Sierra de los Tuxtlas

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Der Vulkan San Martin Tuxtla, Los Tuxtlas, Veracruz, Mexiko

Die Sierra de Los Tuxtlas (Tuxtla-Gebirge) ist ein Gebirgszug vulkanischen Ursprungs.

Geographie[Bearbeiten]

Der Gebirgszug erstreckt sich im mexikanischen Bundesstaat Veracruz entlang der Küste des Golfes von Mexiko ungefähr auf 18º nördlicher Breite. Zu seinen Gipfeln, die bis 1700 Meter hoch sind, gehören die Vulkane Santa Marta und San Martin Tuxtla. Letzterer, es handelt sich um einen Schildvulkan, dessen Gipfel einen Durchmesser von einem Kilometer hat, ist der einzige Vulkan der Bergkette, der auch in jüngerer Zeit noch aktiv war. Seine beiden letzten bekannten Eruptionen fanden 1664 und 1793 statt. Zu den kleineren Vulkanen der Sierra de Los Tuxtlas gehören der San Martin Pajapan (1160 Meter) und der Cerro El Vigia (800 Meter). Verstreut über die gesamte Bergkette finden sich darüber hinaus unzählige kleinere Schlackenkegel. Die Vulkane der Sierra de Los Tuxtlas sind 250 Kilometer vom Transmexikanischen Vulkangürtel und 330 Kilometer vom Zentralamerikanischen Vulkangürtel entfernt. Zur Zeit der Olmeken lieferte die Sierra de Los Tuxtlas jene Basaltsteine, aus denen die Kolossalköpfe und „Altäre“ La Ventas entstanden.

Los Tuxtlas Naturreservat[Bearbeiten]

Die Flanken der Vulkane San Martin Tuxtla und Santa Marta sind im oberen Bereich mit neotropischer Vegetation bedeckt. Weiter unten wurden die Wälder abgeholzt, um Weiden für die Viehwirtschaft zu schaffen und die Natur ist auch weiterhin durch die rasant wachsende Bevölkerung der Region gefährdet. Um größeren Schaden zu verhindern, wurde 1998 ein Gebiet von 155.122 Hektar von der mexikanischen Regierung zur Reserva de la Biosfera erklärt und steht somit unter Naturschutz. Dazu gehört sowohl die Reserva Biosfera Volcan de San Martin, die sich entlang der Küste etwa von Roca Partida im Nordwesten bis kurz vor La Barra im Südosten erstreckt als auch die Reserva Ecológica Nanciyaga, die mit der Laguna de Catamaco den drittgrößten See Mexikos einschließt. Zum Schutzgebiet gehören Mangrovensümpfe und der Tehuantepec-Regenwald. Berühmt ist die Gegend aber auch durch ortsansässige Heiler (Curanderos oder Brujos), die Naturheilmittel und Rituale bei der Behandlung der Hilfesuchenden einsetzen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Yarza de la Torre, Esperanza: Volcanes de México, Aguilar, 1971

Weblinks[Bearbeiten]

18.558-95.2Koordinaten: 18° 33′ N, 95° 12′ W