Territorial pick

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Ein Territorial Pick (dt. etwa: „Regionales Erstzugriffsrecht“) ist ein 1950 erfundenes, 1965 abgeschafftes Spezialverfahren in der National Basketball League, um Teams im NBA-Draft einen Erstzugriff auf College-Spieler aus der nahen Umgebung zu ermöglichen. Mannschaften konnten ihren Erstrunden-Pick opfern, um einen Spieler zu bekommen, der in max. 50 Meilen Entfernung von der Stadt des NBA-Teams aufs College gegangen war. Auf diese Weise konnte ein Team auch dann einen Spieler verpflichten, wenn ein anderes Team mit dem ersten Pick (!) jene Person auswählte.

Hintergrund dieser Regelung war, dass die NBA den Aufstieg beliebter College-Stars in das nächstgelegene Profiteam fördern wollte. Auf diese Weise sollten diese „Lokalhelden“ ihre Fans in ein benachbartes NBA-Team mitziehen, was sich finanziell auszahlen sollte.

Territorial picks, die es in die Naismith Memorial Basketball Hall of Fame schafften, waren u. a. Wilt Chamberlain, Oscar Robertson, Tom Heinsohn, Dave DeBusschere, Gail Goodrich und Paul Arizin. Chamberlain sorgte für eine Kuriosität: da er in Kansas City aufs College gegangen war, aber Kansas kein NBA-Team besaß, wiesen die Philadelphia Warriors darauf hin, dass Chamberlain in Philadelphia auf die hiesige Overbrook High School gegangen war. Damit wurde er der einzige Territorial pick der NBA-Geschichte, der aufgrund seiner High School-Zugehörigkeit in ein Team verpflichtet wurde.

1965 wurde das Konzept der Territorial picks abgeschafft.

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