Gerechtigkeitsliga

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt das Superheldenteam; zur Band siehe Gerechtigkeits Liga.

Die Gerechtigkeitsliga (auch Justice League, Justice League of America bzw. kurz JL, JLA) ist eine Superheldengruppe von DC Comics. Erdacht wurde sie von Gardner Fox.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gerechtigkeitsliga tauchte zuerst 1960 in US-The Brave and the Bold #28 auf. Trotz der mageren Verkaufszahlen des Heftes erfreute sich das Team großer Beliebtheit, weswegen die Gerechtigkeitsliga noch im selben Jahr einen eigenen Comic-Ableger bekam. Die enorme Beliebtheit des Teams beruht auf dem Crossover vieler beliebter DC-Helden.

Gründungsmitglieder der ersten Gerechtigkeitsliga waren Wonder Woman, Aquaman, Martian Manhunter, Green Lantern (Hal Jordan) und der Flash (Barry Allen).[1]

Ende der 1980er Jahre wurde die Gründungsgeschichte der Gerechtigkeitsliga im Zuge der Crisis on Infinite Earths umgeschrieben. Seitdem gilt Black Canary an Stelle von Wonder Woman als Gründungsmitglied, da Wonder Woman laut neuer Geschichtsschreibung erst nach der Gründung der JLA in die „Welt der Männer“ kam. Zum Team gehörten im Lauf der Jahre auch Green Arrow, Hawkman, Hawkgirl, The Atom, Zatanna, Captain Marvel, Blue Beetle, Plastic Man und Dutzende anderer DC-Helden.

Die Gruppe erlebte in den späten 1990ern eine Wiederbelebung mit Superman, Batman, dem damals aktuellen Flash (Wally West), die damals aktuelle Green Lantern (Kyle Rayner), Wonder Woman, Aquaman und dem Martian Manhunter.

Der Autor Grant Morrison ließ das neue Team kosmische Abenteuer von galaktischen Ausmaßen erleben. Höhepunkte seiner jahrelangen Arbeit waren die Comic-Events DC 1.000.000 und sein Abschiedswerk Der 3. Weltkrieg.

Über die Jahre wurde das Team oder Teile von ihm auch Justice League America, Justice League Europe, Justice League Task Force oder Justice League International genannt. Deshalb bezieht man sich im Original auf die Gesamtheit der Heldenteams auch einfach als Justice League (ohne weiteren Zusatz).

Antagonisten waren die Mitglieder der Gesellschaft für das Unrecht (Injustice League). Selbige wurden von Agamemno in Kooperation mit Lex Luthor rekrutiert, um die Gerechtigkeitsliga zu vernichten. Hierfür wurde ihnen die Herrschaft über die Erde versprochen, denn Agamemno erhoffte sich durch die Vernichtung der Gerechtigkeitsliga die Eroberung der Herrschaft über das Universum. „Rückeroberung“ aus seiner Sicht, da sein Vater dies bis zu seiner Ermordung gewesen war – als erstes intelligentes Wesen des Universums.

Nach dem letzten Neustart des DC Universums (The New 52) im September 2011 gibt es weiterhin mehrere Justice League Teams. Einmal die klassischen „Justice League“, dann die „Justice League Dark“, die „Justice League of America“ sowie die „Justice League of Canada“. Außerdem startete die Hefteserie „Justice League International“, die allerdings nach 14 Ausgaben eingestellt wurde.

In anderen Medien[Bearbeiten]

Fernsehserien[Bearbeiten]

Bereits von 1972 bis 1985 wurde die Idee der Gerechtigkeitsliga lose in der Zeichentrickserie Die Superfreunde (Original: Super Friends) adaptiert und später etwas genauer in der Serie Die Liga der Gerechten (Original: Justice League 2001–2004 bzw. Justice League Unlimited 2004–2006).

1997 kam es zu einer Realverfilmung für das amerikanische Fernsehen. Hierbei handelt es sich um einen Spielfilm, der ursprünglich der Pilotfilm zu einer gleichnamigen Fernsehserie sein sollte. Der Film mit dem Titel „Justice League of America“ lief 2005 auch in Deutschland und wurde von RTL gesendet. Die Justice League setzte sich dabei aus den Helden J’onn J’onzz, Flash, Green Lantern (Guy Gardner), Atom, Fire und Ice zusammen. Als Gegenspieler war der Weatherman.

Realverfilmungen[Bearbeiten]

1997 wurde unter dem Namen Justice League of America ein wenig erfolgreicher Realfilm produziert. Regie führte Félix Enríquez Alcalá. Als Superhelden kamen nur Green Lantern (Matthew Settle), Ice (Kim Oja), The Atom (John Kassir), Fire (Michelle Hurd), The Flash (Kenny Johnston) und the Martian Manhunter (David Ogden Stiers) vor. Der Film sollte den Beginn einer Serie darstellen, die aber aufgrund des mangelnden Erfolges nicht produziert wurde.

Es ist immer wieder im Gespräch eine Kinorealverfilmung zu produzieren. Jedoch haben sich die Pläne trotz diverser zwischenzeitlichen Verlautbarungen noch nicht konkretiert. Der Green-Lantern-Film blieb 2011 an den Kinokassen hinter den Erwartungen zurück und deutete in der Epilog-Szene auch lediglich einen Handlungsbogen für eine potenzielle Fortsetzung an, statt ähnlich der Filme im Marvel Cinematic Universe einen ersten Schritt in Richtung gemeinsamen Abenteuers des Protagonisten mit anderen Helden zu legen. Zudem läuft mit den Filmen Christopher Nolans aktuell eine sehr erfolgreiche Batman-Filmreihe, die ebenfalls keinerlei Verbindung zu anderen DC-Helden herstellt. Selbst die aktuell in Produktion befindliche Neuauflage des Superman-Stoffes, die 2013 in die Kinos kommt, soll nach ersten Ankündigungen gänzlich eigenständig bleiben. Somit laufen alle gegenwärtigen Aktivitäten DCs der Ankündigung, die verlagseigenen Helden in einem gemeinsamen Gerechtigkeitsliga-Kinofilm auf die Leinwand zu bringen, zuwider.

Zeichentrickverfilmungen[Bearbeiten]

  • Justice League: New Frontier (2008) – Erzählt in einer in den 1950er-Jahren angesiedelten Geschichte, wie es zur Gründung der Gerechtigkeitsliga kam.
  • Justice League: Crisis on Two Earths (2010) – Hier kämpft die Gerechtigkeitsliga (Justice League of America) gegen das Crime Syndicate of America, welches ein kriminelles Gegenstück aus einer parallelen Dimension, Erde 2, ist und aus bösen Gegenstücken der Gerechtigkeitsliga-Helden (wie u. a. Ultraman → Superman, Owlman → Batman) besteht.
  • Justice League: Doom (2012) – Die Gerechtigkeitsliga kämpft gegen einen neuen Gegner, der mit Hilfe einiger Erzfeinde der Gerechtigkeitsliga-Helden (Metallo, Bane u. a.) an Batmans Notfallpläne (die dieser für den Fall konzipiert hat, dass mal einer der Gerechtigkeitsliga-Helden sich gegen sie wendet) zur Ausschaltung der einzelnen Gerechtigkeitsliga-Helden gelangen konnte und diese nun gegen die Gerechtigkeitsliga einsetzt, um sie so auszuschalten und die Weltherrschaft übernehmen zu können.
  • Justice League: War (2014)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. DC Archiv Edition #1: JLA Band 1, Dino Verlag, Stuttgart 1998, von Gardner Fox, Mike Sekowsky, Bernhard Sachs