The Sandman – Präludien und Notturni

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Präludien und Notturni (OT Preludes and Nocturnes) ist die erste Graphic-Novel-Sammlung der Comic-Serie The Sandman von Neil Gaiman, veröffentlicht bei DC Comics. Sie beinhaltet die Hefte 1 bis 8.

Illustriert wurden die Episoden von Sam Kieth, Mike Dringenberg und Malcolm Jones III. Das Lettering besorgte Todd Klein. Die Sammlung wurde zuerst als Paperback 1991, und als Hardcover 1995 veröffentlicht.

Gaiman sagt im Vorwort des Sammelbandes, dass Präludien und Notturni weniger Reife besäße als die späteren Folgen der Serie. Er habe erst mit dem Epilog des Bandes, Das Rauschen ihrer Flügel seine eigene Sprache im Medium Comic gefunden.

The Sandman wurde ursprünglich erschaffen von Gaiman, Kieth und Dringenberg, allerdings verließ Kieth die Serie mit der Ausgabe 5, weil er sich vorkam „wie Jimi Hendrix bei den Beatles“.

Der Titel bezieht sich auf zwei Formen von Musikstücken, das Präludium und die Nocturne. Erstere weist darauf hin, dass diese erste Sammlung eine Exposition darstellt, letztere stellt die Verbindung zur Nacht und damit zu Träumen her.

Handlung[Bearbeiten]

1916 wird Morpheus von einem fiktiven Magier (der sehr stark an Aleister Crowley angelehnt ist) namens Roderick Burgess gefangen genommen und in einer Glaskugel festgehalten, die von einem Bannkreis umgeben ist. Burgess hatte eigentlich versucht, Death zu fangen, um für sich ewiges Leben zu erpressen. Morpheus weigert sich, auf Burgess' Erpressungsversuche einzugehen und bleibt in dem magisch geschützten Glasbehälter bis Burgess stirbt und sein Sohn Alexander den Gefangenen übernimmt. 1988, als Alexanders Wachen unaufmerksam geworden und dieser selbst bereits ein alter Mann ist, gelingt Morpheus schließlich die Flucht. Er verflucht Alex zu ewigem, schnell aufeinanderfolgendem Erwachen aus einer endlosen Serie von Alpträumen, wobei jedes Erwachen ihn in den nächsten Horrortraum wirft.

Der Rest der Geschichte handelt davon, wie Morpheus die Insignien seiner Macht wieder gewinnt: ein Säckchen mit Traumsand, ein Helm und ein Rubin. Diese waren von Burgess gestohlen und über die Welt verstreut worden. Das Säckchen Traumsand landete bei einer ehemaligen Freundin von John Constantine. Constantine ist ein Charakter aus Alan Moores Serie Swamp Thing und Hauptfigur eines Kinofilms.

Nachdem er den Traumsand zurückgewonnen hat, macht sich Morpheus auf den Weg in die Hölle, da er erfahren hat, dass ein Dämon den Helm an sich gebracht hat. Er erhält den Helm durch einen Wettstreit zurück, zieht sich aber den Zorn Luzifers zu, der schwört, Morpheus eines Tages zu töten.

Der Rubin ist im Besitz von John Dee, bekannt als Doctor Destiny, ein Superschurke aus dem Universum der Gerechtigkeitsliga-Serie. John Dee ist gerade aus seiner Zelle im Arkham Asylum, einer Anstalt für Geisteskranke, die auch in anderen DC-Serien vorkommt, ausgebrochen und hat den Rubin verändert, so dass sein Gebrauch Morpheus beinahe umbringt. Dee zerstört den Rubin in der Hoffnung, damit auch Morpheus zu zerstören. Aber tatsächlich befreit er damit einen Teil von Morpheus selbst, den dieser in den Rubin eingearbeitet hatte und dieser kehrt zu Morpheus zurück. Der Herr der Träume ist nun wieder so machtvoll, wie er es früher war. Er bestraft Dee, indem er ihn wieder in seiner Zelle im Arkham Asylum aufwachen lässt.

Die Sammlung endet mit dem Epilog The Sound of Her Wings, der die erste Geschichte war, in der Morpheus' ältere Schwester Death auftaucht. Death entwickelte sich zu einem der beliebtesten Charaktere der Serie.

Siehe auch[Bearbeiten]

Charaktere in der Sandman-Serie