dadurch wird das Managen der eigenen Online Reputation nicht nur für bekannte Persönlichkeiten relevant, sondern z.B. auch für Berufseinsteiger. Einer Studie des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater von 2007 zufolge überprüfen ca. ein Drittel aller Personaler die Spuren eines Bewerbers im Internet.
[Bearbeiten] Literatur
- Carnegie, Dale: Wie man Freunde gewinnt, München 1949, Nachdruck 2004. ISBN 3426777525
- Eck, Klaus: Karrierefalle Internet. Managen Sie Ihre Online-Reputation bevor andere es tun, München 2008, ISBN 3446416285
- Herbst, Dieter: Der Mensch als Marke, Göttingen 2003. ISBN 3934424058
- Seidl, Conrad / Beutelmeyer, Werner: Die Marke ICH, Wien 1999, 2. Aufl. 2003. ISBN 3832310126
- Mummenday, Hans Dieter: Psychologie der Selbstdarstellung, Göttingen; Bern; Toronto; Seattle 1995 ISBN 3-8017-0709-1

