Sprödigkeit

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Spannungs-Dehnungs-Diagramm: spröder Werkstoff in Rot

Die Sprödigkeit sagt aus, in welchem Maß sich ein Werkstoff plastisch verformen lässt, bevor er bricht. Diese Werkstoffeigenschaft kann im Zugversuch festgestellt werden:

Die Sprödigkeit der meisten Werkstoffe steigt mit sinkender Temperatur. Es gibt jedoch Ausnahmen wie bei austenitischen Metallen. Der Bruchmechanik spröder Materialien, wie der Sprödmetalle steht als gegenteilige Eigenschaft die Zähigkeit gegenüber.

Versprödung[Bearbeiten]

Verschiedene Faktoren können dazu führen, dass ein Werkstoff spröder als im Neuzustand wird, durch den Prozess der Versprödung.

Übertragenen Bedeutung[Bearbeiten]

Bei Menschen wird im übertragenen Sinne unter dem Begriff der Sprödigkeit die Charaktereigenschaft verstanden, dass er nicht leicht zugänglich ist, der kommunikativ oder emotional nicht besonders aufgeschlossen ist, extrovertiert. Die Verformbarkeit des Materials wird also auf eine Person und ihre kommunikative und emotionale Anpassungsfähigkeit übertragen. Eine spröde Person ist „zu hart, zu unflexibel“ für einen intensiven Austausch mit Worten, zu Gedanken oder Gefühlen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Reaktoren unter Dauerbeschuss FAZ vom 22. September 2010