Dartmouth College

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorlage:Infobox Hochschule/Mitarbeiter fehltVorlage:Infobox Hochschule/Professoren fehlt

Dartmouth College
Logo
Motto Vox clamantis in deserto („Die Stimme eines Rufers in der Wüste“)
Gründung 1769
Trägerschaft privat
Ort Hanover, New Hampshire, USA
Präsident Philip J. Hanlon ’77 (seit 10. Juni 2013)
Studenten 6.277 (2013)
Jahresetat ca. 775 Mio US-$ (2013)
Stiftungsvermögen 3,5 Mrd US-$ (2013)
Hochschulsport Ivy League
Website www.dartmouth.edu

Das Dartmouth College wurde 1769 in Hanover, New Hampshire gegründet und ist somit die neuntälteste Universität der USA und die letzte Hochschulgründung der amerikanischen Kolonialzeit. Das Dartmouth College, auch bekannt als „Big Green“, ist eine der acht Universitäten der Ivy League und zählt zu den ältesten und renommiertesten Institutionen der USA. Das Motto des Dartmouth College ist „Vox Clamantis in Deserto“ („Die Stimme eines Rufers in der Wüste“. Vgl. Mk 1,3).

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahr 1769 wurde das College zunächst als Schule für Indianer vom protestantischen Geistlichen Eleazar Wheelock gegründet.

Das Projekt wurde finanziell gesichert, als einer der ersten Studenten, Samson Occom, ein Ureinwohner vom Stamm der Mohegan, ein Grundkapital durch Spenden einsammeln konnte. Somit konnte am 13. Dezember 1769 das College auf einer Landschenkung des königlichen Gouverneurs von New Hampshire (damals noch britische Kolonie) John Wentworth, durch eine Urkunde von Georg III. gegründet werden. Benannt wurde das College nach William Legge, dem zweiten Earl of Dartmouth,[1] einem Unterstützer von Wheelock. Das College ist verpflichtet der Bildung „der Jugend der indianischen Stämme, der englischen Jugend und Anderen“.

Dartmouth College v. William H. Woodward[Bearbeiten]

Im Jahre 1816 sollte das unabhängige College unter größeren staatlichen Einfluss kommen. Hierzu wurde die Gründungsurkunde aus der Kolonialzeit für ungültig erklärt und das College in die staatliche Universität „Dartmouth University“ umgewandelt. Der damalige President Francis Brown (1815–1820) stritt jedoch vor dem obersten Gerichtshof der USA für die Unabhängigkeit des Colleges. Dartmouth wurde von dem Dartmouth-Alumnus und Rechtsanwalt Daniel Webster vertreten. Schließlich erging von Chief Justice John Marshall ein Urteil zugunsten von „Big Green“, womit er den Weg ebnete um die Unabhängigkeit von privaten Institutionen zu sichern („thereby paving the way for all American private institutions to conduct their affairs in accordance with their charters and without interference from the state“.). Dieser Fall sicherte die Unabhängigkeit von privaten Universitäten und ist als „Dartmouth College Case“ [2] bekannt.

Organisation[Bearbeiten]

Baker Building, Dartmouth College
Dartmouth Hall, Dartmouth College

Der Schwerpunkt von Dartmouth liegt in der Ausbildung von „Undergraduates“, also Studenten in der ersten universitären Ausbildung. 2013 studieren rund 4.200 „Undergraduates“ und 2.100 „Graduates“ in Dartmouth und es sind 40 Institute und Forschungsprojekte dort angesiedelt.[3]

Geisel School of Medicine at Dartmouth[Bearbeiten]

Die Dartmouth Medical School wurde im Jahr 1797 gegründet und ist die viertälteste medizinische Hochschule der USA.[4] 2012 wurde sie nach dem US-amerikanischen Kinderbuch-Autor Theodor Seuss Geisel und seiner Frau Audrey benannt.[5]

Thayer School of Engineering[Bearbeiten]

Die Thayer School of Engineering wurde 1867, als erste Ingenieurschule der USA gegründet. Sie ist nach Sylvanus Thayer benannt, der die Gründung durch eine Spende über $40.000 ermöglichte.[6]

Tuck School of Business[Bearbeiten]

Im Jahr 1900 wurde die Tuck School of Business unter dem Namen Amos Tuck School of Administration and Finance als weltweit erste Graduiertenschule für Management gegründet[7].

Sport[Bearbeiten]

Die Sportteams des Dartmouth College werden (inoffiziell) The Big Green genannt. Das Dartmouth College gehört zu der sogenannten „Ivy League“, wie mehrere Universitäten im Nordosten der USA (wie Harvard, Yale, Princeton und andere).

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Owen Chamberlain (1920–2006), US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger
  • Robert Frost (1874–1963), US-amerikanischer Dichter
  • Theodor Seuss Geisel, (1904-1991), US-amerikanischer Kinderbuch-Autor und Cartoonzeichner
  • Timothy F. Geithner (* 1961), 75. Finanzminister der Vereinigten Staaten
  • Annette Gordon-Reed (* 1958), US-amerikanische Historikerin, Rechtswissenschaftlerin und Pulitzer-Preisträgerin für Geschichte
  • Robert M. Groves, US-amerikanischer Statistiker und Soziologe; amtierender Leiter des United States Census Bureau
  • Ed Healey (1894–1978), US-amerikanischer Footballspieler und -trainer
  • Norman Maclean (1902–1990), US-amerikanischer Autor und Professor für Englische Literatur
  • John McCarthy (1927–2011), US-amerikanischer Informatiker, Turingpreisträger und Initiator der Dartmouth Summer Research Conference on Artificial Intelligence[[]]
  • James Nachtwey (* 1948), US-amerikanischer Dokumentarfotograf, Kriegsberichterstatter und Fotojournalist
  • Shonda Rhimes (* 1970), US-amerikanische Drehbuchautorin und Produzentin von Fernsehserien; Schöpferin der Krankenhausserie Grey’s Anatomy
  • Barry Sharpless (* 1941), US-amerikanischer Chemiker und Nobelpreisträger
  • David E. Scherman (1916–1997), US-amerikanischer Fotojournalist und Herausgeber
  • George Davis Snell (1903–1996), US-amerikanischer Biologe und Nobelpreisträger
  • Charles Stinson (1931–2012), US-amerikanischer Religionswissenschaftler
  • Thomas E. Kurtz (* 1928), US-amerikanischer Informatiker, Miterfinder der Programmiersprache BASIC
  • Gus Sonnenberg (1898–1944), Footballspieler und Wrestler
  • Daniel Webster (1782–1852), US-amerikanischer Politiker, US-Senator und Außenminister
  • Jim Yong Kim (* 1959), 12. Präsident der Weltbank

Siehe auch: Kategorie:Hochschullehrer (Hanover, New Hampshire)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. William Legge, 2nd earl of Dartmouth in: Encyclopædia Britannica, Inc.
  2. Dartmouth College case, formally Trustees of Dartmouth College v. Woodward (4 Wheat. 518 1819) in: Encyclopædia Britannica, Inc.
  3. Homepage der Universität
  4. Homepage der Medical School
  5. Dartmouth-medical-school-renamed-Dr-Seuss
  6. Website der Thayer School
  7. Website der Tuck School

Literatur - Auswahl[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dartmouth College – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

43.703611111111-72.289722222222Koordinaten: 43° 42′ 13″ N, 72° 17′ 23″ W