Tariana Turia

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Tariana Turia

Tariana Turia (* 8. April 1944 in der Gegend um Whanganui, Neuseeland) ist eine neuseeländische Politikerin, Gründungsmitglied der Māori Party und seit 2004 einer der Co-Leader der Partei.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Tariana Turia wurde am 8. April 1944 vermutlich in der Gegend um Whanganui geboren. Sie selbst gibt über ihre Stammeszugehörigkeit drei Stämme an, Ngāti Apa, Ngā Rauru und Ngāti Tūwharetoa[1], wogegen andere Quellen meinen: "Auch wenn sie oft mit den Whanganui-Stämmen in Verbindung gebracht wird, so liegen ihre Wurzeln klar in dem Iwi Ngāti Apa".[2]

Sie ist seit 1962 verheiratet und hat 6 Kinder.

Ausbildung[Bearbeiten]

Über ihre schulische und berufliche Ausbildung ist derzeit nichts bekannt.

Berufliche Karriere[Bearbeiten]

  • Sie war Koordinator des Māori Access Trainingsprogramms vom Ministry of Māori Affairs,
  • arbeitete in dem Māori Affairs Head Office in Wellington,
  • war Chief Executive Officer (CEO) der Te Oranganui Iwi Health Authority,
  • 1989 war sie Manager des Whanganui Regional Development Board Trust,
  • 1991 Manager der Whaioranga Iwi Social Services Unit und
  • von 1993 bis 1995 Servicevermittlerin des Te Puni Kōkiri in Whanganui. [3]

Politische Karriere[Bearbeiten]

Tariana Turia kam 1996 über die Liste der Labour Party ins Parlament und wurde Minister of State und in dieser Eigenschaft Associate Minister of Māori Affairs, Associate Minister of Corrections, Associate Minister of Health und Associate Minister of Housing and Associate Minister of Social Services and Employment. Sie hielt ihren Parlamentssitz bis 1999. [1]

Zu den Parlamentswahlen im Juli 2002 gewann sie für die Labour Party den Sitz für das Māori Electorate Te Tai Hauāuru und wurde Minister for the Community and Voluntary Sector, sowie Associate Minister for Māori Affairs, Health, Housing and Social Services.[1]

Nachdem im Jahr 2003 die politische Auseinandersetzung um das sogenannte Foreshore and Seabed[4] begann, bei dem die damalige Labour-Regierung unter Helen Clark die Māori-Stämme dazu bewegen wollte, deren Anspruch auf Besitzrechte des Foreshore and Seabed aufzugeben und dann als Gegenleistung lukrative Rechte an Meeresfarmwirtschaften zu bekommen, [5] wandte sich Tariana Turia gegen ihre eigene Partei und ging einen Konflikt mit Helen Clark ein.[6] Turia gab am 30. April 2004 ihre Rücktritt als Ministerin mit Wirkung zum 17. Mai 2004 bekannt[7] und trat wenig später aus der Partei aus, um mit einer neu gegründeten Māori-Partei, an deren Entstehen sie einen entscheidenden Anteil hatte, die Nachwahl in ihrem Wahlbezirk zu gewinnen. Da Labour für die Nachwahl bewusst keinen Gegenkandidaten aufgestellt hatte, erhielt sie 92,7 % der Stimmen und zog für die Māori Party, die kurz vor der Wahl im Juli 2004 gegründet wurde, als erste Kandidatin der Partei in das Parlament ein.

Mit Gründung der Partei wurde Tariana Turia neben Pita Sharples zur gleichberechtigten Vorsitzenden der Partei gewählt. Nachdem die Māori Party in den Parlamentswahlen 2008 ihre Sitze auf Fünf erhöhen konnte, machte der gewählte Premierminister John Key von der National Party der Māori Party ein Angebot zur Regierungsbeteiligung. Die Māori Party nahm trotz erheblicher Vorbehalte und Bedenken das Angebot an, lehnten aber eine Kabinettsbeteiligung ihrer Minister ab.

Turia wurde 2008

  • Minister for the Community and Voluntary Sector
  • Minister for Disability Issues
  • Minister Responsible for Whanau Ora
  • Associate Minister of Health
  • Associate Minister for Social Development and Employment [8]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Hon Tariana Turia. Māori Party, abgerufen am 13. Januar 2011 (HTML, englisch).
  • Hon Tariana Turia. Practice Managers and Administrators Association of New Zealand, abgerufen am 13. Januar 2011 (PDF; 108 kB, englisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c About Tariana. Te Tai Hauauru, abgerufen am 13. Januar 2011 (HTML, englisch).
  2. Spiritual and political leadership. Te Ara - the Encyclopedia of New Zealand, abgerufen am 13. Januar 2011 (HTML, englisch).
  3. Hon Tariana Turia. beehive.gov.nz - New Zealand Government, abgerufen am 13. Januar 2011 (HTML, englisch).
  4. Erklärung: Mit Foreshore and Seabed (Küstenvorland und Meeresboden) ist laut dem Foreshore and Seabed Act 2004 der Küstenstreifen Neuseelands gemeint, der auf der Landseite durch den höchsten Wasserstand (Flut) und auf der Seeseite durch die äußere territoriale Grenze begrenzt ist.
  5. Ruth Berry: Secrecy over seabed trade-off. New Zealand Herald, 7. Juli 2003, abgerufen am 14. Januar 2011 (HTML, englisch).
  6. Turia will be sacked if she votes against Government, says Clark. New Zealand Herald, 29. März 2004, abgerufen am 14. Januar 2011 (HTML, englisch).
  7. Tariana Turia to resign and force byelection. New Zealand Herald, 30. April 2004, abgerufen am 14. Januar 2011 (HTML, englisch).
  8. Hon Tariana Turia. New Zealand Parliament, abgerufen am 13. Januar 2011 (HTML, englisch).