Store Norske Spitsbergen Kulkompani

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Store Norske Spitsbergen Kulkompani AS
Rechtsform Staatsbetrieb
Gründung 1916
Sitz Longyearbyen, Svalbard
Leitung Per Andersson (CEO)
Mitarbeiter 380 2012
Umsatz 1.200 Millionen NOK
Branche Bergbau
Website http://www.snsk.no

Die Store Norske Spitzbergen Kulkompani (SNSK), vereinfacht auch Store Norske, ist ein norwegisches Kohlebergbauunternehmen mit Sitz auf der Insel Spitzbergen. Es wurde 1916 gegründet und übernahm die Besitzungen des Norwegischen Spitsbergensyndikats, das zuvor die Arctic Coal Company des Amerikaners John Munroe Longyear aufgekauft hatte. Zu den Besitztümern der Unternehmung gehörte auch praktisch die ganze Siedlung Longyearbyen. Diese wurden jedoch seit der Einführung politischer Selbstbestimmungsrechte und dem Übergang von einer reinen Bergbausiedlung zu einem Dorf mit Tourismus- und Bildungsangeboten zu großen Teilen verkauft.

Die Firma beschäftigt 360 Personen und betreibt zwei Kohleminen. Die größere befindet sich bei der Siedlung Sveagruva, etwa 60 km südlich von Longyearbyen. In der Svea-Nord-Mine werden jährlich drei Millionen Tonnen Steinkohle gefördert. Die Grube enthält Schätzungen zufolge insgesamt 72,5 Millionen Tonnen Kohle, wovon 32 Millionen kommerziell abbaubar sind.

Das Kohleflöz ist zwischen 3 und 5,5 Meter dick, was einen enorm effizienten Abbau ermöglicht. Es wird davon ausgegangen, dass die Mine noch mindestens 25 Jahre in Betrieb bleiben kann.

Die nicht mehr in Betrieb befindliche Kohleseilbahn in der Umgebung von Longyearbyen ist ein Wahrzeichen für den Kohlebergbau auf Spitzbergen.

Die zweite Mine, Gruve 7, befindet sich etwa 15 km südöstlich von Longyearbyen. Sie ist die letzte der sieben Gruben um die Hauptstadt der Inselgruppe, in der noch Kohle gefördert wird. Die Mine ist seit 1975 in Betrieb und beschäftigt etwa 20 Mitarbeiter. Etwa ein Drittel ihres Ertrages wird in Longyearbyens Kohlekraftwerk zur Stromversorgung der Insel verwendet.

Die Firma besitzt insgesamt 316 Claims für die Abbaurechte der Kohle in Spitzbergen. Diese Claims werden vom Norwegischen Mineninspektor vergeben und berechtigen zum exklusiven Abbau der Bodenschätze in einem Gebiet. Seit dem Inkrafttreten des Spitzbergenvertrags ist pro Claim eine jährliche Abgabe von 6000 NOK zu bezahlen, etwa die Hälfte der Claims der Store Norske sind jedoch älter als der Spitzbergenvertrag. Neben Kohle werden in einigen der von Claims belegten Gebieten auch Zink, Kupfer, Gold, Blei und andere Mineralien vermutet.

Store Norske plant, eine neue Kohlegrube im Lunckefjell zu eröffnen. Diese geplante Abbaustätte liegt unmittelbar nördlich der zurzeit in Betrieb befindlichen Grube Svea Nord. Das dortige Kohlevorkommen wird auf acht Millionen Tonnen Kohle geschätzt. Am 22. Dezember 2011 haben die zuständigen norwegischen Ministerien die Eröffnung der geplanten Kohlegrube im Lunckefjell genehmigt. Der Zeitplan sieht vor, dass in den Jahren 2014 bis 2018 im Lunckefjell Kohle abgebaut und 2019 das Gebiet renaturiert wird.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]