Tomatenmark

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dreifach konzentriertes Tomatenmark.

Tomatenmark, in Ostösterreich Paradeismark, in der Schweiz Tomatenpüree, ist eine aus Tomaten hergestellte Paste, die in der Küche vor allem zur Herstellung von Saucen verwendet wird.

Nährwerte pro 100 g Tomatenmark[1]
Brennwert 208 kJ (49,8 kcal)
Wasser 86,0 g
Eiweiß 2,3 g
Kohlenhydrate 9,0 g
- Ballaststoffe 0,5 g
Fett 0,5 g
Vitamine und Mineralstoffe
Vitamin B1 0,093 mg
Vitamin B2 0,058 mg
Vitamin B3 1,48 mg
Vitamin B6 0,18 mg
Vitamin C 9 mg
Calcium 60 mg
Eisen 1 mg
Natrium 590 mg
Phosphor 34 mg
Kalium 1160 mg

Herstellung[Bearbeiten]

Tomatenmark wird aus reifen und sortierten Tomaten hergestellt. Da nur das Tomatenfleisch Verwendung findet, werden diese zunächst geschält und entkernt. Danach wird das Tomatenfleisch passiert und durch Vakuum oder Hitze eingedickt und, um es haltbar zu machen, pasteurisiert.

Zur Herstellung von Tomatenmark werden hauptsächlich Tomaten aus dem Freilandanbau verwendet. Die wichtigsten europäischen Anbauländer sind Italien, Spanien, Griechenland, die Türkei und Bulgarien. Das Tomatenmark wird überwiegend bereits in den Anbauländern hergestellt. Neben seiner Verwendung in der Küche ist Tomatenmark auch Grundstoff für die Weiterverarbeitung, etwa zu Ketchup.

Zur Herstellung von Würzsaucen und Gewürzketchup wird neben Tomatenmark auch die so genannte Tomatenpulpe verwendet. Diese besteht meist aus zerkleinerten Fruchtbestandteilen, wird nicht passiert und gibt entsprechenden Zubereitungen Konsistenz.

Formen[Bearbeiten]

Gehandelt wird Tomatenmark in Konservendosen, Tuben oder Schraubgläsern. Einfach konzentriertes Tomatenmark enthält 14 bis 22 % Trockenmasse, zweifach konzentriertes Tomatenmark 28 bis 30 % Trockenmasse und dreifach konzentriertes Tomatenmark 36 bis 40 % Trockenmasse.

In der Schweiz sind die Mindestanteile mit 12, 24 und 36 % festgesetzt.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Waldemar Ternes, Alfred Täufel, Lieselotte Tunger, Martin Zobel (Hrsg.): Lebensmittel-Lexikon. 4., umfassend überarbeitete Auflage. Behr, Hamburg 2005, ISBN 3-89947-165-2, S. 1899 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Art. 32 Verordnung des EDI über alkoholfreie GetränkeVorlage:§§/Wartung/ch