Sprachproduktion

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Die Sprachproduktion umfasst in der Psycholinguistik die kognitiven Prozesse, die bei der Planung und Artikulation von gesprochener, geschriebener und gebärdeter Sprache involviert sind; dies umfasst sowohl einzelne Wörter, als auch Sätze und Dialoge. Mit der Sprachproduktion beschäftigen sich die Disziplinen Psycholinguistik, Phonetik, Neurolinguistik und Neurophonetik. Die Sprachproduktion ist jedoch weit weniger erforscht als das Sprachverstehen.[1]

Nach Willem Levelt werden vier verschiedene Phasen des Sprachproduktionsprozesses unterschieden: Konzeptualisierung, Formulierung, Artikulation und Selbst-Überwachung (engl. self-monitoring).[2] Zu Beginn überlegt sich der Sprecher, welche Nachricht übermittelt werden soll; daraus wird in einem nächsten Schritt ein grammatischer Plan erstellt (Zugriff auf das Mentale Lexikon:Wörter und Phrasen werden ausgewählt und angeordnet, die phonologische Form der Wörter wird aktiviert), der im dritten Schritt von den Muskeln des Artikulationsapparat ausgeführt wird. Außerdem wird das Gesagte überwacht, um sicherzustellen, dass auch das gesagt wurde, was beabsichtigt war.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Harley, T. A. (2008). The Psychology of Language: From Data to Theory. Psychology Press, Hove / New York, 3. Auflage.
  2. Levelt, W. J. M. (1989). Speaking: From Intention to Articulation. MIT Press, Cambridge, MA.
  3. Carroll, D. W. (2008). Psychology of Language. Thomson Wadsworth, Belmont, 5. Auflage.

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]