Sosin-Variante
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| Grundstellung der Sosin-Variante nach 6. Lf1-c4 |
Die Sosin-Variante, auch Sosin-System bzw. Sosin-Angriff, ist eine Eröffnungsvariante der Sizilianischen Verteidigung im Schachspiel.
Der weiße Aufbau ist nach dem sowjetischen Schachspieler Weniamin Sosin benannt und ist gekennzeichnet durch den Läuferzug Lf1-c4, beispielsweise in der Scheveninger Variante nach der Zugfolge:
- 1. e2-e4 c7-c5 2. Sg1-f3 d7-d6 3. d2-d4 c5xd4 4. Sf3xd4 Sg8-f6 5. Sb1-c3 e7-e6 6. Lf1-c4
Auch in der klassischen Variante nach 5. ... Sb8-c6 bzw. in der Najdorf-Variante 5. ... a7-a6, kann Weiß jeweils mit 6. Lf1-c4 in die Sosin-Variante einlenken, ein System, das Bobby Fischer gerne und erfolgreich angewandt hat. Zur Eindämmung des weißen Lc4 zieht Schwarz meist im sechsten oder siebten Zug e7-e6.
Fischer rochierte meist kurz. Moderner ist ein Aufbau mit langer weißer Rochade, wie es von Dragoljub Velimirović gespielt wurde. Die lange weiße Rochade wird mit 7.Le3 und 8.De2 vorbereitet.
Die Fesselung 8. Lc1-g5 nach 6. ... a7-a6 7. Lc4-b3 b7-b5 wurde von Karsten Müller in der Großmeisterpraxis wiederbelebt.

