Tom Braden

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Thomas Wardell Braden (* 22. Februar 1917 in Greene, Iowa; † 3. April 2009)[1] war ein US-amerikanischer Journalist und Geheimdienstagent. Bekannt wurde er als Autor des Buches Eight is Enough, aus dem eine TV-Serie wurde, sowie als Co-Moderator der CNN-Sendung Crossfire.[2]

Leben[Bearbeiten]

Seine Mutter schrieb für die von H. L. Mencken und George Jean Nathan gegründete Zeitschrift American Mercury. Tom Braden brach seine Schulausbildung in den Zeiten der Weltwirtschaftskrise ab, wurde jedoch später am Dartmouth College zum Studium zugelassen. Er war dort Redakteur der Campus-Zeitung. Zum Zeitpunkt seines Abschlusses 1940 verhielten sich die USA im Zweiten Weltkrieg noch neutral. So ging Braden 1941 nach England und verpflichtete sich bei der British Army, für die er in Afrika kämpfte. Als die USA in den Krieg eintraten, ließ sich Braden vom Office of Strategic Services anwerben, der Vorgängerorganisation der CIA. Als Fallschirmspringer landete er hinter den feindlichen Linien in dem von Deutschland besetzten Frankreich.

Im Nachkriegsdeutschland unterstützte Braden mit Geldzahlungen westliche Politiker und Gewerkschafter im Kalten Krieg.[3]

Im November 1954 verließ Braden die CIA und übernahm die Zeitung The Blade-Tribune in Oceanside (Kalifornien) mit Hilfe eines Darlehens seines Freundes Nelson Rockefeller.

Nach der Ermordung seines Freundes Robert F. Kennedy 1968 kehrte Braden nach Washington zurück, wo er gemeinsam mit Kennedys Pressesprecher Frank Mankiewicz ein beliebter Zeitungskolumnist wurde. Er wurde außerdem bekannt als politischer Kommentator in Radio und Fernsehen.

Er war 50 Jahre lang mit Joan Ridley Braden verheiratet, die 1999 starb.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Elaine Woo: Tom Braden dies at 92; former CIA operative became columnist and talk show co-host. In: Los Angeles Times, 4. April 2009. 
  2. Tom Braden, author and co-host for 'Crossfire,' dies at 92. 4. April 2009. 
  3. Thomas Braden, interview included in the Granada Television program, World in Action: The Rise and Fall of the CIA 1975.; Joachim Schröder: "Germany made in USA - Wie US-Agenten Nachkriegsdeutschland steuerten" - Phoenix 2009

Siehe auch[Bearbeiten]