Kiel

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Kiel (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Kiel
Kiel
Deutschlandkarte, Position der Stadt Kiel hervorgehoben
54.32527777777810.1405555555565Koordinaten: 54° 20′ N, 10° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Höhe: 5 m ü. NHN
Fläche: 118,6 km²
Einwohner: 239.866 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 2022 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 24103–24159
Vorwahl: 0431
Kfz-Kennzeichen: KI
Gemeindeschlüssel: 01 0 02 000
Stadtgliederung: 18 Ortsbezirke mit 30 Stadtteilen
Adresse der
Stadtverwaltung:
Fleethörn 9
24103 Kiel
Webpräsenz: www.kiel.de
Oberbürgermeister: Ulf Kämpfer[2] (SPD)
Lage der Stadt Kiel in Schleswig-Holstein
Bremerhaven (zu Freie Hansestadt Bremen) Niedersachsen Freie und Hansestadt Hamburg Freie und Hansestadt Hamburg Mecklenburg-Vorpommern Helgoland (zu Kreis Pinneberg) Königreich Dänemark Kreis Nordfriesland Flensburg Kiel Neumünster Lübeck Kreis Herzogtum Lauenburg Kreis Stormarn Kreis Segeberg Kreis Ostholstein Kreis Pinneberg Kreis Steinburg Kreis Dithmarschen Kreis Schleswig-Flensburg Kreis Plön Kreis Rendsburg-EckernfördeKarte
Über dieses Bild
Schleswig-Holstein mit der Kieler Förde an der Ostseeküste.
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Wahrzeichen Kiels: der markante Kieler Rathausturm;
links davor das Opernhaus Kiel (Rathaus dadurch abgedeckt), rechts daneben schließen Probebühne, Verwaltung und Werkstätten an. Blick vom Lorentzendamm Richtung Süden über den Kleinen Kiel. Aufnahme 2008
Blick auf das Stadtzentrum Kiels in Richtung Südwesten im Morgenlicht. Luftaufnahme 2003.
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Der Stadtkern Kiels wird im Osten (Vordergrund) durch die Innenförde begrenzt, nach Westen hin durch den überbrückten zweiflächigen Kleinen Kiel. Diese Wasserfläche bildete in ihrem weiteren südöstlichen Verlauf in Verbindung mit dem am linken Bildrand erkennbaren dreieckförmigen Alten Bootshafen einen natürlichen Schutz zum Süden hin. Diese ursprüngliche Gewässerverbindung mit dem Hafen ist verrohrt und zur Flächengewinnung zugeschüttet worden. Zu erkennen sind im Uhrzeigersinn am linken Bildrand der Alte Bootshafen, rechts daran anschließend der Berliner Platz, der von der Holstenstraße – einer der ersten Fußgängerzonen Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg – in Nord-Süd-Richtung gequert wird. West-südwestlich (oberhalb bezogen auf den Bildausschnitt und die Position des Betrachters) des Berliner Platzes liegt die verglaste Sparkassen-Arena (vormals Ostseehalle) mit dem rückwärtig anschließenden Exerzierplatz. Am oberen Bildrand ist links von der Mitte der zweite große Stadtplatz Kiels zu erkennen, der Wilhelmplatz. Nördlich (rechts) der Sparkassen-Arena erhebt sich der Kieler Rathausturm, der mit dem Rathaus, dem zum Wasser ausgerichteten Rathausplatz und dem anschließenden, rotbedachten Opernhaus Kiels ein städtebaulich prägendes Gebäudeensemble bildet. Den nördlichen Abschluss des Stadtzentrums stellt in vorderer Bildmitte das Kieler Schloss mit integriertem Eck-Turm dar, südlich (links) davon die grüngedeckte Konzerthalle. Unmittelbar am Kai befindet sich das Schifffahrtsmuseum (Tonnendach) mit zugehörigen historischen Schiffen am Steg, südlich (links) schließt die Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek an. Im Stadtzentrum südwestlich (oberhalb) des Schifffahrtsmuseums erhebt sich am Alten Markt der Turm der Nikolaikirche, die Hauptkirche Kiels und ältestes erhaltenes Gebäude der Stadt.

Kiel ist die Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein. Als Holstenstadt tom Kyle im 13. Jahrhundert gegründet, wurde es im Jahr 1900 mit über 100.000 Einwohnern zur Großstadt. Heute gehört Kiel mit 239.866 Einwohnern[3] zu den 30 größten Städten Deutschlands und bildet das Zentrum der Kiel Region.

Die nördlichste Großstadt Deutschlands liegt an der Ostsee (Kieler Förde) und ist Endpunkt der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt, des international Kiel Canal genannten Nord-Ostsee-Kanals. Kiel ist traditionell ein bedeutender Stützpunkt der Deutschen Marine und bekannt durch das jährliche internationale Segelereignis Kieler Woche, den Handballverein THW Kiel und durch die kulinarische Spezialität der Kieler Sprotten.

Von wirtschaftlicher Bedeutung sind neben dem Dienstleistungssektor die größte deutsche Werft ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS, bis Ende 2012 HDW) und der Kieler Ostseehafen mit den Fähren nach Skandinavien und ins Baltikum. Die kreisfreie Stadt ist Sitz dreier Hochschulen: der Christian-Albrechts-Universität, der Fachhochschule sowie der Muthesius Kunsthochschule.

Geographie[Bearbeiten]

Die Stadt erstreckt sich hufeisenförmig um den Naturhafen Kieler Förde, die einen der wichtigsten Seehäfen an der Ostsee darstellt. Der nördlichste Kieler Stadtteil, Schilksee, liegt an der offenen Ostsee. Durch Kiel verläuft die Wasserscheide zwischen Nordsee und Ostsee. Der Fluss Eider, der in die Nordsee mündet, berührt ebenso wie die Schwentine das Stadtgebiet, am Ende des Nord-Ostsee-Kanals im Stadtteil Kiel-Holtenau liegen die Schleusen zur Förde hin. Die Umgebung Kiels ist von Moränenhügeln geprägt und geht im Osten in die Holsteinische Schweiz über.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Folgende Gemeinden grenzen an die Stadt Kiel (sie werden nach dem Uhrzeigersinn beginnend im Nordosten, an der Ostküste der Kieler Förde, genannt):

Kreis Plön: Mönkeberg und Schönkirchen (Amt Schrevenborn), Stadt Schwentinental (bis zum 29. Februar 2008 die amtsfreien Gemeinden Klausdorf und Raisdorf) sowie Pohnsdorf, Honigsee und Boksee (alle Amt Preetz-Land)

Kreis Rendsburg-Eckernförde: Flintbek (Amt Flintbek), Molfsee und Mielkendorf (Amt Molfsee), Melsdorf und Ottendorf (Amt Achterwehr), Kronshagen (amtsfreie Gemeinde), Neuwittenbek und Felm (Amt Dänischer Wohld), Altenholz (amtsfreie Gemeinde), Dänischenhagen und Strande (Amt Dänischenhagen)

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet Kiels ist heute in 30 Stadtteile eingeteilt. Meistens bilden ein oder mehrere Stadtteile zusammen einen der insgesamt 18 Ortsbezirke mit je einem Ortsbeirat. Diese Gremien werden von der Ratsversammlung (Gemeinderat) der Gesamtstadt nach jeder Kommunalwahl neu bestimmt und sind zu wichtigen, den Ortsbezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören. Sie können Anträge, die den Stadtteil betreffen, an die Ratsversammlung stellen, damit diese dort beraten oder beschlossen werden.

Die Ortsbezirke mit ihnen zugeordneten Stadtteilen und deren amtlicher Nummer:

Stadtteile 1-30 (schwarz umrandet) und Ortsbeiratsbezirke (farbig)
(mit Siedlung Oppendorf)

Klima[Bearbeiten]

Kiel befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Der Sommer fällt normalerweise kühl bis mild aus (ca. 17 °C) und der Winter ist maritim geprägt und für die nördliche Lage eher mild (um 2 °C). Die größten Niederschlagsmengen fallen im Juli (ca. 90 mm pro Monat). Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt etwa 9°C.

Kiel
Klimadiagramm
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Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: DWD: Erfassungszeitraum 1971–2000; wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Kiel
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 4,5 5,2 7,7 11,5 16,2 18,8 21,3 21,3 17,3 12,6 7,1 4,8 Ø 12,4
Min. Temperatur (°C) 0,0 0,4 1,5 3,8 7,1 10,2 12,8 12,6 10,4 6,5 2,5 0,4 Ø 5,7
Niederschlag (mm) 72,0 50,3 61,6 42,4 45,5 70,5 87,8 71,6 74,2 72,7 56,8 76,6 Σ 782
Sonnenstunden (h/d) 1,2 2,1 3,4 5,5 7,4 7,6 7,1 7,1 4,9 3,3 1,7 1,1 Ø 4,4
Regentage (d) 12,4 11,6 11,5 8,7 7,9 11,5 11,4 10,2 11,1 11,1 10,5 11,8 Σ 129,7
Luftfeuchtigkeit (%) 87 84 81 77 74 74 76 78 81 85 68 87 Ø 79,3
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21,3
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  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Geschichte[Bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten]

Das Gebiet an der Kieler Förde gehörte seit der Unterwerfung der Sachsen durch Karl den Großen zunächst zum Frankenreich und dann als Teil Holsteins zu Deutschland. Kiel wurde zwischen 1233 und 1242 von Graf Adolf IV. von Holstein aus dem Hause Schauenburg gegründet; vermutlich gab es bereits längere Zeit vor 1233 eine Kaufmannssiedlung an dieser Stelle. Nur bei Kiel stieß das fränkisch-sächsische Territorium an die Ostsee – nördlich der Levensau lag Schleswig und damit dänisches Gebiet, östlich der Schwentine hinter dem Limes Saxoniae lag Wagrien und damit slawisches Gebiet, das zu dieser Zeit noch nicht fest in der Hand der holsteinischen Grafen war. Daher war diese Stelle an der Förde die einzige Möglichkeit für einen sächsischen Ostseehafen. Als solcher wurde Kiel als eine der nördlichsten Städte im Heiligen Römischen Reich planmäßig angelegt. Gleichzeitig stiftete Graf Adolf das Franziskanerkloster, in dem er seinen Lebensabend verbrachte. 1242 erhielt Kiel das Lübische Stadtrecht verliehen. Aus dieser Zeit stammen die ersten Stadtbücher, die sich zunächst im norddeutschen Raum verbreitet haben.

Name[Bearbeiten]

Der ursprüngliche Stadtname lautete Holstenstadt tom Kyle (die Holstenstadt an der Förde). Das y im alten Namen ist ein langes i. Im Sprachgebrauch wurde der lange Name zu tom Kyle verkürzt und schließlich zu Kiel. Kiel (Niederdeutsch ≈ Keil) bedeutet hier im Speziellen höchstwahrscheinlich die Förde, eine Meeresbucht, die sich weit ins Land hinein schneidet. Auch ein nordischer Ursprung ist denkbar (altnordisch: Kíll ≈ schmale Bucht).[4]

Historisch wurde Kiel auch bei seinem lateinischen Namen genannt: Chilonium (Aussprache: „Kielonium“).[5]

Handelsstadt und Mitglied der Hanse[Bearbeiten]

Kiels Fernhandel blieb weit hinter dem Lübecks und Flensburgs zurück. Zwar trat die Stadt 1283/84 in die Hanse ein, beteiligte sich aber nur selten an gemeinsamen Aktivitäten und konnte auch die Handelsprivilegien kaum nutzen: Der landesherrliche Einfluss auf den Handel war hier stärker als in den freien Städten. All diese Nachteile führten schließlich 1544 zum Ausschluss aus der Hanse, zumal Kiel vorgeworfen wurde, Piraten beherbergt zu haben.[6] Ökonomisch sehr viel wichtiger als die Mitgliedschaft in der Hanse war der Kieler Umschlag, der 1469 erstmalig erwähnt wird, vermutlich jedoch bereits deutlich länger bestand. Eine Woche lang (vom 6. bis 14. Januar) wurden hier Geldgeschäfte betrieben. Dafür reisten die Interessenten aus dem ganzen Land an. Anschließend wurde ein Volksfest gefeiert, das es seit 1975 wieder einmal im Jahr gibt.

Im Jahr 1301 war Kiel bereits befestigt, ab 1329 war die Stadt von einer steinernen Stadtmauer umgeben. Bis ins späte 16. Jahrhundert blieb das besiedelte Gebiet weitgehend auf die kleine Altstadt beschränkt. Neben dem Franziskanerkloster gab es nur eine Kirche, die bereits um 1240 fertiggestellte Nikolaikirche.

Frühe Neuzeit[Bearbeiten]

Historische Stadtansicht Kiels durch Georg Braun und Franz Hogenberg (1588; Format: 48 × 33 cm). Blickrichtung nach Norden zur Ostsee; links das Westufer, rechts das Ostufer der Kieler Förde. Deutlich ist die Insellage der Stadt zwischen der Förde im Osten und dem westlich umschließenden Stadtgraben zu erkennen, dem späteren Kleinen Kiel, der unmittelbar mit der Förde verbunden ist. Ein Rudiment dieser Verbindung stellt heute (2011) noch der Alte Bootshafen dar. Im Zentrum die Nicolai-Kirche; den nordöstlichen Stadtrand unmittelbar an der Förde markiert das Kieler Schloss (rechts oben).

Seit 1460 wurde Kiel vom dänischen König in seiner Eigenschaft als Herzog von Holstein regiert (siehe Personalunion), blieb also staatsrechtlich weiter ein Teil des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, nicht Dänemarks. Die Reformation begann in Kiel 1526, als der Kieler Bürgersohn Marquard Schuldorp, der bei Martin Luther in Wittenberg studiert hatte, seinen Dienst als Vikar antrat. 1527 lud Friedrich I. Melchior Hofmann als Laienprediger nach Kiel ein. Hofmanns Lehre vom Abendmahl, der zufolge Brot und Wein nur Christi Leib bedeuten, widersprach der lutherischen Position, nach der Christus im Sakrament anwesend ist. Hofmann und Schuldorp sollen sich deshalb sogar auf der Kanzel geprügelt haben. 1529 wurden Hofmann und seine Anhänger nach einer Disputation vor Kronprinz Christian (III.) in Flensburg des Landes verwiesen. Kiel erhielt eine neue Kirchenordnung. Das Franziskanerkloster wurde aufgelöst und das Gebäude der Stadt übereignet, die es als Schule und später als Hospital nutzte.

Seit der Aufteilung Schleswig-Holsteins zwischen dem dänischen König Christian III. und seinen Brüdern, den Herzögen Adolf und Johann, im Jahr 1544 gehörte Kiel zum herzoglichen Anteil, dem Haus Schleswig-Holstein-Gottorf. Im Verlauf des 16. Jahrhunderts und frühen 17. Jahrhunderts gelang es den Herzögen, die älteren Privilegien einiger Städte schrittweise abzubauen; so wurde Kiel gezwungen, beim Herrschaftsantritt von Herzog Friedrich III. einen speziellen Huldigungseid zu leisten, der die vormals „privilegierte Stadt“ auf den Status einer erbuntertänigen Körperschaft reduzierte.

1665 gründete Herzog Christian Albrecht von Gottorf die Christian-Albrechts-Universität, die nördlichste Universität im römisch-deutschen Reich, im Gebäude des ehemaligen Kieler Klosters. Die Universität hatte ursprünglich theologische, juristische, medizinische und philosophische Fakultäten und zog bald in eigene Gebäude um. Die Kieler Bürger waren anfänglich wenig begeistert, denn die Stadt hatte nicht nur die Gebäude zur Verfügung zu stellen, sondern die oft flegelhaften Studenten – schon 1700 waren es über 300 bei einer Einwohnerschaft von nur knapp 4000 Menschen – zu ertragen, die wie die übrigen Universitätsangehörigen nicht der städtischen Gerichtsbarkeit unterstanden. Zudem zahlten die Universitätsdozenten keine Steuern. Trotzdem profitierte Kiel wirtschaftlich von der Hochschule, an der schon bald bedeutende Gelehrte tätig waren.

Nachdem die Gottorfer Herzöge 1721 ihre Besitzungen in Schleswig verloren hatten, wurde Kiel für ein halbes Jahrhundert Hauptort und Residenz des verbliebenen Territoriums. 1728 wurde im Kieler Schloss der spätere russische Zar Peter III. als Sohn des Herzogs Karl Friedrich von Schleswig-Holstein-Gottorf geboren. Als Zar plante Peter einen Feldzug gegen Dänemark; nur sein früher Tod ersparte Kiel und den Elbherzogtümern einen erneuten Krieg.

Kiel als Teil des dänischen Gesamtstaats[Bearbeiten]

Kiel um 1855

Peters Witwe, die Zarin Katharina die Große, überließ 1773 die Reste des Herzogtums Gottorf und damit auch Kiel dem dänischen König. Dieser regierte die Stadt fortan wieder in seiner Eigenschaft als Herzog von Holstein; Kiel gehörte also staatsrechtlich weiterhin zu Deutschland, nicht zu Dänemark. Die Universität erlebte einen erheblichen Aufschwung; 1803 wurde der erste Botanische Garten Deutschlands in Kiel eröffnet.

Nach dem Ende des Heiligen Römischen Reiches 1806 wurden Kiel und Holstein für neun Jahre staatsrechtlich Teile Dänemarks. Im Rahmen der Napoleonischen Kriege wurde Kiel im „Kosakenwinter“ 1813 von den Schweden eingenommen; 1814 wurde der Kieler Frieden geschlossen: Das Herzogtum Holstein wurde weiter vom dänischen König regiert, 1815 wurde es Mitglied des Deutschen Bundes. Damit gehörte Kiel formal wieder zu Deutschland. 1817 nahmen so Kieler Studenten am Wartburgfest teil. Die Kieler Universität wurde in den folgenden Jahren zu einem Zentrum der Burschenschaftsbewegung. Nicht ohne Grund wählte der Urburschenschafter und Absolvent der Kieler Universität Uwe Jens Lornsen deshalb 1830 Kiel als den Ort, wo er Über das Verfassungswerk in Schleswigholstein veröffentlichte, eine der einflussreichsten Streitschriften des Vormärz. Er wurde von Franz Hermann Hegewisch unterstützt, der später einer der wichtigsten Propagatoren der Eisenbahnverbindung mit Altona war.

1838 erfolgte die Gründung der Maschinenbauanstalt Schweffel und Howaldt; dies war Kiels erster großer Industriebetrieb, aus dem später die heutige Werft HDW hervorging. Mit dem Bau der Eisenbahnlinie nach Altona (König-Christian VIII.-Ostseebahn) wurde der Ostseehafen Kiel bereits 1844 mit Elbe und Nordsee verbunden. Mit dem Brandtaucher wurde 1850 in Kiel das erste Unterseeboot der Welt gebaut.

In Kiel konstituierte sich 1848 eine provisorische schleswig-holsteinische Regierung, die die beiden Herzogtümer in einen Krieg gegen Dänemark führte, den Schleswig-Holsteinischen Krieg. Dieser Versuch, sich von der dänischen Krone zu lösen und souveränes Mitglied im Deutschen Bund zu werden, scheiterte.

Kiel als preußischer Kriegshafen und „Reichskriegshafen“[Bearbeiten]

Historische Karte (um 1888)
1910: U-Boot-Hafen Kiel mit Booten des Typs Zweihüllen-Hochsee-Boot
1921: Germaniawerft

Doch 1864 kam es zur Eroberung Schleswig-Holsteins durch Preußen und Österreich im Deutsch-Dänischen Krieg; Kiel wurde zunächst von Preußen und Österreich gemeinsam verwaltet. 1865 ordnete der preußische König die Verlegung der Ostsee-Marinestation von Danzig nach Kiel an. In der Gasteiner Konvention wurde im selben Jahr zwischen Österreich und Preußen vereinbart, eine Bundesflotte aufzubauen und Kiel zum Bundeshafen zu machen. Dieser Plan kam wegen des Deutschen Krieges 1866 nicht zur Geltung, trotzdem entwickelte sich Kiel von diesem Zeitpunkt an rasch zur Großstadt.

1867 wurde Kiel Teil der Provinz Schleswig-Holstein des Königreiches Preußen und Kriegshafen in der von Preußen majorisierten Marine des Norddeutschen Bundes. Das Artilleriedepot (ab 1891 Kaiserliche Torpedowerkstatt) wurde in Friedrichsort eingerichtet; hier wurden unter anderem Über- und Unterseewaffen entwickelt. Im gleichen Jahr entstand mit der Norddeutschen Schiffbaugesellschaft (ab 1882 Germaniawerft) nach Schweffel & Howaldt der zweite große Schiffbaubetrieb in Kiel. Die Stadt wurde Sitz des aus den Ämtern Bordesholm, Kronshagen, Kiel und Neumünster gebildeten Kreises Kiel.

Mit der Gründung des Deutschen Reiches 1871 wurde Kiel zusammen mit Wilhelmshaven Reichskriegshafen. Das seit 1865 bestehende preußische Marinedepot wurde zur Königlichen Werft Kiel, die wiederum nach Gründung des Deutschen Kaiserreiches 1871 in Kaiserliche Werft umbenannt wurde. Die Kieler Werftarbeiter begannen sich 1873 zu organisieren; es kam zur Gründung des Allgemeinen Deutschen Schiffszimmerer-Vereins.

Die erste Kieler Woche fand 1882 statt; seit 1885 wurde sie als Kombination von Schiffsparade, Segelregatten und Volksfest veranstaltet und sollte sich im Laufe der Zeit zu einem weltweit bekannten Segelsportereignis und nach dem Oktoberfest und dem Cannstatter Volksfest zum drittgrößten Volksfest Deutschlands entwickeln. Kaiser Wilhelm II. war ein regelmäßiger Gast der Veranstaltung.

1883 schied Kiel aus dem gleichnamigen Kreis aus und wurde kreisfreie Stadt; neuer Sitz des Kreises Kiel wurde Bordesholm. In den 1880er Jahren setzte durch den Anstieg des Schiffbaus ein schnelles Bevölkerungswachstum ein. Deren Beschäftigte organisierten sich rasch: das Kieler Gewerkschaftskartell wurde 1893 gegründet und hatte zu Anfang 2.900 Mitglieder.

Panorama von Kiel, um 1902

1895 erfolgte die Eröffnung des Kaiser-Wilhelm-Kanals (heute Nord-Ostsee-Kanal), der bald die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt wurde. In der Folge wurde Kiel endgültig zum Haupthafen der deutschen Kriegsflotte. Mitten im Ersten Weltkrieg wurde Kiel 1917 Sitz des Oberpräsidiums der preußischen Provinz Schleswig-Holstein und somit Provinzhauptstadt. Vorher befand sich das Oberpräsidium in Schleswig.

Mit dem Kieler Matrosenaufstand begann 1918 eine Revolution, die maßgeblich zum Ende des Ersten Weltkriegs beitrug. Am 3. November 1918 erhoben sich dort die Matrosen, gründeten nach einem spontanen Gefecht mit regierungstreuen Truppen am 4. November den ersten Arbeiter- und Soldatenrat Deutschlands und begannen somit die Novemberrevolution, die innerhalb weniger Tage ganz Deutschland erfasste und die Grundsteinlegung zur Weimarer Republik bildete.

Der Zivilflughafen Kiel-Holtenau wurde 1928 in Betrieb genommen.

Kiel im Nationalsozialismus[Bearbeiten]

In Kiel kam es (wie in der übrigen preußischen Provinz Schleswig-Holstein) gegen Ende der Weimarer Republik zu einem starken Ansteigen republikfeindlicher Kräfte und hier vor allem der Nationalsozialisten. Kiel war Hauptort des NS-Gaus Schleswig-Holstein. Besonders nach der Machtergreifung Ende Januar 1933 kam es dabei zu Übergriffen der Nationalsozialisten. Am meisten davon betroffen waren deutsche Bürger jüdischen Glaubens oder einfach nur jüdischer Herkunft. Daneben wurden vor allem kommunistische und sozialdemokratische Arbeiterführer verfolgt, sowie Personen, die als Demokraten die Existenz der Weimarer Republik öffentlich befürwortet hatten. Nachdem am 11. März 1933 unrechtmäßig das Kieler Rathaus von Nationalsozialisten besetzt worden war, wurde in der folgenden Nacht der bekannte republiktreue Rechtsanwalt Wilhelm Spiegel von mehreren Nationalsozialisten (Männern in SA- und SS-Uniform) in seinem Haus ermordet. Die anschließenden Ermittlungen dienten als Vorwand, um den mächtigen Kieler SPD-Ortsverein rasch zu zerschlagen und viele Sozialdemokraten und Kommunisten ins KZ zu schaffen. Bei der antijüdischen Boykottaktion am 1. April wurde der Rechtsanwalt Friedrich Schumm am 1. April 1933 in einer Zelle des Polizeigefängnisses in der Gartenstraße in Kiel von einer Meute aus SA- und SS-Leuten ermordet. Schumm war am Vormittag des Tages während des Nazi-Boykotts gegen Geschäfte von Juden vor dem Möbelgeschäft seines Vaters in der Kehdenstraße von dort stationierten SS-Leuten überfallen worden und hatte sich dagegen mit einer Pistole zur Wehr gesetzt. Dabei war ein SS-Mann namens Asthalter verletzt worden; er wurde ins Krankenhaus gebracht. Nach dem Zwischenfall hatte Schumm sich selbst der Polizei gestellt und war gleich inhaftiert worden. Zur gleichen Zeit hatte ein SS-Kommando das Möbelgeschäfts seines Vaters Georg Schumm restlos verwüstet. Danach begaben sich der SS-Trupp, weitere SA-Einheiten und Personen in Zivil zum Polizeigefängnis und erzwangen dort mit Hilfe des NSDAP-Kreisleiters Behrens und unter Beteiligung des Oberpräsidenten der Provinz Schleswig-Holstein und gleichzeitigen NSDAP-Gauleiters Hinrich Lohse den Eintritt ins Gefängnis. Dort öffneten SS-Leute die Zelle des wehrlosen Friedrich Schumm und erschossen ihn.[7]

Die Universität Kiel, unter deren Studierenden die NSDAP schon länger besonders populär war, wurde nach der Machtübernahme 1933 rasch „gleichgeschaltet“ und entwickelte mit der „Kieler Schule“ eine strikt regimetreue und antisemitische Rechtslehre, während zugleich eine Reihe von bedeutenden jüdischen oder liberalen Kieler Professoren ihre Stellen verloren. Im philosophischen Seminar wurden so die liberalen Dozenten Julius Stenzel und Richard Kroner rasch durch die aktiven Nationalsozialisten Kurt Hildebrandt und Ferdinand Weinhandl ersetzt. Weinhandl war im Mai 1933 Hauptredner bei der Kundgebung zur Bücherverbrennung auf dem Kieler Wilhelmplatz.[8]

Als Kiel 1936 zum Austragungsort der olympischen Segelwettbewerbe wurde, bemühten sich die Behörden und das NS-Regime, ihre antisemitischen Maßnahmen wie auch im übrigen Reich im Verborgenen zu halten, um die Weltöffentlichkeit nicht negativ gegen Deutschland zu stimmen. Danach gingen die antijüdischen Maßnahmen weiter. Jüdischen Unternehmern wurden auf diverse Weise ihre Geschäfte geraubt, ein Vorgang, den die Nazis Arisierung nannten. Juden wurden in jeder Weise im öffentlichen Leben benachteiligt. Bei der Reichspogromnacht am 9. November 1938 zerstörte Nazieinheiten aus SA und SS die große Kieler Synagoge am Schrevenpark. Später wurde auch das jüdische Privateigentum geraubt. Die Verfolgung der Juden gipfelte schließlich in ihrer Ermordung: viele der über 600 im Jahr 1933 in Kiel ansässigen Bürger jüdischen Glaubens wurden Opfer der Deportation von Juden aus Deutschland und später in den Vernichtungslagern ermordet. Nur wenigen gelang die Flucht ins Exil, nachdem sie von deutschen Behörden so ausgeraubt worden waren, dass sie im Exilland mittellos waren.

Im Juni 1944 wurde überwiegend zur Unterbringung sowjetischer und polnischer Zwangsarbeiter das Arbeitserziehungslager Nordmark errichtet, in dem bis Anfang 1945 über 600 Menschen umkamen. Zwischen 1939 und 1945 wurde die Stadt, wichtiger Stützpunkt der Kriegsmarine und Standort von drei Großwerften, durch alliierte Luftangriffe auf Kiel zu weit über 80 Prozent zerstört.

Kiel als Landeshauptstadt im demokratischen Land Schleswig-Holstein[Bearbeiten]

Landtag und Landesregierung Schleswig-Holsteins auf dem Westufer der Kieler Förde
Der Plenarsaal des Schleswig-Holsteinischen Landtages unmittelbar an der Kieler Förde, die durch die rechts liegenden Türverglasungen zu erkennen ist

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs gehörte Kiel ab 1945 zur Britischen Besatzungszone. Die britische Militärverwaltung richtete im Stadtgebiet ein DP-Camp zur Unterbringung sogenannter „Displaced Persons“ ein. Die Mehrzahl von ihnen waren ehemalige Zwangsarbeiter aus Polen und dem Baltikum.

Mit der Verordnung Nr. 46 der Britischen Militärregierung wurde im August 1946 die Provinz Schleswig-Holstein aus dem Land Preußen herausgelöst und das neue Land Schleswig-Holstein gegründet; der Freistaat Preußen selbst wurde im Februar 1947 durch das Kontrollratsgesetz Nr. 46 aufgelöst. Kiel war Hauptstadt Schleswig-Holsteins, das 1949 zum Bundesland der neu gegründeten Bundesrepublik Deutschland wurde.

Bereits ab Ende 1944 kamen aus den ostdeutschen Gebieten des Baltikums, Ost- und Westpreußen, Pommern und Mecklenburg viele Kriegsflüchtlinge nach Schleswig-Holstein. Noch lange nach Kriegsende mussten in der stark zerstörten Stadt Vertriebene aus den ehemals deutschen Ostgebieten untergebracht werden. In den Nachkriegsjahren wurde Kiel unter „modernen“ Gesichtspunkten wieder aufgebaut und entwickelte sich bald wieder zum wirtschaftlichen, politischen und geistigen Zentrum Schleswig-Holsteins.

Nach der Olympiade 1936 war Kiel zum zweiten Mal bei den Olympischen Sommerspielen 1972 Austragungsort der Segelwettbewerbe, diesmal im neuen Olympiazentrum Schilksee. 1975 wurde der Kieler Umschlag als modernes Volksfest wiederbelebt. 1985 wurde der Betrieb der Kieler Straßenbahn eingestellt; eine Entscheidung, die heute vielfach bedauert wird. 1992 beging die Stadt ihre 750-Jahr-Feier und 1994 wurde die 100. Kieler Woche veranstaltet. Während und kurz nach beiden Weltkriegen fand von 1915 bis 1919 sowie von 1940 bis 1946 keine Kieler Woche statt.

Am 23. September 2008 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

1850 umfasste das Stadtgebiet von Kiel inklusive Hammer eine Fläche von insgesamt 1277 Hektar.

Ab 1869 wurden folgende Gemeinden und Gemarkungen in die Stadt Kiel eingegliedert.[9]

Jahr Orte Zuwachs in ha Einwohner (2008)
1869 Brunswik 277 6.036
1893 Wik 560 17.715
1901 Gaarden-Ost 311 16.287
1909 Projensdorf 229 siehe Wik
1910 Gaarden-Süd 618 10.356
1910 Hassee 369 11.897
1910 Ellerbek 89 5.780
1910 Wellingdorf 420 7.877
1910 Hasseldieksdamm 293 2.843
1922 Holtenau 512 5.239
1922 Pries 336 7.278
1922 Friedrichsort 132 2.373
1923 Kronsburg 69 siehe Gaarden-Süd
1924 Neumühlen-Dietrichsdorf 401 11.729
1939 Elmschenhagen/Kroog 655 17.209
1958 Suchsdorf 760 9.098
1959 Schilksee 608 5.158
1963 Mettenhof 158 18.865
1970 Russee 398 7.342
1970 Meimersdorf 766 2.252
1970 Moorsee 557 1.622
1970 Wellsee 501 5.059
1970 Rönne 479 422

Dabei wurden mit Holtenau, Pries-Friedrichsort und Schilksee Gemeinden des Landesteils Schleswig in die ansonsten holsteinische Stadt Kiel eingemeindet.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

1885 hatte Kiel mehr als 50.000 Einwohner. 1900 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Bis 1910 verdoppelte sich diese Zahl auf 211.000. Im Dezember 1942 erreichte die Bevölkerungszahl der Stadt wegen der Hochrüstung im Zweiten Weltkrieg (Kriegshafen, Werften) mit 306.000 ihren historischen Höchststand. Am 31. Dezember 2012 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Kiel nach Fortschreibung des Statistischen Amtes für Hamburg und Schleswig-Holstein 239.866 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern).

Religionen[Bearbeiten]

Christentum[Bearbeiten]

Die St.-Nikolaikirche am Alten Markt ist das älteste erhaltene Gebäude der Stadt.

Heute sind von der Bevölkerung Kiels etwa 48 % evangelisch und 7 % katholisch. Insgesamt gibt es 23 evangelische Gemeinden und 4 katholische Pfarreien.

Die Bevölkerung der Stadt Kiel gehörte anfangs zum Erzbistum Bremen und dessen Suffraganbistum Schleswig. Ab 1526 wurde durch den Landesherrn die Reformation eingeführt. 1534 mussten die Katholiken auf die einzige Pfarrkirche der Stadt (daneben gab es noch eine weitere Kirche) verzichten. Bereits vier Jahre zuvor war das Franziskanerkloster in Kiel geschlossen worden. Danach war Kiel über eine lange Zeit eine überwiegend protestantische Stadt, die zur Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schleswig-Holsteins gehörte. Heute gehören die lutherischen Kirchengemeinden der Stadt – sofern sie nicht Mitglied der Selbständigen Evangelisch-lutherischen Kirche oder der Dänischen Kirche in Südschleswig (in Kiel-Holtenau) sind – zum Kirchenkreis Altholstein innerhalb des Sprengels Schleswig und Holstein innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Kirche Norddeutschlands.

Im Jahre 1891 wurde die erste katholische Pfarrkirche seit der Reformation erbaut. Die Gemeindeglieder Kiels gehörten zum damals bestehenden „Apostolischen Vikariat der Nordischen Missionen“. Die katholischen Gemeinden in Kiel und Umgebung gehören zum Dekanat Kiel des Erzbistum Hamburg.

Von den evangelischen Freikirchen sind in Kiel die Baptisten (seit 1872), die Evangelisch-methodistische Kirche, die Freie evangelische Gemeinde, die Siebenten-Tags-Adventisten und mehrere Pfingstgemeinden vertreten.

Sonstige in Kiel vertretene christliche Gemeinden und Kirchengemeinschaften sind die Apostolische Gemeinschaft, Zeugen Jehovas, die Neuapostolische Kirche, die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) und die von der Anthroposophie inspirierte Christengemeinschaft.

Judentum[Bearbeiten]

Die Existenz einer jüdischen Gemeinde in Mittelalter und früher Neuzeit ist nicht belegt. Die Geschichte der Juden in Kiel beginnt daher vermutlich erst relativ spät, Ende des 17. Jahrhunderts. Es ist der Politik König Christians VII. zu verdanken, dass sich der Kieler Magistrat mit seiner zunächst judenfeindlichen Haltung nicht durchsetzte und Juden sich in Kiel ansiedeln konnten. 1782 wurde das ehemalige Kaffeehaus der Universität in der Kehdenstraße 12 in das erste jüdische Bethaus der Stadt umgewandelt (das Gebäude existiert nicht mehr), bis die Gemeinde 1869 in die größere, dreistöckige Synagoge in der Haßstraße umzog (ein Teil des Erdgeschosses ist als Ruine bis heute erhalten). Diese Synagoge wurde bald zu klein, so dass die Gemeinde 1910 in einen großen Neubau beim Schrevenpark, an der Ecke Humboldtstraße/Goethestraße, umzog.

1933 hatte die Gemeinde etwa 600 Mitglieder. Diese letzte Synagoge wurde in der Pogromnacht vom 9./10. November 1938 zerstört. Wegen des Nationalsozialismus verließ der größte Teil der Kieler Juden die Stadt und ging ins Exil oder wurde in Vernichtungslager deportiert und ermordet. Aufgrund der geringen Anzahl der Juden nach Ende der NS-Herrschaft wurde die Verwaltung der jüdischen Belange für Schleswig-Holstein 1968 an die Jüdische Gemeinde in Hamburg übertragen.

Mit dem Zusammenbruch des Ostblocks und der darauffolgenden Einwanderung osteuropäischer Juden nach Deutschland änderte sich Situation der jüdischen Gemeinden deutschlandweit grundlegend. 1995 wurde in Kiel das „Jüdische Bildungs-, Kultur- und Sozialwerk“ gegründet und 1997 lud der von Hamburg neu berufene Kantor Daniel Katz die etwa 250 Juden in Kiel zum ersten jüdischen Gottesdienst nach der Zerstörung des letzten Betsaals der Jüdischen Gemeinde (bis 1941 im Feuergang, heute Europaplatz).

Die gegenwärtig etwa 550 Juden in der Stadt sowie die regelmäßig stattfindenden Gottesdienste führten Anfang 2004 zur Neugründung einer eigenständigen „Jüdischen Gemeinde Kiel“, welche dem „Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Schleswig-Holstein K.d.ö.R.“ angehört. Im Oktober 2004 gründeten Mitglieder des bisherigen Hamburger Gemeindezentrums in Kiel eine zweite Gemeinde und – zusammen mit dem ehemaligen Hamburger Gemeindezentrum Flensburg und der Jüdischen Gemeinde Lübeck – einen zweiten, separaten Dachverband (Jüdische Gemeinschaft Schleswig-Holstein). Beide Kieler Gemeinden sind seit 2005 Mitglieder im Zentralrat der Juden in Deutschland. Das Gemeindezentrum und der Sitz der „Jüdischen Gemeinschaft“ befinden sich in der Wikingerstraße, die Synagoge der Jüdischen Gemeinde Kiel ist in der Jahnstraße am Schrevenpark. Der alte jüdische Friedhof befindet sich in der Michelsenstraße, zwei neue jüdische Friedhöfe wurden auf städtischem Gelände am Eichhof eingerichtet.

Islam[Bearbeiten]

Die Zahl der muslimischen Gemeinden ist seit Gründung der ersten Gemeinde 1978 auf zehn angestiegen. Im Sommer 2004 wurde mit der Habib-Moschee (Moschee des Freundes) in der Flintbeker Straße die erste Moschee, die nach außen als Sakralbau zu erkennen ist, fertiggestellt. Der Großteil der Moscheen befindet sich in Gaarden, wo der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund mit 43,6 %[10] (insbesondere aus der Türkei und arabisch geprägten Staaten) überdurchschnittlich hoch ist. Weitere Moscheen gibt es in Friedrichsort, Dietrichsdorf und im Innenstadtbereich.

Politik[Bearbeiten]

Kommunalpolitik[Bearbeiten]

Ratsversammlung[Bearbeiten]

Wahl zur Ratsversammlung 2013
Wahlbeteiligung: 37,2 %
 %
40
30
20
10
0
35,7
29,7
17,6
3,9
3,4
3,4
3,0
2,2
1,1
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
+4,4
+1,1
+1,0
-4,2
-7,7
+1,7
+3,0
+2,2
-3,4
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
h WIR in Kiel
i Entfällt 2013 ausschließlich auf die Wahlalternative Kieler Bürger (WaKB)
Sitzverteilung in der Ratsversammlung
         
Von 53 Sitzen entfallen auf:

Die Ratsversammlung ist die kommunale Volksvertretung der Stadt Kiel. Über die Zusammensetzung entscheiden die Bürger alle fünf Jahre. Die letzte Wahl fand am 26. Mai 2013 statt.

Stadtoberhaupt[Bearbeiten]

An der Spitze der Stadt Kiel stand ursprünglich ein Vogt, der vom Landesherrn eingesetzt wurde. Neben dem Vogt gab es schon sehr früh einen Rat, der nach 1315 immer mehr die tatsächliche Macht in der Stadt ausübte. Der Gemeinderat in Kiel wird heute als Ratsversammlung bezeichnet. Vorsitzender des Rates war der Bürgermeister. Später gab es mehrere Bürgermeister. Nach dem Übergang an Preußen wurde in ganz Schleswig-Holstein 1867 die preußische Städteordnung eingeführt. An der Spitze der Stadt stand ein Oberbürgermeister.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Schleswig-Holstein Teil der Britischen Besatzungszone. Die Militärregierung führte 1946 eine zweigleisige Verwaltungsspitze ein. Danach gab es zunächst einen Oberbürgermeister als Vorsitzenden des Rates und daneben einen Oberstadtdirektor als Leiter der Verwaltung. Die schleswig-holsteinische Gemeindeordnung von 1950 übertrug dem Leiter der Verwaltung jedoch wieder den traditionellen Titel Bürgermeister oder Oberbürgermeister und führte für den Vorsitzenden des Rates bei größeren Städten – so in Kiel – die neue Bezeichnung Stadtpräsident ein.

Erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1997 der Oberbürgermeister (Norbert Gansel, SPD) direkt gewählt; 2003 folgte ihm Angelika Volquartz (CDU) als Kiels erste Oberbürgermeisterin. Torsten Albig (SPD) wurde 2009 für eine Amtszeit von sechs Jahren direkt gewählt, schied aber 2012 nach seiner Wahl in den schleswig-holsteinischen Landtag aus. Bis zur Neuwahl eines Oberbürgermeisters nahm Bürgermeister Peter Todeskino von den Grünen stellvertretend die Aufgaben des Oberbürgermeisters wahr, und am 11. November 2012 wurde die SPD-Kandidatin Susanne Gaschke zur neuen Kieler Oberbürgermeisterin gewählt. Am 28. Oktober 2013 trat Susanne Gaschke wegen des so genannten Kieler Steuer-Deals mit sofortiger Wirkung zurück und Todeskino übernahm bis zur fälligen Neuwahl wieder die Amtsgeschäfte. Bei der Neuwahl des Oberbürgermeisters am 23. März 2014 gewann Ulf Kämpfer mit 63,1 % das Amt des Stadtoberhauptes.[11]

Kieler Innenförde, Blickrichtung Nordosten; links Westufer mit Stadtkern, rechts Ostufer mit HDW (Werft); Luftaufnahme 2003

Bild-Ecke rechts unten: Hauptbahnhof mit Bahnhofsvorplatz, links gegenüber der ZOB mit aufgesatteltem Parkdeck. Auf der linken Bildhälfte das grüne Kupferdach der Nikolaikirche – Zentrum des Stadtkernes am Alten Markt.

Stadtoberhäupter 1867–1946

Vorsitzende des Rates seit 1946

Leiter der Verwaltung seit 1946

Vertretung Kiels im Landtag von Schleswig-Holstein[Bearbeiten]

Die Stadt Kiel ist landespolitisch in drei Wahlkreise aufgeteilt. Es gibt den Landtagswahlkreis Kiel-Nord (13), den Landtagswahlkreis Kiel-West (14) und den Landtagswahlkreis Kiel-Ost (15). Bei der Landtagswahl 2012 wurden für den Wahlkreis 13 Rolf Fischer (SPD), für den Wahlkreis 14 Jürgen Weber (SPD) und für den Wahlkreis 15 Bernd Heinemann (SPD) in den Schleswig-Holsteinischen Landtag gewählt.[12] Über die Landesliste ihrer Partei zogen Torsten Albig (SPD), Heinrich Garg (FDP) und Ekkehard Klug (FDP) in den Landtag ein.[13]

Vertretung Kiels im Bundestag[Bearbeiten]

Der Bundestagswahlkreis Kiel (5) umfasst auch Kronshagen und Altenholz im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Die Bürgerinnen und Bürger dieses Wahlkreises wählten bei der Bundestagswahl 2013 mit 43,0 % der Erststimmen Hans-Peter Bartels (SPD) erneut direkt in den Bundestag. Über die Landesliste ihrer Parteien zogen der Kieler Thomas Stritzl (CDU) und Luise Amtsberg (Bündnis 90/Die Grünen) in den Deutschen Bundestag ein.[14]

Wappen und Flagge[Bearbeiten]

Wappen von Kiel
Hauptartikel: Kieler Wappen

Blasonierung: In Rot das silberne holsteinische Nesselblatt, belegt mit einem gemauerten schwarzen Boot.[15] Das silberne Nesselblatt auf rotem Grund ist das Wappen der Schauenburger. Das gemauerte Boot symbolisiert die Stadtrechte (durch die Stadtmauer) sowie die Lage als Hafenstadt.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Die Städtepartnerschaften von Kiel:[16][17]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Hörn (rechts) bildet den südlichen Abschluss der Kieler Innenförde; links der Hauptbahnhof Kiel mit dem östlichen Seitenzugang, von dort ist für Fußgänger über die nach rechts führende Hörnbrücke der Norwegenkai, das Hochhauscenter am Germaniahafen und der sich dahinter auf dem Ostufer erstreckende Stadtteil Gaarden unmittelbar erreichbar. Panorama-Aufnahme 2006, vom CAP aus über 180° ostseitig von Norden bis Süden fotografiert
Ein ähnliches Panorama, aufgenommen im Januar 2012. Es zeigt u. a. die inzwischen fertiggestellten Gebäude des Atlantic Hotels (gegenüber dem Bahnhof) sowie des neuen Stena Line-Terminals (mittig halb hinter dem Schiff der Stena Line).

Zahlen[Bearbeiten]

Kiel ist ein Dienstleistungsstandort. In diesem Sektor sind 78,5 % aller Bediensteten in Kiel beschäftigt, 21,4 % sind im produzierenden Gewerbe (sekundärer Sektor) beschäftigt und 0,2 % in der Landwirtschaft (primärer Sektor). Kiel ist ein Standort wichtiger Werften. Ansonsten befinden sich in Kiel Maschinenfabriken und weitere Industrie, wie EDV-/Büromaschinenfertigung. Eine wirtschaftlich bedeutende Rolle spielt der Hafen, insbesondere die Fähr- und Kreuzschifffahrt.

Die Arbeitslosenquote in der Stadt Kiel lag im März 2013 bei 10,1 %.[18] Im Jahr 2006 lag das Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner mit rund 36.500 Euro über dem Schnitt Deutschlands.[19] In jüngster Zeit hat sich die wirtschaftliche Situation der Stadt entspannt, überdies war auch ein Bevölkerungszuwachs zu verzeichnen, so dass Kiel nun wieder über 240.000 Einwohner zählt.

2005 EUROSTAT[20] BIP pro Einwohner
Wappen Kiel.svg Kiel 35,618 / ~$ 49,866
Flag of Schleswig-Holstein.svg Schleswig-Holstein 24,250 € / ~$ 33,950
Flag of Germany.svg Deutschland 27,219 € / ~$ 38,107
Flag of Europe.svg Europäische Union 22,400 € / ~$ 31,360

Ansässige Unternehmen und Institutionen[Bearbeiten]

HDW-Gelände, heute TKMS.
U-Boot im HDW-Dock.

Kiel ist mit der Förde Sparkasse, Kieler Volksbank eG, der HSH Nordbank, der Evangelischen Darlehnsgenossenschaft und der Provinzial NordWest Versicherungsgruppe Banken- und Versicherungsstandort.

Die noch immer bekannten Betriebe MaK (Maschinenbau) und Hagenuk (Telekommunikation) existieren nicht mehr.

Medien[Bearbeiten]

Das Landesfunkhaus des NDR in der Eggerstedtstraße

In Kiel befinden sich das Landesfunkhaus Schleswig-Holstein des Norddeutschen Rundfunks mit der Produktion des Schleswig-Holstein Magazins und des Hörfunkprogramms NDR 1 Welle Nord und das Landesstudio und Auslandstudio Nordeuropa des ZDF. Drei private Radiosender senden aus Kiel: R.SH (Radio Schleswig-Holstein, der erste landesweit sendende Privatsender in Deutschland), NORA (Nord-Ostsee-Radio) und Delta Radio, die alle aus dem Funkhaus Wittland senden. Der Offene Kanal Kiel mit dem Fernsehsender „Kiel TV“ und der Radiosender 101.2 KielFM sind im Hause des Offenen Kanals Schleswig-Holstein. In Kiel-Nord strahlt die britische Armee den Armeesender BFBS aus. RTL und Sat.1 haben je ein Regionalstudio in Kiel.

Als Tageszeitung erscheinen die Kieler Nachrichten, die von der Kieler Zeitung Verlags- und Druckerei KG GmbH & Co herausgegeben werden, die wiederum eng mit der SPD-nahen[21] Verlagsgesellschaft Madsack verbunden ist. In Kiel gibt es ein recht großes Angebot an monatlich erscheinenden, kostenlosen Stadtmagazinen, die alle eine Mischung aus den Themen Musik, Kultur, Kino, Veranstaltungen, Terminen, lokalen Werbeanzeigen, Kleinanzeigen, Sport und Partyleben zum Inhalt haben: diva, KIELSIDE, Kiel Magazin, KIELerLEBEN, Station, Tango und Ultimo.

Über Kiel berichten 2 regelmäßige Podcasts: Der Nordcast und der KielPod. Größtes Online-Magazin über Kiel ist der Fördeflüsterer. Daneben gibt es den redaktionellen Online-Gastronomieführer kielometer.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Landeshaus Kiel von der Reventloubrücke aus gesehen
Die Gorch Fock in ihrem Heimathafen Kiel während der Kieler Woche 2004

Kiel ist Sitz folgender Einrichtungen und Institutionen, GmbHs und Körperschaften des öffentlichen Rechts in vorwiegender Zuordnung/Zuständigkeit:

Stadt

Land
Bund

Gerichte[Bearbeiten]

Kiel ist Sitz mehrerer Gerichte. Das Amtsgericht Kiel und das Landgericht Kiel sind Gerichte Ordentlicher Gerichtsbarkeit. Das Arbeitsgericht Kiel und das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein sind Gerichte deutscher Arbeitsgerichtsbarkeit. Zuständig für die Finanzgerichtsbarkeit ist das Schleswig-Holsteinische Finanzgericht. Das Gericht der Sozialgerichtsbarkeit ist das Sozialgericht Kiel.

Bildung und Forschung[Bearbeiten]

Die 1665 von Herzog Christian Albrecht gegründete Christian-Albrechts-Universität ist mit fast 25.000 Studenten die einzige Volluniversität des Landes Schleswig-Holstein. Unabhängig, jedoch teilweise mit der Universität Kiel verbunden, sind weitere Forschungseinrichtungen wie die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW), das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW), das Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung (GEOMAR) und die Forschungsanstalt der Bundeswehr für Wasserschall und Geophysik. Daneben gibt es mit der Fachhochschule Kiel (gegründet 1969) und der Muthesius Kunsthochschule Kiel (gegründet 1907) weitere tertiäre Bildungseinrichtungen in der Stadt. Die Projekte Murmann School of Global Management and Economics und Multimedia Campus Kiel waren letztendlich nicht erfolgreich. Die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein bietet neben Weiterbildungen ein duales Studium an der Berufsakademie zu Betriebswirten, Wirtschaftsingenieuren und Wirtschaftsinformatikern an.

Erwähnenswert als Ressortforschungseinrichtung ist die Bundesanstalt für Milchforschung, die jedoch 2004 mit anderen Einrichtungen zum Max Rubner-Institut zusammengeschlossen wurde. Die Landeshauptstadt Kiel ist "Korporativ Förderndes Mitglied" der Max-Planck-Gesellschaft.[22]

In Kiel gibt es elf Gymnasien, wovon die bereits 1320 gegründete Kieler Gelehrtenschule als humanistisches Gymnasium die älteste Schule der Stadt ist. Weitere Gymnasien sind unter anderem das Gymnasium Elmschenhagen und die Max-Planck-Schule mit dem Schwerpunkt Naturwissenschaften und die Ricarda-Huch-Schule mit dem Schwerpunkt Sprachen. Zudem gibt es zahlreiche, über das Stadtgebiet verteilte Gemeinschaftsschulen – teilweise mit gymnasialer Oberstufe – sowie Schulen in privater Trägerschaft.

Verkehr[Bearbeiten]

Schiff[Bearbeiten]

Der Schwedenkai und der Sartorikai fußläufig zum Kieler Stadtzentrum; der Norwegenkai auf der unteren Bildhälfte; Blickrichtung Westen; Aufnahme 2005
Die Queen Elizabeth machte 2012 erstmals am Ostseekai fest.
Die natürlichen Gegebenheiten der Kieler Förde als Tiefwasserhafen gestatten auch sehr großen Kreuzfahrtschiffen und (Auto)-Fähren die Zufahrt bis an den südlichen Abschluss der Förde unweit des Kieler Hauptbahnhofes.

Mit 1,6 Millionen Passagieren[23] war der Kieler Hafen nach dem Puttgardener und Rostocker Hafen bereits 2007 der drittgrößte Passagierhafen Deutschlands. Seitdem ist das Passagieraufkommen weiter gestiegen; es wird insbesondere aus den Fährlinien nach Göteborg und Oslo, aber auch aus dem Kreuzfahrtgeschäft generiert. 2013 wurden im Passagierverkehr von und nach Kiel insgesamt 1,94 Mio. Reisende auf Fähr- und Kreuzfahrtschiffen gezählt. Bei 128 Anläufen von 22 verschiedenen Kreuzfahrtschiffen wurden mehr als 363.000 Passagiere gezählt. Für 2014 sind bisher 126 Anläufe von 22 Kreuzfahrtschiffen vorgesehen.[24]

Der Güterumschlag, der zum großen Teil im Kieler Ostuferhafen stattfindet, spielt dagegen deutschlandweit eine eher untergeordnete Rolle, nahm aber in den letzten Jahren ebenfalls einen Aufschwung: Im Jahr 2010 wurden in den Kieler Häfen 5,8 Millionen t Güter umgeschlagen, 2011 lag der Wert mit 6,29 Mio. t bereits um 8,5 % höher,[25] 2012 wurden mehr als 6,3 Mio. t Güter umgeschlagen, die Hälfte davon am Ostuferhafen.[26] Auch 2013 lag der Jahresumschlag bei 6,32 Mio. t, wobei 5,1 Mio. t dem Fährverkehr zuzuordnen ist.[27]

Kombinierte Passagier-/Frachtfähren verkehren nach

Eine Frachtfähre verkehrt nach

Ein Container-/Stückgutschiff verkehrt nach

  • RusslandRussland Kaliningrad (Transmarine Line: TBN, 1 × wöchentlich)

In Kiel-Holtenau befindet sich das östliche Ende des Nord-Ostsee-Kanals, der weltweit als Kiel Canal bekannt ist. Durch die Kieler Förde sind Ost- und Westteil der Stadt zum größten Teil (keilförmig) getrennt, die Fördeschiffe der Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel (SFK) als Teil des öffentlichen Personennahverkehrs ermöglichen das Überqueren der Förde.

Straße[Bearbeiten]

Von Kiel führen die beiden Bundesautobahnen 210 und 215 auf die A 7 HamburgFlensburg zum Autobahnkreuz Rendsburg und zum Autobahndreieck Bordesholm. Ferner führen die Bundesstraßen B 76 und B 202 durch das Stadtgebiet und bilden so eine wichtige und vielbefahrene Stadtautobahn. Ab dem Kreuz Kiel-Mitte ist die B 76 als autobahnähnliche Straße ausgebaut. Weiterhin beginnen/enden die Bundesstraßen B 404 (wird zur A 21 ausgebaut), B 502 und B 503 auf dem Kieler Stadtgebiet. Kiel war einer der beiden Endpunkte der B 4 (der andere ist Nürnberg), bis der Abschnitt Kiel–Quickborn wegen der parallel verlaufenden A 7 zur Landesstraße degradiert wurde.

Kiel ist Ausgangs- und Endpunkt einer im Mai 2004 eröffneten neuen touristischen Ferienstraße: Die Deutsche Fährstraße von Kiel bis Bremervörde verbindet rund 50 verschiedene Fähren, Brücken, Schleusen, Sperrwerke und maritime Museen; Wahrzeichen sind die Schwebefähren in Rendsburg und an der Oste.

Öffentlicher Nahverkehr[Bearbeiten]

Fähre Falckenstein auf der Förde

Den städtischen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen Stadtbusse der Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) und die Fähren der SFK, die die Kieler Förde vom Westufer (Strande) über die Innenstadt bis Laboe befahren. Den Regionalbusverkehr betreiben die Autokraft und die Verkehrsbetriebe Kreis Plön (VKP).

Stadtregionalbahn Kiel (SRB)[Bearbeiten]

Seit längerem besteht das Projekt des Baus einer StadtRegionalBahn Kiel (SRB). Doch obwohl eine Studie ausdrücklich den Bau empfohlen hat, kommt das Projekt wegen der ungeklärten Finanzierung bislang nur langsam voran. Die schwarz-grüne Koalition in Kiel hat sich in den Haushaltsberatungen im Gegensatz zur damals oppositionellen SPD ausdrücklich dazu bekannt, dass sie das Projekt für wünschenswert erachtet: Der im Januar 2008 veröffentlichte Entwurf des neuen Verkehrsentwicklungsplanes (VEP) der Stadt Kiel enthielt die SRB als Maßnahmenvorschlag.

Im Januar 2013 wurde durch das Onlineportal nahverkehrhamburg.de bekannt, dass die Landesbehörde LVS nun die Ausschreibung einer Entwurfsplanung vorbereiten soll. Dies vereinbarten die Städte Kiel und Neumünster, die von der Stadtbahn betroffenen Kreise und das Land bei einem gemeinsamen Spitzentreffen zur Stadtregionalbahn in Kiel. Bei dem Treffen einigten sich die Teilnehmer dazu auf ein Eckpunktepapier. Die Vorbereitungen für die Ausschreibung sollten bis Juni 2013 abgeschlossen sein, dann solle eine weitere Sitzung dazu stattfinden. Außerdem wurde in dem Eckpunktepapier eine Imagekampagne für die Stadtregionalbahn vereinbart. Damit sollen den Menschen die Vorzüge einer SRB noch näher gebracht werden, als es bisher der Fall war. Wie viel die Kampagne kosten soll und wann die dafür nötigen Gelder in der Kieler Ratsversammlung beantragt werden, stand zunächst noch nicht fest.

Insgesamt soll die Einrichtung der Bahn, die Kiel und die angrenzenden Landkreise zudem an das Hamburger S-Bahn-Netz anbinden könnte, nach bisheriger Schätzung rund 380 Millionen Euro kosten, wovon ggf. mindestens 60 % aus Fördertöpfen des Bundes bezahlt werden könnten. Dazu müssten die Projektbeteiligten pro Jahr insgesamt 14,6 Millionen Euro Betriebskosten zahlen. Das Land hat bereits die Übernahme von 6,1 Millionen Euro zugesagt, was einem Anteil von rund 40 % entsprechen würde. Nach Informationen der Kieler Nachrichten müsste die Stadt Kiel jährlich rund 4,7 Millionen Euro zahlen, Neumünster 300.000 Euro, auf den Kreis Plön kämen 1,2 Millionen Euro Betriebskosten zu und auf den Kreis Rendsburg-Eckernförde 1,6 Millionen Euro.[28]

Eisenbahn und Bahnhöfe[Bearbeiten]

Kieler Hauptbahnhof (Innenansicht als Panoramabild)
Kiel Hauptbahnhof; Ostausgang mit der Kaisertreppe
Die Hörnbrücke „in Aktion“; unmittelbar neben der Ostseite des Hauptbahnhofes gestattet diese Fußgängerbrücke über das südliche Hafenbecken (= Hörn = Spitze) den Zugang zum Ostufer der Kieler Förde mit dem Norwegenkai und dem Stadtteil Kiel-Gaarden

Seit 1844 ist Kiel an das Schienennetz angebunden. Der Kieler Hauptbahnhof ist der zweitgrößte Bahnhof Schleswig-Holsteins und einer der größten Kopfbahnhöfe Deutschlands. Die vier kleinen Bahnhöfe oder Haltepunkte Kiel-Schulen am Langsee, Kiel-Suchsdorf, Kiel-Hassee CITTI-PARK und Kiel-Elmschenhagen spielen nur für den Regionalverkehr eine Rolle. Durchgehend elektrifiziert ist seit 1995 die von Kiel Richtung Neumünster–Hamburg führende Strecke. Seitdem ist Kiel ein Endpunkt des ICE-Netzes der Deutschen Bahn. Es bestehen insgesamt sechs tägliche Verbindungen Richtung Köln, Frankfurt und Berlin, die zudem nach München oder in die Schweiz durchgebunden werden.

Im Regionalverkehr besteht ein stündlicher Taktverkehr nach Hamburg, von wo aus stündliche direkte Anschlüsse nach Berlin, München und Köln bestehen, sowie nach Lübeck, Flensburg und Husum. In der Region um Kiel wird auf diesen Regionalstrecken durch zusätzliche Fahrten nach Neumünster, Eckernförde und Lübeck das Angebot zu einem Halbstundentakt verdichtet. Alle Strecken werden von der DB betrieben. Von der Bahnstrecke Kiel–Flensburg zweigt in Suchsdorf ein Gleis für den Güterverkehr zum Kieler Hafen im Stadtteil Wik ab. Eine Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der Bahnstrecke nach Schönberg in Zusammenhang mit der Einführung einer Stadtbahn in Kiel wird seit 2009 diskutiert. Der reguläre Personenverkehr nach Schönberg soll 2014 wieder aufgenommen werden.

Luftverkehr[Bearbeiten]

Nördlich des Nord-Ostsee-Kanals befindet sich der Verkehrslandeplatz Kiel-Holtenau, dessen Erweiterung lange diskutiert und mittlerweile verworfen wurde. Seit November 2006 findet aufgrund mangelnder Auslastung bis auf weiteres kein Linienflugverkehr ab Kiel mehr statt. Weitere Flughäfen, die in etwas über einer Stunde erreicht werden können, sind der internationale Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel und der vor allem von Billigfliegern genutzte Flughafen Lübeck-Blankensee.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • In Kiel gab es von 1974 bis 1989 eine Seilbahn, die über den Alten Bootshafen hinweg die beiden Teile des ehemaligen Weipert-Kaufhauses miteinander verband. Die Seilbahn wurde automatisch führerlos betrieben und konnte kostenlos benutzt werden.
  • Die Postkutsche als wichtiges Reise- und Transportmittel wurde erst im Jahr 1957 endgültig von der Post außer Dienst gestellt. Bis dahin war Kiel neben Wuppertal die letzte deutsche Stadt, in der noch Pferdegespanne für die Postzustellung eingesetzt wurden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Stadtjubiläum 750 Jahre Kiel,
Ost-Ansicht des Stadtzentrums vom Hafen aus:
v.l.n.r.: Segelschulschiff Gorch Fock im Heimathafen Kiel, Rathaus mit Rathausturm, Schifffahrtsmuseum, dahinter Dach des Opernhauses, rechts davon die Nikolaikirche, Konzertsaal und Kieler Schloss;
Deutsche Bundespost 1992
„Kleiner Kiel“ – im Hintergrund das Opernhaus und der Rathausturm

Stadtbild[Bearbeiten]

Die Holstenstraße, Haupteinkaufsstraße und Fußgängerzone im Bereich Berliner Platz in der Innenstadt. Blick nach Norden Richtung 'Nikolaikirche' am 'Alten Markt'. Aufnahme 2009.
Segelschiffe im Hafen während der Kieler Woche

Kiel ist geprägt durch die Nähe zum Meer und verfügt über einige Strände (Falckenstein, Friedrichsort, Schilksee). Die erste städtische Siedlung entstand auf der Halbinsel zwischen Förde und Kleinem Kiel. Der nördliche Landzugang wurde durch die Burg gesichert. Die Stadt wurde sehr regelmäßig angelegt, mit einem Marktplatz im Zentrum, von dessen Ecken acht Straßen im rechten Winkel zueinander abgingen. Von diesen gingen einige kleine Nebenstraßen zum alten Mauerring und weiter zum Wasser ab. Hauptstraße der Stadt war die Nord-Süd-Achse Dänische Straße–Holstenstraße, die diagonal über den Marktplatz führte.

Über Jahrhunderte stand Kiel, eine der größeren Städte Holsteins, im Schatten anderer Ostseestädte (vor allem Flensburg und Lübeck), war aber lange Zeit ein (unbedeutendes) Mitglied der Hanse. Erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts begann die Stadt, sich über ihre Halbinsel hinaus nach Süden auszudehnen. Es entstand die Vorstadt in Verlängerung der Holstenstraße, welche sich schließlich bis zur St.-Jürgen-Kapelle (sie lag neben dem heutigen Hauptbahnhof) ausdehnte, deren Friedhof im 19. Jahrhundert der Hauptfriedhof der Stadt wurde. Auch in der Vorstadt entstanden einige bemerkenswerte Bürgerbauten, der größte Teil war ein Handwerker- und Kleinbürger-Quartier. Insgesamt galt die kleine Universitätsstadt als ein hübscher Ort und wurde von Dichtern wie Theodor Storm, der in Kiel studierte, wegen ihrer Schönheit gepriesen.

Als Kiel 1864 vom dänischen Gesamtstaat getrennt und wenig später preußischer Kriegshafen wurde, wandelte das Stadtbild sich grundlegend. Nur wenige Städte des Deutschen Reichs wuchsen so rasant wie Kiel. Die Stadt änderte ihren Charakter und dehnte sich nach allen Himmelsrichtungen aus. Villenviertel entstanden vor allem im Norden (Düsternbrook) und teilweise im Westen, während in der Nähe der Innenstadt zahlreiche Mietskasernen-Viertel gebaut wurden. Am Ostufer der Förde in Kiel-Gaarden, Kiel-Ellerbek und Wellingdorf entstanden die größten Werften Europas und weitere Arbeiterviertel. Auch die Altstadt und Vorstadt wurden zusehend mit überdimensionierten zeittypischen Bauten überformt, unter anderem entstanden neue Universitätsgebäude in der Nähe des Schlosses am Fördeufer. Auch die Verbindung zwischen Kleinem Kiel und Förde wurde immer mehr überbaut. Westlich der Vorstadt entstand mit dem zum Kleinen Kiel hin offenen Neuen Markt mit Rathaus und Stadttheater ein bedeutendes städtebauliches Ensemble.

Die verwinkelte Enge der Innenstadt rief bereits in den 1920er Jahren die Städteplaner auf den Plan. In der NS-Zeit wurden Pläne zu einer großzügigen Umgestaltung der Innenstadt konkretisiert. Auch der 1940 eingesetzte Stadtbaurat Herbert Jensen setzte sich für einen Umbau ein, der die Altstadt zum Zentrum einer „deutschen Stadt“ machen sollte.

Nach den schweren Bombenangriffen des Zweiten Weltkriegs lagen die östlichen Stadtteile und die gründerzeitlichen Vorstädte sehr weitgehend, Alt- und Vorstadt fast vollständig in Trümmern. Beim Wiederaufbau, den der im Amt verbliebene Jensen leitete, sollte die Stadt nun im Stil der Zeit moderner, offener und großzügiger gestaltet werden. Der schön gelegene Stadtkern sollte ebenso wie die Verbindung der Stadt mit dem Wasser wieder stärker in den Blickpunkt gesetzt werden. Auf die Rekonstruktion der im Krieg zerstörten historischen Bauten sollte – anders als in Städten wie Lübeck oder Münster – dagegen vollständig verzichtet werden; stattdessen wurden selbst Bauten wie das durch Feuer beschädigte Hauptgebäude der Universität abgerissen.

Während dieser Wiederaufbau Kiels in den ersten Nachkriegsjahrzehnten noch als vorbildlich gelobt wurde, sieht man das Ergebnis inzwischen deutlich kritischer. Zwar ist die Altstadt-Halbinsel als solche aus der Luft noch zu erkennen. Doch massive Eingriffe in das historische Straßennetz derselben (Aufhebung der meisten kleineren Nebenstraßen, Überbauung der Hassstraße am Markt, Verkehrsschneise Eggerstedtstraße längs durch die östliche Altstadt, Überbauung des alten Marktplatzes mit Geschäftsbauten, Ersatz der alten Gebäude) und die Errichtung zahlreicher überdimensionierter Kauf-, Park- und Bürohausbauten sowie generell die wenig einfallsreiche Architektur der 1950er, 1960er und 1970er Jahre lassen nur mehr wenig urbanes Flair oder Charme aufkommen.

Gewissermaßen hat Kiel heute daher zwar eine Innen-, aber keine Altstadt mehr. Heute gilt ausgerechnet die Dänische Straße mit den recht vielen erhaltenen Gründerzeitbauten als „Gute Stube“ der Altstadt. Die Vorstadt wurde sehr großzügig wiederaufgebaut. Die enge Bebauung der gründerzeitlichen Stadtteile wurde beim Wiederaufbau aufgelockert und durchgrünt. Vielfach wird das heutige Kieler Stadtbild als geradezu typisch für eine im Zweiten Weltkrieg zerstörte Großstadt gesehen und gilt daher allgemein als wenig ansprechend.

Seit der Jahrtausendwende wird der Stadtkern allerdings optisch permanent aufgewertet (Umbau des Hörngeländes am Hauptbahnhof; vollständige Sanierung des Hauptbahnhofes unter Berücksichtigung baulich-historischer Aspekte, die bei der Wiederherstellung nach den Kriegsschäden nicht beachtet wurden; Neugestaltung des Bootshafens etc.). Gleichzeitig soll durch einen Rückbau der Eggerstedtstraße und die Umgestaltung des Alten Marktes ein Teil des alten Stadtkerns rekonstruiert werden. Flankiert wird dies durch Ausgrabungen auf dem ehemaligen Parkplatz zwischen Schlossgarten und Universitätsklinik, auf dem sich einst das Hauptgebäude der Universität befand. Es wird vermutet, dass hier nach dem Zweiten Weltkrieg viel historische Bausubstanz vergraben wurde.

Einige Sehenswürdigkeiten (Bauwerke siehe unten)[Bearbeiten]

Kiellinie (Ufer zur Kieler Förde)
Der Alte Botanische Garten zur Winterzeit
Fichtestraße 28 im Marineviertel

Theater, Musik und Film[Bearbeiten]

Opernhaus mit dem Rathausturm

Das Theater Kiel mit Schauspielhaus, Opernhaus und Theater am Werftpark ist die größte Kultureinrichtung der Stadt. Daneben gibt es zahlreiche weitere Initiativen wie die Niederdeutsche Bühne Kiel, das Polnische Theater und studentisches Theater. Klassische Konzerte des Philharmonischen Orchesters Kiel, die zahlreichen Konzerte des alljährlichen Schleswig-Holstein Musik Festivals und die besonders während der Kieler Woche stattfindenden Konzerte internationaler Popstars in der Sparkassen-Arena (frühere Bezeichnung: Ostseehalle), in der Halle 400 oder im Kieler Schloss sorgen für ein abwechslungsreiches Angebot. Es gibt einen Kieler Knabenchor.

In Kiel gibt es mehrere Kinos, unter anderem ein CinemaxX-Multiplexkino am Hauptbahnhof, ein Kommunales Kino in der Pumpe, das „Traum-Kino“, das „STUDIO – Filmtheater am Dreiecksplatz“, das Metro-Kino und den Mediendom der Fachhochschule Kiel. Die Kinos „Neues Studio“ und „Die Brücke“ wurden aufgrund der Insolvenz der Betreibergesellschaft am 31. August 2009 vorübergehend geschlossen. Das „Neue Studio“ wurde am 23. Dezember 2009 unter dem Namen Studio Filmtheater wiedereröffnet, die Räume der "Brücke" blieben dagegen dauerhaft geschlossen.

Museen[Bearbeiten]

Stadtmuseum im Warleberger Hof
Schifffahrtsmuseum

Bauwerke[Bearbeiten]

Leuchtturm in Kiel-Holtenau
Wasserturm in Kiel-Ravensberg
Hörn-Campus am Ende der Förde
  • Das Rathaus (Hermann Billing 1907–1911), dessen Turm als Wahrzeichen der Stadt gilt (dem Campanile in Venedig nachempfunden); das Jugendstil-Dach des Hauptgebäudes wurde 1945 zerstört und später durch ein einfaches Walmdach ersetzt
  • Opernhaus Kiel, ehemaliges Stadttheater (Heinrich Seeling 1905–1907), neben dem Rathaus, ursprünglich wie dieses Jugendstil, vereinfacht wiederaufgebaut
  • St.-Nikolai-Kirche (evang.), gotisch, bis 1875 einzige Pfarrkirche der Stadt, 1876–1879 stark verändert, nach schweren Kriegszerstörungen ab 1949 vereinfacht wiederaufgebaut, historische Ausstattung zum großen Teil erhalten; von besonderer Bedeutung das bronzene Tauffass in der Pommernkapelle
  • Petruskirche 1905–1909 (ehemalige Marine-Garnisonskirche) in Kiel-Wik
  • Kieler Schloss der Schauenburger Grafen, später der Holstein-Gottorfer Herzöge (1721–1773): Westflügel erhalten, Hauptbau nach schweren Kriegszerstörungen 1959 gesprengt und durch modernen Neubau ersetzt, der kulturellen Zwecken dient
  • Warleberger Hof (Stadtmuseum), einziger noch erhaltener Adelshof aus dem Jahre 1616, überhaupt der einzige erhaltene Privatbau von vor 1864 in der Kieler Altstadt und das älteste Haus in Kiel
  • Lutherkirche (Kiel) (evang.), Nachfolgebau von 1958, der am 4. April 1945 zerstörten Lutherkirche am Schrevenpark
  • Pumpe, ehemaliges Maschinenhaus für die Stadtentwässerung (1929). Heute Kommunikations- und Kulturzentrum
  • Kreuzgang des ehemaligen Heiliggeistklosters, ältestes Bauwerk der Stadt (Ausstellungen)
  • Justizministerium (1892–1894) am Kleinen Kiel
  • Das Landeshaus, ehemalige Marineakademie und heute Sitz des Landtags, direkt an der Förde.
  • Der Hörn-Campus, bestechend durch extravagante Architektur mit einer in Wellenform geschwungenen und gleichzeitig geneigten Glasfront
  • Der Fernmeldeturm (nicht für die Öffentlichkeit zugänglich)
  • Luftschutzbunker in Kiel
  • Die Alte Metallgießerei der „Kieler Schiffswerft“ von Georg Howaldt, 1884 an der Schwentine-Mündung von Architekt Heinrich Moldenschardt erbaut, ist das älteste erhaltene Belegstück für die Werftindustrieentwicklung am Ostufer der Kieler Förde. Sie ist 2006 restauriert und im Mai 2007 als Museum eröffnet worden
  • Levensauer Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal
  • Humboldt-Schule zwischen Knooper Weg, Stadtwerken und Schrevenpark, 1876/77 vom damaligen Kieler Stadtbaumeister Friedrich Wilhelm Schweitzer erbaut
  • Universitätskirche, 1965 von Eiermannschüler Erhart Kettner und Hermann Weidling erbaut
  • Wasserturm Ravensberg
  • Kieler Hauptbahnhof
  • ehemaliges Arbeitsamt auf dem Wilhelmplatz, 1930 von Willy Hahn und Rudolf Schroeder, wegen der Architektur unter Einfluss des Bauhauses galt es als ein modernes Arbeitsamt seiner Zeit
  • Die Leuchttürme Holtenau und Friedrichsort befinden sich am Westufer an der Förde, der Leuchtturm Kiel steht vor der Küste in der zentralen Kieler Bucht

Verlorene Bauwerke[Bearbeiten]

  • Heiliggeistkirche, 14. Jahrhundert, Ende des 19. Jahrhunderts umgebaut, im Krieg, am 13. Dezember 1943 bis auf den Kreuzgang zerstört
  • Altes Rathaus, im Kern 15. Jahrhundert, auf dem Marktplatz, 13. Dezember 1943 bis auf Gewölbereste vernichtet
  • Persianische Häuser, Fachwerkhäuser aus dem 17. Jahrhundert vor der Nikolaikirche. Am 22. Mai 1944 zerstört
  • Schloss, Mittelbau und Ostflügel, Geburtsort des russischen Zaren Peter III., Ruine 1959 gesprengt
  • Telemannsches Haus, Haßstraße 1, außergewöhnlich reich verzierter Fachwerkbau des 16. Jahrhunderts, in der Nacht vom 7./8. Mai 1941 zerstört. Reste der geschnitzten Balken befinden sich im Landesmuseum in Schleswig
  • Thaulow-Museum, nach Kriegszerstörungen im Mai 1948 abgerissen
  • St.-Jürgenkapelle, südlich der Vorstadt, 13. Jahrhundert, 1902 abgerissen und durch die St.-Jürgenskirche von 1902 bis 1904 ersetzt. Die im Krieg schwer beschädigte St.-Jürgenskirche wurde im Sommer 1954 gesprengt und abgetragen, der zugehörige Friedhof eingeebnet. Die Glocke der St.-Jürgenskapelle von 1530 befindet sich im neuen Stadtkloster in der Harmsstraße
  • Alte Universität, Kattenstraße, Bau von Ernst Georg Sonnin, später Museum, 1944 zerstört
  • Neue Universität, Schlossgarten, Bau von Martin Gropius, Ruine nach dem Zweiten Weltkrieg abgetragen; nur Teile der Uniklinik sind erhalten.
  • Buchwaldscher Hof, größter Kieler Adelshof, Dänische Straße, nach Kriegszerstörung abgerissen
  • Marientempel (von 1808) im Düsternbrooker Gehölz, 1944 durch eine Sprengbombe teilweise zerstört und 1948 abgetragen
  • Geburtshaus des Dichters Detlev von Liliencron, Herzog-Friedrich-Straße, 1964 dem Bau des Kaufhauses Hertie geopfert; eine Gedenktafel im Übergang zur Shoppingmeile Sophienhof erinnert noch daran.
  • Zahlreiche bemerkenswerte Bürgerhäuser des 15.–19. Jahrhunderts wurden bereits während des rasanten Wachstums der Stadt in der Kaiserzeit durch zeittypische Neubauten ersetzt, fast alle übrigen wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört
  • U-Boot-Bunker Kilian (2001 vom Ostuferhafen überbaut)
  • Holsatiamühle an der Schwentinemündung 2008 abgerissen

Bedeutende Denkmäler und Plastiken[Bearbeiten]

Sport[Bearbeiten]

Handball[Bearbeiten]

Sparkassen-Arena ist die Heimspielstätte des THW Kiel
Der THW Kiel bei der Siegerehrung der EHF Champions League 2011/12

Kiel ist eine Hochburg des Profi-Handballs. Bekanntestes sportliches Aushängeschild der Stadt ist der deutsche Rekordmeister THW Kiel, der eine Reihe von nationalen und internationalen Meistertiteln vorweisen kann: Bis 2014 hatte man 19 deutsche Meistertitel, neun Pokalsiege und drei Siege in der EHF Champions League errungen. Die Heimspielstätte des THW Kiels ist seit Jahrzehnten die Sparkassen-Arena (ehemals Ostseehalle), eine der größten Veranstaltungshallen Deutschlands.

Fußball[Bearbeiten]

Der bekannteste und erfolgreichste Kieler Fußballverein ist Holstein Kiel. Der Traditionsverein, der 1912 als erster norddeutscher Verein die Deutsche Meisterschaft gewann, trägt seit 1911 seine Begegnungen im Holstein-Stadion aus. Die Spielstätte ist somit eine der ältesten und traditionsreichsten Spielstätten in Deutschland. Nach insgesamt 60 Jahren in der Erstklassigkeit, 14 Jahren in der Zweitklassigkeit, 28 Jahren in der Drittklassigkeit und acht Jahren in der Viertklassigkeit spielt der Verein, der im Volksmund die Störche genannt wird, momentan in der dritten Liga. Der größte Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte war der Einzug ins Viertelfinale um den DFB-Pokal 2011/12, in dem man vor heimischem Publikum am späteren Pokalsieger Borussia Dortmund scheiterte. Weitere Kieler Fußballvereine, die in der Vergangenheit höherklassig gespielt haben, sind der SC Comet Kiel, der FC Kilia Kiel, der VfB Kiel sowie der SV Friedrichsort.

Wassersport[Bearbeiten]

Kiel ist ein wichtiger Schauplatz für den Segelsport. In Kiel fanden 1936 und 1972 die Segelwettbewerbe der Olympischen Sommerspiele statt. Das Olympiazentrum Schilksee von 1972 in Kiel-Schilksee ist seither ein wichtiger Hafen für Segelwettbewerbe. Der alte Olympiahafen von 1936 liegt am Hindenburgufer. Die Kieler Woche ist die größte Segelsport-Veranstaltung der Welt, noch vor der Travemünder Woche, der Hanse Sail und den Segelwettbewerben der Olympischen Spiele. An ihr nehmen jährlich viele Segler mit Tausenden von Booten (fast) aller Klassen aus allen Kontinenten in Kiel-Schilksee teil. Während der restlichen Saison findet darüber hinaus eine Vielzahl weiterer Regatten statt. Träger dieser Aktivitäten sind vor allem mehrere Segelklubs, die ihren Sitz rund um die Kieler Förde haben mit dem Kieler Yacht-Club (KYC, ehemals: „Kaiserlicher Yacht Club“) als dem größten und sportlich aktivsten Verein. Im Jahre 2002 war Kiel der Zielhafen des Volvo Ocean Race. Weitere Regattaveranstaltungen sind zum Beispiel das Inshore Race Weekend des Akademischen Seglervereins.

Neben dem Segeln dominiert in Kiel der Rudersport. Der Erste Kieler Ruder-Club von 1862 e. V. stellt den ältesten Ruderverein im Kieler Raum und den drittältesten Ruderverein der Bundesrepublik dar. Seine rund 280 Mitglieder behaupteten viele Weltmeisterschaften und Deutsche Meisterschaften für sich, insgesamt gewannen die Mitglieder des Clubs im Laufe der 150-jährigen Geschichte etwa 2000 Regattasiege. Neben dem Ersten Kieler Ruder-Club gibt es in Kiel die Rudergesellschaft Germania Kiel, die Ruderriege der ATV Ditmarsia, den Akademischen Ruderverein, die Rudervereinigung der CAU und außerdem viele Schülerruderriegen.

American Football[Bearbeiten]

Die Kiel Baltic Hurricanes sind der erfolgreichste American-Football-Verein in Schleswig-Holstein und spielen in der German Football League, 2010 wurden sie Deutscher Meister, nachdem sie in den Jahren 2008 und 2009 bereits die Vizemeisterschaft erringen konnten.

Softball[Bearbeiten]

Die Damenmannschaft der Kiel Seahawks spielten 2008[30] und wieder seit 2012 in der Softball-Bundesliga[31].

Volleyball / Beachvolleyball[Bearbeiten]

In Kiel wird höherklassig Volleyball gespielt durch die Zweitligamänner der KMTV Eagles und durch die Zweitligafrauen des Kieler TV. Kiel ist darüber hinaus Bundesstützpunkt im Beachvolleyball.

Weitere Sportarten[Bearbeiten]

Tischtennis

Der Verein Kieler TTK Grün-Weiß gehörte lange Zeit zur deutschen Spitze im Tischtennis und ist der älteste in Deutschland.

Kegeln

Die SG ETV/Phönix Kiel wurde 2009, 2011 und 2012 Deutscher Meister im Sportkegeln.

Poolbillard

Die Kieler Billard Union wurde 1997 und 1998 Deutscher Poolbillardmeister.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten]

Kieler Sprotten; zum Größenvergleich eine 2-€-Cent-Münze

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Siehe: Liste von Söhnen und Töchtern der Stadt Kiel

Siehe auch: Personen aus Kiel (Kategorie), Bekannte Gelehrte an der Kieler Universität und Liste der Ehrenbürger von Kiel

Literatur[Bearbeiten]

Lexika

  • Doris Tillmann, Johannes Rosenplänter (Hrsg.): Kiel Lexikon, Wachholtz, Neumünster 2010, ISBN 978-3-529-02556-3.
  • Hans-G. Hilscher, Dietrich Bleihöfer: Kieler Straßenlexikon. 5. Auflage, Landeshauptstadt Kiel, Kiel 2011. (Online, PDF-Datei, 1,47 MB)
  • Annegret Bergmann (Hrsg.): Geht nicht gibt's nicht … 24 Portraits herausragender Frauen aus der Kieler Stadtgeschichte. Kiel 2007

Stadtführer

  • Karl Baedeker und Otto Brandt: Baedekers Kiel. 5. Auflage, Ostfildern-Kemnat und München 1990.
  • Sarah Nadine Habeck, Jacqueline Melzer, Anne Reddehase, Imke Schröder: Endlich Kiel! Dein Stadtführer. rap Verlag, Freiburg i. Br. 2012, ISBN 978-3-942733-05-2.
  • Burkhard Hackländer: Kiel. Reisehandbuch, Conrad Stein Vlg., Welver (4. überarb. Aufl.) 2010, ISBN 978-3-86686-960-8.

Historischer Abriss

  • Jürgen Jensen, Peter Wulf (Hrsg.): Geschichte der Stadt Kiel. Kiel, 1242–1992, 750 Jahre Stadt. Wachholtz, Neumünster 1991, ISBN 3-529-02718-9.
  • Werner Paravicini (Hrsg.), Uwe Albrecht, Annette Henning: Begegnungen mit Kiel. Gabe der Christian-Albrechts-Universität zur 750-Jahr-Feier der Stadt. Wachholtz, Neumünster 1992, ISBN 3-529-02722-7.
  • Annerose Sieck: Kiel. Eine kleine Stadtgeschichte. Sutton, Erfurt 2006, ISBN 978-3-86680-052-6

Historische Stadtbilder

  • Jürgen Jensen: Historischer Stadtbildatlas Kiel. Eine Dokumentation zu den Anfängen der Ortsbild- und Denkmalpflege um 1900. Wachholtz, Neumünster 1986, ISBN 978-3-529-02678-2.
  • ders.: Kieler Bilderschatz - Wirklichkeit und Wahrnehmung der Stadt auf alten Photographien, Boyens Buchverlag, Heide 2012, ISBN 978-3-8042-1358-6. (258 S.; über 500 Abb.)
  • ders.: Kriegsschauplatz Kiel - Luftbilder der Stadtzerstörung 1944/45. Wachholtz, Neumünster (2., erw. Aufl.) 1997, ISBN 978-3-529-02697-3. (104 S.; ca. 70 Fotos)
  • Hedwig Sievert: Kiel einst und jetzt – Die Altstadt. Verlag Walter G. Mühlau, 2. Auflage, Kiel 1963

Spezialthemen

Bildbände

  • Jan Köhler-Kaeß (Fotos), Boris Geißler: Kiels schönste Seiten • Kiel's Most Beautiful Sides. Medien-Verlag Schubert, Hamburg 2009, ISBN 978-3-937843-06-3. (96 S., 119 Abb.; engl. Übers. d. Bildunterschriften u. 2 S. engl. Textzusammenfassung)
  • Tom Körber: kiel. landeshauptstadt an der förde / capital at the Fjord: panorama-photographien. Körber Photographie & Verlag, Kiel 2009, ISBN 978-3-00-028534-9. (176 S., Panorama-Aufnahmen)
  • Katrin Kroll: Kieler Woche. Wachholtz, Neumünster 2007, ISBN 978-3-529-02555-6. (160 S.; über 200 Abb.)
  • Peter Schuster: Kiel und die Kieler Förde - Deutschlands schönste Seestadt. Boyens Buchverlag, Heide (2. Aufl.) 2012, ISBN 978-3-8042-1258-9. (144 S.; 606 Farbabb.)

Luftaufnahmen

  • Jürgen Jensen: Kriegsschauplatz Kiel - Luftbilder der Stadtzerstörung 1944/45, s.o. a.a.O.
  • Jan Köhler-Kaeß: Kiel von oben • Bilder von der Landeshauptstadt aus der Vogelperspektive. Mit einem Vorw. v. Norbert Gansel u. Texten v. JKK, Conrad Stein Vlg., Welver 1998, ISBN 978-3-89392-263-5. (95 S.)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kiel – Sammlung von Bildern
 Wiktionary: Kiel – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikinews: Themenportal Kiel – in den Nachrichten
 Wikisource: Kiel – Quellen und Volltexte
 Wikivoyage: Kiel – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2012 (XLS-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. OB-Wahl 2014. Gesamtergebnis. Website der Stadt Kiel, abgerufen am 23. März 2014.
  3. Stand 31. Dezember 2012
  4. Nudansk Ordbog, 13. Ausgabe, Politikens Forlag, 1986.
  5. Lateinische Stadtnamen (Lexicum nominum geographicorum latinorum)
  6. Kurze Geschichte der Stadt Kiel: I. 1242 - 1867. ingowelt.de, abgerufen am 8. Oktober 2012.
  7. Dietrich Hausschildt, Vom Judenboykott zum Judenmord. In Wir bauen das Reich. Aufstieg und erste Herrschaftsjahre des Nationalsozialismus in Schleswig-Holstein. Hrsg. v. Erich Hoffmann u. Peter Wulf, Neumünster 1983, Seite 345ff.
  8. Die Universität Kiel und der Nationalsozialismus. CAU, abgerufen am 8. Oktober 2012.
  9. Stadtvermessungsamt Kiel: Übersichtskarte Zeitliche Folge der Eingemeindungen und anderer Veränderungen in Kiel. 2000.
  10. Stand: 31. Dezember 2008 Statistischer Bericht Kieler Stadtteile (Version vom 19. Dezember 2010 im Internet Archive)
  11. OB-Wahl 2014. Gesamtergebnis. Website der Stadt Kiel, abgerufen am 23. März 2014.
  12. Landtagswahl 2012: Amtliches Endergebnis für Kiel liegt vor. Stadtverwaltung Kiel, 10. Mai 2012, abgerufen am 15. August 2012.
  13. http://www.statistik-nord.de/uploads/tx_standocuments/Inter_LTW2012_2_32e.pdf
  14. http://www.kiel.de/rathaus/wahlen/
  15. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  16. Partnerschaften und Städtefreundschaften (PDF; Stand 2013; 452 kB). Landeshauptstadt Kiel. Abgerufen am 28. Oktober 2013.
  17. Kiel international (Übersicht). Landeshauptstadt Kiel. Abgerufen am 28. Oktober 2013.
  18. Bundesagentur für Arbeit - Statistik
  19. BIP in Kiel, Statistische Ämter
  20. Regional GDP per inhabitant in the EU 27, Eurostat, 19. August 2008
  21. HINTERGRUND: Madsack & die DDVG der SPD. Potsdamer Neueste Nachrichten, 15. November 2011, abgerufen am 14. April 2012.
  22. siehe Liste der Korporativ Fördernden Mitglieder der MPG, PDF, abgerufen am 18. November 2013
  23. Pressemitteilung der Seehafen Kiel GmbH & Co KG vo 15. Januar 2008
  24. Leichtes Umschlagwachstum in Rostock und Kiel. In: Schiff & Hafen, Heft 3/2014, S 68/69
  25. Bilanz der deutschen Seehäfen 2011. In: Hansa Heft 4/2012, S. 79/80. Schiffahrts-Verlag Hansa, Hamburg 2012, ISSN 0017-7504
  26. Unterschiedliche Entwicklung der Umschlagzahlen. Bilanz 2012. In: Schiff & Hafen, Heft 5/2013, S. 16/18, Seehafen-Verlag, Hamburg 2013, ISSN 0938-1643
  27. Leichtes Umschlagwachstum in Rostock und Kiel. In: Schiff & Hafen, Heft 3/2014, S 68/69
  28. Artikel von nahverkehrhamburg.de vom 23. Januar 2013: „LVS soll Ausschreibung für Entwurfsplanung vorbereiten“
  29. Stolpersteine in Kiel auf kiel.de
  30. Deutscher Baseball & Softball Verband: Statistiken Bundesliga Softball Nord 2008, abgerufen am 15. August 2012
  31. Tabelle Bundesliga Nord. In Softball-Deutschland.de, abgerufen am 15. August 2012