Spähkreuzer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Als Spähkreuzer wurden in den deutschen Marinen zwei Typen von geplanten, aber nicht gebauten Kreuzern bezeichnet, die Aufklärungs- und Sicherungsdienste für die Großkampfschiffe leisten sollten.

Kaiserliche Marine[Bearbeiten]

Als Spähkreuzer wurde in der deutschen Kaiserlichen Marine ein 1916 entworfener Flottenkreuzer bezeichnet. Er sollte die deutsche Antwort auf den britischen schnellen Aufklärungskreuzer vom Typ “Scout” sein. Das Projekt wurde jedoch nicht verwirklicht.

Taktisch-technische Daten (geplant)[Bearbeiten]

Kriegsmarine[Bearbeiten]

Der Plan zum Bau von Spähkreuzern wurde von der Kriegsmarine im Zweiten Weltkrieg wieder aufgenommen und im Z-Plan festgeschrieben. Mit dem Bau eines ersten Spähkreuzers wurde 1941 begonnen. Die Basis bildeten zwar Zerstörerkonstruktionen, jedoch waren die Schiffe bei der Wasserverdrängung zwischen Zerstörer und Leichtem Kreuzer einzuordnen. Schiffe dieser Größenordnung wurden in der französischen Marine als Großzerstörer bezeichnet.

Die deutschen Spähkreuzer wurden zunächst den Zerstörern zugerechnet und erhielten daher die Kennungen Z 40 bis Z 42. Erst später wurde diese in Sp 1 bis Sp 3 geändert. Wegen der angespannten Materialversorgung wurde nur der Bau von Sp 1 auf der Germaniawerft Kiel begonnen, da jedoch die Werftkapazitäten für den U-Boot-Bau benötigt wurden, verhängte man 1942 einen Baustopp für das Schiff und ließ es 1943 abbrechen.

Taktisch-technische Daten (geplant)[Bearbeiten]

  • Wasserverdrängung: bis 5900 Tonnen
  • Geschwindigkeit: 35,5 kn (ca. 66 km/h)
  • Besatzung: 550 Mann
  • Bewaffnung:
    • 6 Geschütze Kaliber 15 cm in 3 Türmen mit je 2 Rohren
    • 4 Schwere Flakgeschütze Kaliber 8,8 cm
    • 8 Flakgeschütze Kaliber 3,7 cm
    • 12 Leichte Flakgeschütze Kaliber 2 cm
    • 10 Torpedorohre Kaliber 53,3 cm
    • 50 Seeminen