Sousaphon

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Sousaphon (Leipziger Herbstmesse 1954)

Das Sousaphon bzw. Sousafon [ˌzuːzaˈfoːn] ist eine Form der Tuba, die Ende des 19. Jahrhunderts auf Initiative des amerikanischen Komponisten John Philip Sousa erstmals gebaut und auch nach ihm benannt wurde. Das Instrument ist von der Funktion und der Mensur her eine Basstuba bzw. Kontrabasstuba in Grundstimmung F, Eb bzw. C und Bb mit drei oder vier, selten auch fünf Ventilen.

Die Bauform des Sousaphons entstammt dem Helikon, dessen (kleinerer) Trichter allerdings seitlich ausgerichtet ist. Es wird im Gegensatz zur Tuba nicht vor, sondern um den Körper getragen. Das hochaufragende Schallstück des Sousaphon mit kurzem, aber sehr weit ausladendem, um etwa 90° nach vorne gerichtetem Schalltrichter (Durchmesser etwa 65 cm) ist abnehmbar. Beim originalen Sousaphon zeigte der Trichter allerdings nach oben, weswegen es auch Raincatcher (Regenfänger) genannt wurde. Sousa wollte einen direkt ins Publikum zielenden Bass vermeiden, daher kam das heute gebräuchliche Modell mit dem nach vorne gerichteten Trichter unter seiner persönlichen Leitung nie zur Anwendung.[1] Seit den 1960er Jahren sind auch Sousaphone aus Kunststoff üblich, deren Schalltrichter und letzte Rohrwindung aus Gründen der Gewichtsersparnis aus weiß eingefärbtem Faserverbundwerkstoff (glasfaserverstärktes Epoxidharz) besteht. Moderne Spieler, wie zunächst Kirk Joseph, haben auf dem Instrument eine Beweglichkeit erlangt, die beinahe der eines Saiteninstruments entspricht.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sousaphone – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Paul E. Bierley: John Philip Sousa - American Phenomenon. Warner Bros. Publications, ISBN 0-7579-0612-5, S. 11 u. 16.