Theodoros Kolokotronis

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Theodoros Kolokotronis

Theodoros Kolokotronis (griechisch Θεόδωρος Κολοκοτρώνης; * 3. April 1770 in Ramavouni, (Messinia/ Griechenland); † 15. Februar 1843 in Athen) war ein griechischer Freiheitskämpfer, Partisanenführer und Generalfeldmarschall in der Revolution von 1821. Er ist auch bekannt als der "Alte von Morea".

Theodoros Kolokotronis
Lithografie von Karl Krazeisen

Schon in seiner Jugend durchzog er den Peloponnes als Bandenführer. Als er 1806 von den Türken verfolgt wurde und nach Zante flüchten musste, trat er auf den unter britischer Verwaltung stehenden Ionischen Inseln in den Kriegsdienst ein und wurde später Major eines dort errichteten griechischen Regiments. Seit 1821 galt Kolokotronis neben "Petrobey" Petros Mavromichalis als einer der Hauptanführer der Griechen. Die Nationalversammlung in Astros ernannte ihn 1823 zum Oberbefehlshaber des Peloponnes, und bald darauf wurde er Vizepräsident des Exekutivrats. Nachdem er bereits auf dieser Versammlung in Opposition zur Regierung getreten war, kam es bald danach zu offenen Widersetzlichkeiten. Er unterlag jedoch mit seinen Parteigängern und wurde vier Monate als Gefangener in einem Kloster der Insel Hydra gehalten, bis der Senat sich im Frühjahr 1825 genötigt sah, ihn an die Spitze der Peloponnesier gegen Ibrahim Pascha zu stellen, gegen den er aber keine großen Fortschritte erreichte.

Denkmal in Nafplio (2002)

Nach der Ermordung des Präsidenten Kapodistrias am 9. Oktober 1831, dessen treuer Anhänger Kolokotronis war, wurde er zum Mitglied der provisorischen Regierungskommission gewählt und bekämpfte später die Siebener-Kommission, die bis zur Ankunft König Ottos die Regierung führte. Nicht weniger feindselig zeigte er sich der Regentschaft König Ottos gegenüber. Er wurde angeklagt, Verschwörungsversuche unternommen zu haben und nach seiner Verhaftung am 7. Juni 1834 zusammen mit seinem Schwager Plaputas Koliopulos vom Gerichtshof zu Nauplia wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Diese Strafe verwandelte jedoch der König in eine zwanzigjährige Festungshaft und erließ sie ihm bei seinem Regierungsantritt am 1. Juni 1835 sogar gänzlich.

Theodoros Kolokotronis starb am 15. Februar 1843 in Athen. 1901 wurde ihm in Nauplia ein Denkmal errichtet. Viele griechische Städte haben ihm zu Ehren Straßen und Plätze benannt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Theodoros Kolokotronis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien