Sossusvlei

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Düne am Sossusvlei
Spießbock im Sossusvlei
Sossusvlei aus dem All
Dünen am Sossusvlei
Dünen am Dead Vlei in der Abendsonne

Das Sossusvlei liegt in Namibia und ist eine von Namibsand-Dünen umschlossene beige Salz-Ton-Pfanne („Vlei”) in der Namib-Wüste, die nur in sehr seltenen guten Regenjahren Wasser führt. Dann bildet sich sogar für kurze Zeit ein wenige Zentimeter tiefer See am Ende des Vlei. „Sossus” bedeutet „blinder Fluss” in der Sprache der Nama (blind, weil der Tsauchab dann im Nichts endet).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Dünen

Die umgebenden orangefarbenen Dünen zählen mit über 200 Meter Höhenunterschied gegenüber der Pfanne zu den höchsten der Welt. Die höchste unter ihnen ist Düne 7, sie wird von den Einheimischen wegen ihrer Höhe und des langen Aufstiegs zum Gipfel Big Daddy oder Crazy Dune genannt[1].

[Bearbeiten] Entstehung

Entstanden ist das Vlei durch Versanden des Tsauchab, der ursprünglich wahrscheinlich bis zum nur gut 50 km entfernten Atlantik floss. Die daneben liegenden und jeweils durch eine Düne vom Wasser abgeschnittenen Dead Vlei und Hiddenvlei spiegeln diese Entwicklung noch bis heute wieder. Dort stehen abgestorbene Bäume, die aufgrund des trockenen Klimas nur sehr langsam verfallen. In der Nähe des Parkeingangs befindet sich der Sesriem Cañon, der sich über einen Kilometer in den Kies gegraben hat.

[Bearbeiten] Fauna und Flora

Trotz der extremen Lebensbedingungen gibt es im Sossusvlei viele an die Wüste angepasste Lebewesen. Neben Säugetieren wie dem Spießbock und dem Wüstengoldmull sind es u. a. auch die Anchieta Sandeidechse, der Nebeltrinker-Käfer und die Puffotter. Besonders häufig wachsen Kameldornbäume entlang der Wasseradern, und auf den Dünen ist die in der Namib endemische Nara anzutreffen.

[Bearbeiten] Tourismus

Zu den besonderen touristischen Attraktionen zählen neben den Dünen das Hiddenvlei am Ende der Straße und das Dead Vlei am Ende des Sossusvlei.

Das Sossusvlei-Gebiet liegt im Namib-Naukluft-Nationalpark. Vom Parkeingang Sossusvlei führt zunächst eine etwa 65 Kilometer lange, von Dünen gesäumte Teerstraße in Richtung Sossusvlei. Die Straße ist 2006 erneuert worden und ist demzufolge momentan (2008) in einem sehr guten Zustand. Die letzten fünf Kilometer können nur zu Fuß oder mit Allradfahrzeugen zurückgelegt werden, wo schon auf Kundschaft gewartet wird.

In den Sommermonaten ist es dort extrem heiß, doch auch die Wintermonate sind von warmen Temperaturen gekennzeichnet. Die besten Bilder gelingen bei tiefstehender Sonne am frühen Morgen oder Abend, da dann die Dünen durch ihren Schattenwurf besonders zur Geltung kommen.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Allgemeine Zeitung, Windhoek, Im Laufschritt durch die Namib-Wüste, vom 02.08.2005

[Bearbeiten] Weblinks

-24.73333333333315.366666666667Koordinaten: 24° 44′ 0″ S, 15° 22′ 0″ O

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