Senat und Synode

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Senat und Synode

Senat und Synode (russisch Сенат и Синод bzw. Здание Сената и Синода) ist ein Gebäudeensemble im Zentrum von Sankt Petersburg. Es wurde von 1829 bis 1834 unter Leitung des italienischen Architekten Carlo Rossi erbaut.

Das Bauwerk befindet sich an der Westseite des Senatsplatzes (zwischenzeitlich Platz der Dekabristen) [1] und bezieht sich in Architektur und Größe auf das östlich gegenüberliegende Gebäude der Admiralität, das von 1806 bis 1823 nach Entwürfen von Andrejan Sacharow im Empire-Stil erbaut wurde.

Das Ensemble besteht aus zwei Zwillingsgebäuden, dem (weltlichen) Senat und der (geistlichen) Synode, die der Triumphbogen in der Mitte verbindet. Der gesamte Bau ist mit Skulpturen von Stepan (Stephan) Pimenow, Wassili Demut-Malinowski, P. P. Sokolow, N. A. Tokarew, I. Leppe, P. W. Swinzow und N. A. Ustinow reich verziert. Über dem Triumphbogen symbolisieren zwei Figuren Frömmigkeit und Gerechtigkeit.

Im Senat traf sich früher auf Wunsch des Stadtgründers, Peter I., der Hochadel. In der so genannten Synode trafen sich die obersten Geistliche Russlands. Peter der Große hatte die Funktion des obersten Patriarchen mit der Einrichtung der Synode ersetzt.

Denkmal[Bearbeiten]

Vor Senat und Synode steht das berühmte Denkmal für Peter den Großen. Der Sockel des Denkmals besteht aus einem finnischen Findling, der in 5-jähriger mühevoller Arbeit nach St. Petersburg gebracht worden war. Der Findling selbst hat die Form einer ansteigenden Woge, welche den Aufstieg Russlands symbolisiert. Peter selbst sitzt auf einem Pferd, dessen Hufe eine Schlange zertritt. Die Schlange symbolisiert Schweden bzw. den schwedischen König Karl XII., welches im Nordischen Krieg von Peter dem Großen besiegt worden war. Das Gebiet von St. Petersburg gehörte vor dem Krieg zu Schweden. Die Schweden waren in das Gebiete namens Ingermanland eingesickert, nachdem Iwan der Schreckliche Nowgorod zerstört hatte.

Auf dem Platz vor Senat und Synode, beim Denkmal, treffen sich die Hochzeitspaare in Sankt Petersburg bei ihrem traditionellen Besuch von drei wichtigen Orten der russischen Geschichte.

Heute[Bearbeiten]

Seit dem 27. Mai 2008 beherbergt das umfassend restaurierte Gebäude das russische Verfassungsgericht[2]. Am 27. Mai 2009 eröffnete Präsident Medwedjew die Jelzin-Präsidentenbibliothek.[3]

Quellen[Bearbeiten]

  1. http://www.fontanka.ru/2008/07/31/084/
  2. Russland Aktuell: [1] Verfassungsgericht startet mit großen Hindernissen
  3. Webseite der Jelzin-Bibliothek

59.93534930.300765Koordinaten: 59° 56′ 7″ N, 30° 18′ 3″ O