Neotropis
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Neotropis ist ein Begriff aus der Biogeographie. Er wird sowohl in der Tiergeographie als auch der Pflanzengeographie (als eines der Florenreiche) verwendet. Er steht für Südamerika (aus botanischer Sicht zählt die südlichste Andenregion nicht mehr zur Neotropis sondern zur Antarktis), Mittelamerika, die Westindischen Inseln, den südlichen Teil von Mexiko sowie die Südspitze Floridas.
Die Neotropis war lange Zeit von Nordamerika getrennt, deshalb konnte sich dort eine sehr eigenständige Tier- und Pflanzenwelt entwickeln, die mehr den gondwanischen Elementen der Antarktis und Australis ähnelt.
Besonders charakteristische Familien sind bei den Pflanzen die Cactaceae und die Bromeliaceae, aber auch die Tropaeolaceae; als Gattungen Agave und Yucca sowie etliche Gattungen der als Familie pantropischen Palmen (Euterpe, Sabal, Jubaea). Weitere Familien sind Bixaceae, Cannaceae, Cyclanthaceae, Malpighiaceae, Marcgraviaceae und Melastomataceae.
Bei den Tieren sind folgende Gruppen charakteristisch: Nandus, Steißhühner, Tukane, Sägeracken, Glanzvögel, Tyrannen (Tyrannidae), Hokkohühner, Faultiere, Meerschweinchen, Ameisenbären, Agutis, Vampire, Stummeldaumen, Kapuzinerartige, Krallenaffen, der Ozelot und der Jaguar.
[Bearbeiten] Literatur
- H.J. Müller: Ökologie. 2. Auflage, G. Fischer, Stuttgart 1991, S. 135. ISBN 3-334-00398-1
- H. Walter, S.-W. Breckle: Ökologie der Erde. Band 1: Grundlagen. 2. Auflage, Gustav Fischer, Stuttgart 1991. ISBN 3-437-20454-8
Holarktis | Paläotropis | Neotropis | Australis | Antarktis | Capensis | Ozeanisches Florenreich

