Strontiumborid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Strontiumborid
__ Sr2+      __ B
Allgemeines
Name Strontiumborid
Andere Namen

Strontiumhexaborid

Verhältnisformel SrB6
CAS-Nummer 12046-54-7
PubChem 6336904
Kurzbeschreibung

schwarzer, geruchloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 152,49 g·mol−1[1]
Aggregatzustand

fest

Dichte

3,39 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

2235 °C[1]

Löslichkeit

unlöslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze [2]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Strontiumborid ist eine bei Raumtemperatur dunkelrot bis schwarz erscheinende, kristalline Verbindung der Elemente Strontium und Bor. Es ist eine sehr stabile Verbindung mit einem Schmelzpunkt von 2235 °C, die sogar in der Lage ist Quarz zu zerkratzen.[3]

Darstellung[Bearbeiten]

Strontiumborid kann durch die Reaktion von Strontiumcarbonat mit Borcarbid und elementarem Kohlenstoff im Vakuumofen entstehen.[4]

Alternativ lässt es durch Synthese von Strontiumborat, Aluminium und Kohlenstoff in einem elektrischen Ofen darstellen.[3]

Eigenschaften[Bearbeiten]

Die Verbindung ist ungiftig, jedoch reizend, weswegen Kontakt mit Augen, Haut und Atmungsorganen vermieden werden sollte.

Strontiumborid zeigt bei niedrigen Temperaturen wie einige andere Erdalkalimetalle einen schwachen Ferromagnetismus. Quellen sind hierbei bislang zu keiner einheitlichen These gekommen, weswegen zwei gängige existieren. Eine Vermutung ist, dass Verunreinigungen bzw. Anomalien in der Kristallstruktur dafür verantwortlich sind.[5][6]

Ebenfalls weist das Material bei niedrigen Temperaturen Halbleitereigenschaften auf.[7]

Verwendung[Bearbeiten]

Strontiumborid wird als Isolator und als Material für Regelstäbe genutzt. [4]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Sicherheitsdatenblatt Strontium Boride (Version vom 9. Februar 2006 im Internet Archive) bei Espimetals.
  2. a b c d Datenblatt Strontiumborid bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 13. Juni 2011 (PDF).
  3. a b Henri Moissan: The electrical furnace, Dodo Pr, 2007, ISBN 1-4067-8471-0.
  4. a b Shu-Qi Zheng, Zeng-Da Zou, Guang-Hui Min, Hua-Shun Yu, Jian-De Han, Wei-Ti Wang: Synthesis of strontium hexaboride powder by the reaction of strontium carbonate with boron carbide and carbon, in: Journal of Materials Science Letters 2002, 21 (4), 313–315.
  5. L. Dorneles, M. Venkatesan, M. Moliner: Magnetism in thin films of CaB6 and SrB6, in: Applied Physics Letters, 2004, 85, S. 6377–6379; doi:10.1063/1.1840113.
  6. J. L. Gavilano, B. Ambrosini, H. R. Ott, D. P. Young, Z. Fisk: Low-temperature NMR studies of SrB6, in: Physica B: Condensed Matter, 2000, 281–282, S. 428–429; doi:10.1016/S0921-4526(99)01197-7.
  7. H. R. Ott, M. Chernikov, E. Felder, L. Degiorgi, E. G. Moshopoulou, J. L. Sarrao, Z. Fisk: Structure and low temperature properties of SrB6, in: Z. Phys. B, 1997, 102, 337–345; doi:10.1007/s002570050297.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Panchatapa Jash, Alan W Nicholls, Rodney S Ruoff, Michael Trenary: Synthesis and characterization of single-crystal strontium hexaboride nanowires, in: Nano letters, 2008, 8 (11), S. 3794–3798; PMID 18950235; Abstract.