These

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Die These (von altgriechisch θέσις thésis ‚aufgestellter Satz, Behauptung‘)[1] bezeichnet eine wissenschaftlich zu beweisende Behauptung oder einen Leitsatz.

Definition[Bearbeiten]

Eine These ist ein Gedanke oder Satz, dessen Wahrheitsinhalt eines Beweises bedarf. Der Verfasser einer These behauptet die Wahrheit. Ist die These nicht haltbar, muss sie verworfen werden. Andernfalls kann an der These festgehalten werden.

Eine These ist allgemein aufgefasst eine Aussage, die das Wesentliche aus einem Komplex von Aussagen pragmatisch hervorheben bzw. zur Geltung bringen soll.

Der Unterschied zwischen einem Theorem und einer These fällt in den pragmatischen Bereich der Lehre von der Aussage.

Wenn eine These falsch ist, kann auch keine Art der Beweisführung sie begründen. Die Beweisführung hängt von der Art der dazu geeigneten Regeln ab (siehe unten).

Eine Arbeitsthese ist eine vorläufig aufgestellte These.

Zur Anwendung bekannter Thesen[Bearbeiten]

Gelegentlich sorgen Thesen – etwa 1517 die Lutherschen 95 Thesen gegen die Ablasspraxis – für viel Zündstoff.

Zusammen mit Antithese und Synthese bildet die These den dialektischen Dreischritt.

Eine wissenschaftliche Form der These ist die Hypothese.

Wissenschaftliche Thesen[Bearbeiten]

Eine wissenschaftliche These ist keinem speziellen Regelwerk unterworfen.

Um in den Naturwissenschaften die Akzeptanz einer These im wissenschaftlichen Umfeld zu erhöhen, sollte eine These

  • ein klares und genau definiertes Urteil sein,
  • falsifizierbar sein,
  • während ihrer Darstellung identisch bleiben,
  • keiner anderen akzeptierten These widersprechen,
  • keine andere akzeptierte These einschränken,
  • keinen logischen Widerspruch enthalten,
  • durch nachprüfbare Tatsachen belegt sein,
  • kein evidentes Urteil sein.

These als Begriff in anderen Sprachen[Bearbeiten]

In Frankreich bezeichnet These auch die Dissertation (thèse de doctorat), ähnlich wie thesis im angelsächsischen Sprachraum.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: These – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Wilhelm Gemoll: Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch. G. Freytag Verlag/Hölder-Pichler-Tempsky, München/Wien 1965.