Apple AirPort

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AirPort Express 2012
Entwicklung der Chipsets

AirPort ist der von Apple eingetragene Markenname für auf der Funknetzwerktechnologie (siehe Wireless LAN) basierende Produkte nach dem IEEE-802.11-DSSS-Standard wie etwa AirPort Extreme oder Time Capsule. In Japan ist der Name "AirPort" bereits von I-O DATA registriert,[1] weswegen Apple die betroffenen Produkte dort unter dem Namen "AirMac" verkauft.

AirPort Basisstationen[Bearbeiten]

Alle AirPort Basisstationen fungieren als WLAN-Router. Sie sind mit allen WLAN-fähigen Computern kompatibel.

AirPort (Erste Generation)[Bearbeiten]

AirPort Basisstation (Erste Generation)

Die AirPort Basisstation der ersten Generation basierte auf einem geschrumpften 486er-Prozessor in Verbindung mit einer AirPort-Karte. Sie enthielt ein Modem und einen Ethernet-Port. Eine spätere Version kam in Weiß ("Snow") statt Grau, besaß einen zweiten Ethernet-Port und enthielt einen PowerPC-860-Prozessor. Diese AirPort-Generation funkt ausschließlich nach IEEE 802.11b.

AirPort Extreme[Bearbeiten]

AirPort Extreme Basisstation (bis 2007)

Die AirPort Extreme Basisstation ersetzte die erste Generation im Januar 2003 und ermöglichte Übertragungsgeschwindigkeiten von 54 Mbit/s. Je nach Version ist sie mit einem eingebautem Modem und einem externen Antennenanschluss versehen, alle Versionen verfügen außerdem über einen USB-Anschluss, mit dem ein Drucker im Netzwerk über das Bonjour-Protokoll unabhängig von anderen Computern oder Druckerservern betrieben werden kann. Es existiert auch eine Version mit Stromversorgung über Ethernet.

Apple musste diese AirPort-Extreme-Basisstation im Sommer 2006 vom europäischen Markt nehmen. Sie verstieß gegen die Richtlinie 2002/95/EG (RoHS) zum Verbot bestimmter Substanzen bei der Herstellung und Verarbeitung von elektrischen und elektronischen Geräten und Bauteilen.

AirPort Extreme Basisstation (seit 2007)

Am 9. Januar 2007 wurde ein völlig neues Modell vorgestellt. Es besitzt einen USB-2.0-Anschluss und drei Ethernet-Anschlüsse (zunächst 100 MBit, später 1 GBit). Der USB-Anschluss kann neben Druckern auch dazu genutzt werden, um eine USB-Festplatte als NAS (Network Attached Storage) einzubinden. Mit Hilfe eines USB-Hubs lassen sich auch mehrere Endgeräte anschließen. Die Station unterstützt den neuen WLAN-Standard 802.11n , und kann neben dem 2,4-GHz-Frequenzbereich auch im 5-GHz-Frequenzbereich betrieben werden. Ferner unterstützt sie WPA2-Verschlüsselung, die Sicherheitslücken des WPA-Standards schließt. Dieses Modell ist abwärtskompatibel und unterstützt auch die älteren WLAN-Standards 802.11b/g und die WEP- und WPA-Verschlüsselung. Eine im März 2009 vorgestellte neue Version unterstützt den Dual-Band Modus, d.h. sie kann im 2,4-GHz-Frequenzbereich als auch im 5-GHz-Frequenzbereich zugleich betrieben werden. Verbesserte Antennen sollen bei ab Oktober 2009 gebauten Geräten Reichweite und Durchsatz verbessern. Alle Geräte der AirPort Extreme 2007 und folgend haben keinen externen Antennenanschluss.

AirPort Extreme Modell Erschienen Wi-Fi Standard Anzahl LAN Ports Built-in Modem Externer Antennen Port Power Over Ethernet Gigabit Ports Simultan Dual-Band 2.4/5 GHz
M8930LL/A A1034 2003 802.11b/g 2 Nein Nein Nein Nein Nein
M8799LL/A A1034 2003 802.11b/g 2 Ja Ja Ja Nein Nein
M9397LL/A 802.11b/g 2 Nein Ja Ja Nein Nein
MA073LL/A A1143 2007 802.11a/b/g/Draft N 3 Nein Nein Nein Nein Nein
MB053LL/A A1143 802.11a/b/g/Draft N 3 Nein Nein Nein Ja Nein
MB763LL/A A1301 2009 802.11a/b/g/Draft N 3 Nein Nein Nein Ja Ja
MC340LL/A A1354 802.11a/b/g/Final N 3 Nein Nein Nein Ja Ja
MC340Z/A A1408 2011 802.11a/b/g/Final N 3 Nein Nein Nein Ja Ja
MD031Z/A A1408 Mitte 2011 802.11a/b/g/Final N 3 Nein Nein Nein Ja Ja
ME918LL/A A1521 10. Juli 2013 802.11a/b/g/n und ac(draft) 3 Nein Nein Nein Ja Ja

AirPort Express[Bearbeiten]

Rückansicht der Airport Express mit Audiostecker und anderen Anschlüssen
AirPort-Express-Basisstation US- Stecker alte Gehäuseform

AirPort Express ist die kleinste und günstigste AirPort-Basisstation. Sie bietet neben RJ45-Ethernet- und einem USB-Anschluss (hier nur für Drucker) als einzige Apple Basisstation auch einen 3,5 mm Klinken Audio Analog Anschluss für eine Stereoanlage. Dieser erlaubt es, Audio mittels AirPlay (Schnittstelle) über das lokale Netzwerk an die Airport Express Basisstation zu streamen. Dieser Anschluss ist kombiniert mit einem optischen TOSLINK-Ausgang für digitales Audio. AirPort Express nutzt die WLAN-Standards 802.11a/b/g (seit 17. März 2008 auch IEEE 802.11n) und unterstützt neben den moderneren WPA- und WPA2-Verschlüsselungsmethoden noch die WEP-Verschlüsselung.

AirPort Express Model Wi-Fi Standard Wireless-to-Ethernet Bridge mode
M9470LL/A A1084, A1088 802.11b/g Nein
MB321LL/A A1264, A126x 802.11a/b/g/Draft N Ja bis Mitte 2012
MC414Z/A A1392, A139x 802.11n Ja mit zwei RJ45-Anschlüssen ab Mitte 2012 neue Gehäuseform, nicht mehr als Stecknetzteil sondern mit Stromanschlußkabel

AirPort Time Capsule[Bearbeiten]

Apple Time Capsule besitzt eine eingebaute Festplatte

AirPort Time Capsule ist eine AirPort-Extreme-Basisstation (802.11ac) mit integrierter Festplatte. Sie arbeitet mit Time Machine zusammen, einem Datensicherungsprogramm, das seit Mac OS X 10.5 Bestandteil des Betriebssystems ist. Der USB-Port kann wahlweise für eine weitere Festplatte oder einen Drucker genutzt werden. Die beiden aktuell erhältlichen Versionen der 5. Generation unterscheiden sich in der Festplattenkapazität (2 TB (ME177LL/A) bzw. 3 TB (Teilenr. ME182LL/A).

Im Gegensatz zu Routern anderer Hersteller kann das Gerät (wie auch alle anderen Apple-Router) nur mit der von Apple mitgelieferten Software AirPort-Dienstprogramm konfiguriert werden. Eine Web-Oberfläche zur Konfiguration des Gerätes existiert nicht. Das AirPort-Dienstprogramm existiert für Mac OS, iOS und Windows. Eine Konfiguration von Time Capsule unter Linux ist damit nicht möglich.

Das Gerät kann gleichzeitig als NAS genutzt werden. Die im Gerät eingebaute Festplatte steht jedem am Router angeschlossenem Netzwerkteilnehmer zur Verfügung. Die Sicherung gegen unbefugte Benutzung erfolgt wahlweise durch die Vergabe eines Passwortes oder mittels Benutzerkonten. Schließt man an der Time Capsule per USB weitere Festplatten an, so werden diese ebenfalls über das gleiche Passwort oder Benutzerkonto gesichert.

Die erste Generation (2008) der Time Capsule konnte für WLAN entweder nur das 2,4-GHz-Band oder das 5-GHz-Band nutzen. Seit der zweiten Generation (März 2009) unterstützt die Time Capsule Dualband, so dass die gleichzeitige Nutzung beispielsweise eines iPod Touch (2,4 GHz) den WLAN-Datenverkehr mit dem MacBook (5,0 GHz) nicht ausbremst. Rein äußerlich sind die beiden Geräte bis auf das Typenschild mit Dualband nicht unterscheidbar. Die zweite Generation kann zudem die neuen Funktionen des AirPort-Dienstprogramms nutzen (u. a. getrenntes Gast-WLAN und iCloud-Internet-Login-Option). Seit der 5. Generation unterstützt die Time Capsule IEEE 802.11 ac draft, analog zur Airport Extreme der 6. Generation. Auch das Gehäuse-Design hat sich grundlegend verändert (stehend statt liegend).

Seit Mitte 2013 nennt Apple die Time Capsule „AirPort Time Capsule“.

Anwendungsmöglichkeiten[Bearbeiten]

Die Basisstationen AirPort Extreme und AirPort Express können verwendet werden, um

  • eine Internetverbindung über WLAN bereitzustellen (mittels NAT). Hierzu wird an den Ethernet-Anschluss ein DSL- oder Kabel-Modem angesteckt.
  • einen USB-Drucker über WLAN oder Ethernet bereitzustellen
  • eine oder mehrere USB-Festplatten über WLAN oder Ethernet bereitzustellen (nur AirPort Extreme)
  • eine Brücke zwischen WLAN und Ethernet herzustellen und um
  • mittels WDS die Reichweite eines WLAN zu erweitern.

AirPlay[Bearbeiten]

Hauptartikel: AirPlay (Schnittstelle)

Darüber hinaus kann über AirPort Express auch drahtlos der Ton von iTunes auf der HiFi-Anlage (oder Aktiv-Lautsprechern) wiedergegeben werden. Bei dieser früher AirTunes, jetzt AirPlay genannten Methode wird die Musik aus iTunes mittels der AirPort Express Station (oder dem Apple TV) über WLAN gestreamt. Die Stereo-Anlage wird über einen TOSLINK-Eingang oder analogen Klinkenstecker an die AirPort Express Station angeschlossen. Auf Seite der Basisstation ist ggf. ein Mini-Toslink-Stecker bzw. -adapter erforderlich.

In iTunes kann die AirPort Express Station als Lautsprecher ausgewählt werden. Während AirPlay früher wie sein Vorgänger AirTunes nur über iTunes benutzt werden konnte, ist es inzwischen ein fester Bestandteil der Betriebssysteme iOS und OS X. Unter iOS ist die Tonausgabe bei Videowiedergabe synchron, unter OS X nur bei Wiedergabe über das systemeigene Framework (z. B. via QuickTime, DVD-Player oder HTML5-Video). Software von Drittherstellern (z.B. VLC) geben den Ton über den AirPort um einige Sekunden verzögert aus.

NAS[Bearbeiten]

Mit AirPort Extreme kann der Anwender eine USB-Festplatte als NAS (Network Attached Storage) einbinden. Apple bezeichnet diese Funktion als AirPort Disk. Auf die Festplatte kann über das Netzwerk mithilfe der Windows-Netzwerkfreigabe (SMB) zugegriffen werden. Sofern die Festplatte mit Apples eigenem Dateisystem HFS+ formatiert ist, können dessen Vorteile über das Netzwerk mittels AFP genutzt werden.

Zwar verfügt der AirPort Extreme Router über lediglich einen USB-Anschluss, jedoch können auch mehrere Drucker und Festplatten gleichzeitig über einen USB-Hub angeschlossen werden. Da laut USB2.0 Spezifikation nur eine maximale Stromaufnahme von 500 mA möglich ist, übersteigt bei manchen Festplatten die Anlaufstromaufnahme diesen Wert. Es ist also unter Umständen eine USB Festplatte mit Netzteil nötig.

Darüber hinaus kann die in Time Capsule eingebaute Festplatte zur Datensicherung mit Time Machine verwendet werden. Bisher konnte auf die AirPort Disk bzw. Time Capsule auch über eine MobileMe Mitgliedschaft aus dem Internet zugegriffen werden. Auch unter iCloud ist der Zugriff mit "Back to my Mac" möglich.

AirPort-Karte[Bearbeiten]

Die in vielen Apple-Computern eingebaute AirPort-Karte ist eine einfache WLAN-Karte. Sie unterstützt den anerkannten Industriestandard IEEE 802.11b sowie IEEE 802.11g (neuere Karten auch IEEE 802.11n) und unterstützt somit eine Datenübertragungsrate von bis zu 54 Mbit/s (IEEE 802.11b/g und eine bis zu 2,5-mal schnellere Datenübertragung bei IEEE 802.11n) sowie eine WEP-Verschlüsselung mit maximal 128 Bit sowie WPA und WPA2.

AirPort wurde mit den iBooks der ersten Generation eingeführt. Mit einer Basisstation konnte man per Funknetzwerk ins Internet gehen. Dazu musste eine AirPort-Karte eingebaut werden. Die notwendigen Antennen waren ab dem iBook serienmäßig integriert.

Kritik[Bearbeiten]

Bei der ersten Generation der Time Capsule häuften sich ab Mitte 2009 Berichte über vorzeitig defekte "Time Capsule"-Einheiten, bei denen das Netzteil angeblich hitzebedingt frühzeitig versagt hat. Die Internetseite "The Apple Time Capsule Memorial Register" enthält ein Verzeichnis defekter Einheiten und ihrer Seriennummern sowie Hintergrundwissen. Die Betreiber der Seite nehmen seit 15. Februar 2010 keine weiteren Meldungen mehr an, nachdem sich der Verdacht eines systematischen Herstellungsfehlers erhärtete. Am 12. Juni 2010 gab Apple ein allgemeines Rückrufprogramm bekannt, bei welcher auch Einheiten kostenlos repariert bzw. ausgetauscht wurden, bei welcher die gesetzliche Garantiezeitraum schon abgelaufen war. Sofern bereits vor der Bekanntgabe des Rückrufprogramms Reparaturkosten angefallen sind, werden diese erstattet.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www3.ipdl.inpit.go.jp/cgi-bin/ET/ep_puthtm.cgi?FLG=T&PATH=/work/cgi/ET/201203220629520001388662/ep_record_disp_S_1332365487_2.htm
  2. http://www.mactechnews.de/news/article/Kostenlose-Reparatur-bei-Serienfehler-aelterer-Time-Capsule-147258.html Kostenlose Reparatur bei Serienfehler älterer Time Capsule

Weblinks[Bearbeiten]