Susu

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Die Susu (frz: Sousou) sind eine Ethnie, die hauptsächlich aus Guinea stammt. Kleinere Gruppen leben in den Nachbarstaaten Sierra Leone, Senegal und Mali.

Geschichte[Bearbeiten]

Siehe auch: Kapitaï und Koba

Die Susu stammen vom Malireich aus dem 13. Jahrhundert ab. In das Gebiet, in dem sie jetzt leben, zogen sie 1725, als die Fulani versuchten sie zu unterwerfen und sie zwingen wollten zum Islam zu konvertieren.

Gesellschaft[Bearbeiten]

Die Susu sind hauptsächlich ein Volk von Farmern, Händlern und Fischern. Sie leben vor allem in den Küstenregionen von Guinea, Sierra Leone, Senegal und Mali. Ihre Häuser sind aus Lehm- und Zementmischungen errichtet. In den Städten haben die Gebäude Eisendächer, während in den ländlichen Regionen immer noch Strohdächer vorzufinden sind.

Jedes Susu-Dorf wird von einem Dorfvorsteher und einer Gruppe von Ältesten geleitet. Diese kümmern sich um das Zusammenleben von 3.000 bis 6.000 Menschen und helfen dabei Streitigkeiten und Kriege zu schlichten.

Kultur[Bearbeiten]

Die Susu bevorzugen Hochzeiten zwischen Cousins und leben in Großfamilien. In der Gesellschaft der Susu ist die Familie sehr wichtig. Viele Susu-Männer leben in Polygynie, da ein Susu-Mann nach islamischem Recht bis zu vier Frauen haben darf. Obwohl ihnen die Familie wichtig ist, verbringen die Männer die meiste Zeit mit Jagen und Schlafen in getrennten Räumlichkeiten, die den Männern vorbehalten sind. Die Frauen sammeln Holz, kümmern sich um die Kinder, bereiten das Essen zu und halten die Dörfer sauber. In den Hütten hat jede Frau ihren eigenen Raum bzw. ihre eigene Ecke.

Sprache[Bearbeiten]

Die Susu sprechen die gleichnamige Sprache Susu, die als Handelssprache in der Hauptstadt Conakry und deren Umgebung verwendet wird. Die Sprache der Susu haben beispielsweise auch die meisten Baga und andere Nachbarvölker angenommen.

Religion[Bearbeiten]

Siehe auch: Volksislam

Über 99 % der Susu sind Muslime und der Islam bestimmt ihre religiöse Kultur. Die meisten islamischen Festtage werden eingehalten, so auch der Fastenmonat Ramadan. Die Susu kombinieren den Islam oftmals mit traditionellen Vorstellungen, wonach Hexen sich in die Tiere verwandeln können und ihre Dörfer bedrohen.

Bevölkerungsverteilung[Bearbeiten]

Über 75 % der Susu leben in Guinea, verteilt um die Hauptstadt Conakry. Die Susu in Sierra Leone leben vorrangig in Kambia, wo sie nach den Temne mit etwa 28 % die zweitgrößte Ethnie darstellen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]