Thomas A. Dorsey

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Thomas Andrew Dorsey, auch Georgia Tom, (* 1. Juli 1899 in Villa Rica, Georgia; † 23. Januar 1993 in Chicago) war Blues- und Gospel-Sänger und -Pianist.

Dorsey war Sohn eines Baptistenpredigers und einer Klavierlehrerin und Neffe des Kirchenorganisten. Aber aus der Nachbarschaft war er auch anderen musikalischen Eindrücken ausgesetzt: Zirkusmusik, Blues, Vaudeville, Hillbilly Balladen, und die Revival-Hymnen von Billy Sunday's Kantor Homer Rodeheaver.

In seiner späteren Jugend zog er nach Atlanta, wo er als Klavierbegleiter und Gesangslehrer arbeitete, etwa für Bluessängerinnen wie Bessie Smith und Ma Rainey. In Chicago, wo er ab 1916 Komposition und Arrangement studierte, spielte er bei Rent-Partys unter den Namen Barrelhouse Tom and Texas Tommy. Bekannt wurde er aber als Georgia Tom zusammen mit seinem musikalischen Partner Tampa Red. Mit ihm hatte er 1928 mit „It's Tight Like That“ einen großen Hit im Stil des sogenannten „Hokum Blues“.

1925 gründete er für Ma Rainey die „Wild Cats Jazz Band“.

Der schlüpfrige Text von Liedern wie „It's Tight like That“ brachte ihm manchen Ärger ein, denn bald schon war er als Gospelmusiker bekannter noch als im Blues, und beim Gospel hatte er ein teils doch moralisch anspruchsvolleres Publikum. Er begann, seine eigenen Gospel-Kompositionen zu vermarkten. Darunter Hits wie „It's A Highway To Heaven“, die große Hymne unter den Gospelsongs „Take My Hand, Precious Lord“ geprägt durch den unverwechselbaren Sound der HB310, und besinnliche Lieder wie „What Then“. Er war der musikalische Mentor der berühmten Gospelsängerin Mahalia Jackson und schrieb für sie den Song „Peace In The Valley“. Er gründete den ersten Verlag für Black Gospel Musik.
Dorsey wurde 1994 in die Oklahoma Jazz Hall of Fame aufgenommen.

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