Siempelkamp

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Siempelkamp Unternehmens-zentrale im Krefelder Norden
51° 21′ 2,6″ N, 6° 31′ 43″ O51.3507256.5286222222222Koordinaten: 51° 21′ 2,6″ N, 6° 31′ 43″ O

Die Siempelkamp-Gruppe ist ein Konzernverbund aus 23 Unternehmen, eingeteilt in die drei Geschäftsbereiche Maschinen- und Anlagenbau, Nukleartechnik und Gußtechnik.

Die einzelnen Bereiche von Siempelkamp sind in der Siempelkamp GmbH & Co. KG Holding in Krefeld zusammengefasst.

Siempelkamp Maschinen- und Anlagenbau GmbH & Co. KG[Bearbeiten]

Der Fachbereich Maschinen und Anlagenbau hat sich auf die Fertigung von Maschinen zur Produktion von plattenförmigen Werkstoffen wie Spanplatten, MDF- und OSB-Platten sowie Platten aus Gummi, Mineralstoffen und Kunststoffen spezialisiert. Des Weiteren werden Anlagen zur Oberflächenvergütung von Holzplatten Pressen für die Metallumformung angeboten.

Mit einem Marktanteil von ca. 60 % bei Holzwerkstoffanlagen ist Siempelkamp Weltmarktführer, mit der Büttner Ges. für Trocknungs- und Umwelttechnik ebenso bei der Trocknung von Spänen, Strands und Fasern.[1]

Siempelkamp Nukleartechnik GmbH[Bearbeiten]

Hier hat sich Siempelkamp vor allem auf dem Bau von Castorbehältern und weiteren Behältern für radioaktive Abfälle spezialisiert.

Ein Tochterunternehmen der Siempelkamp Nukleartechnik GmbH ist die NIS Ingenieurgesellschaft und gehört ebenfalls zu den kerntechnischen Unternehmungen der Siempelkamp-Gruppe. Wesentliche Schwerpunkte sind Produkte und Dienstleistungen für kerntechnische Anlagen mit den Bereichen Engineering und Komponenten, Fertigung, Recycling, Strahlenschutz, Berechnungen und Gutachten sowie Rückbau und Stilllegung. Der international tätige Geschäftsbereich Nukleartechnik beschäftigt 570 Mitarbeiter.

Siempelkamp Gießerei GmbH[Bearbeiten]

Die Gießerei ist mit über 100 Jahren der älteste Bereich von Siempelkamp und die größte Handformgießerei der Welt[1]. Heute ist die Siempelkamp Gießerei GmbH eine der weltweit führenden Hersteller von handgeformten Gussteilen aus Sphäroguss. Es werden Gussteile bis 320 t für Maschinen-, Motoren- und Pressenbau, Mühlenkomponenten, Windkraftanlagen und Abschirmbehälter hergestellt.

Sonstiges[Bearbeiten]

In den einzelnen Sparten ist Siempelkamp auch teilweise anders vertreten. Beispielsweise gehört der Nukleartechnik Sparte auch die Siempelkamp Prüf- und Gutachter-Gesellschaft mbH an. Sie überprüft z. B. die Sicherheit von kerntechnischen Anlagen. Die Siempelkamp-Tensioning-Systems GmbH (Standort Lünen) stellt Spannsysteme zur Steuerung von Primärkomponenten (Reaktoren und Kühlmittelpumpen) in Kernkraftwerken her. Darüber hinaus unterhält Siempelkamp mehrere Beteiligungen an anderen Firmen, zum Beispiel an Büttner.

Zahlen[Bearbeiten]

2009 beschäftigte Siempelkamp 2.631 Mitarbeiter sowie 115 Auszubildende und erwirtschaftete einen Konzernumsatz von 554 Mio. Euro, davon 359,9 Mio. Euro im Maschinen- und Anlagenbau.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Florian Langenscheidt, Bernd Venohr (Hrsg.): Lexikon der deutschen Weltmarktführer. Die Königsklasse deutscher Unternehmen in Wort und Bild. Deutsche Standards Editionen, Köln 2010, ISBN 978-3-86936-221-2.