Space Interferometry Mission

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Space Interferometry Mission

Die Space Interferometry Mission, auch bekannt als SIM PlanetQuest, war ein geplantes Weltraumteleskop. Eines der Hauptziele war die Suche nach erdgroßen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, die um andere Sterne kreisen (Exoplaneten). Das Projekt wurde im Jahr 2010 eingestellt[1]

Beschreibung[Bearbeiten]

Entwickelt wurde es, in Zusammenarbeit mit dem Auftragnehmer Northrop Grumman, von der U.S. National Aeronautics and Space Administration (NASA). Das Projekt wird von den Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA in Pasadena (Kalifornien) geleitet. Die Verträge für SIM PlanetQuest wurden 1998, für insgesamt 200 Millionen US-Dollar, zuerkannt. Die Arbeit an dem SIM-Projekt erforderte, dass die Wissenschaftler und Ingenieure acht spezielle, neue Technologiemeilensteine erreichen. Diese Meilensteine wurden im November 2006 erreicht.

Ursprünglich war geplant, dass SIM PlanetQuest 2005 an Bord eines Evolved Expendable Launch Vehicle (EELV) startet. Aufgrund wiederholter Budgetkürzungen wurde der Starttermin fünfmal verschoben. Die NASA hatte einen vorläufigen Starttermin für das Jahr 2015 vorgesehen.[2] Bereits ab Februar 2007 wurden viele der Ingenieure vom SIM-Programm in andere Bereiche und Projekte versetzt.[3] Im Dezember 2007 hat der Kongress gleichwohl die NASA angewiesen, die Mission von der Planungs zur Entwicklungsphase voranzutreiben. Im Jahr 2010 wurde das Projekt schließlich eingestellt.

Das Raumfahrzeug sollte optische Interferometrie einsetzen, um verschiedene wissenschaftliche Ziele zu erreichen. Bei der Technik der Interferometrie wird Licht durch multiple Teleskopspiegel gesammelt (in diesem Fall zwei Spiegel im Abstand von sechs Metern), als wären sie ein großer Spiegel. Auf die Art lässt sich eine gute Winkelauflösung erzielen, ohne einen entsprechend großen und teuren Spiegel zu benötigen. Zusätzlich zur Suche nach extrasolaren Planeten sollte SIM Astronomen helfen, eine Karte der Milchstraße anzufertigen. Andere wichtige Aufgaben beinhalteten die Sammlung von Daten, die helfen, die stellaren Massen von verschiedenen Sterntypen zu ermitteln. Dies sollte helfen, die räumliche Verteilung von Dunkler Materie im Universum zu bestimmen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Majewski, Steve, et. al.: Measuring Fundamental Galactic Parameters with Stellar Tidal Streams and SIM PlanetQuest. In: The Astrophysical Journal. 637, Nr. 1, Dezember 2005, S. L25-L28 (PDF, abgerufen am 5. August 2008).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Space Interferometry Mission – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatRage Against the Dying of the Light. Astrobiology Magazine, abgerufen am 5. Januar 2012 (englisch).
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatSpace Interferometry Mission (SIM). In: Michelson Science Center. California Institute of Technology, abgerufen am 24. April 2007 (englisch).
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDepartments of Commerce and Justice, Science and Related Agencies Appropriations Bill, 2008. 29. Juni 2008, abgerufen am 7. Juli 2008 (PDF; 528 kB, englisch).