Trelleborg AB

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Trelleborg AB mit Sitz in Trelleborg/Schweden ist ein Konzern, der weltweit führend in der Entwicklung von Polymerlösungen ist, die kritische Anwendungen dichten, dämpfen und schützen – in allen anspruchsvollen Umgebungen. Die Trelleborg Gruppe erzielt mit rund 15.800 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von ungefähr 21,5 Milliarden SEK (2013)[1], zirka 2,5 Milliarden Euro, und ist in über 45 Ländern vertreten. Darüber hinaus gehören zu Trelleborg 50 Prozent von TrelleborgVibracoustic, einem weltweit führenden Unternehmen im Bereich Dämpfungssysteme für leichte und schwere Fahrzeuge. Das Unternehmen erzielt in 20 Ländern einen Jahresumsatz von 15 Milliarden SEK (1,7 Milliarden Euro). Die Trelleborg-Aktie wird seit 1964 an der Stockholmer Börse gehandelt. Präsident und Vorstandsvorsitzender ist Peter Nilsson, dem Aufsichtsrat steht Sören Mellstig vor.

Geschäftsbereiche[Bearbeiten]

Trelleborg Coated Systems

  • Zentrale: Lodi Vecchio (Mailand), Italien
  • Produkte: Gewebe mit Polymerbeschichtung

Trelleborg Industrial Solutions

  • Zentrale: Trelleborg, Schweden
  • Produkte: Schlauchsysteme, industrielle Dämpfungssysteme und ausgewählte industrielle Dichtungssysteme.

Trelleborg Offshore & Construction

  • Zentrale: Trelleborg, Schweden
  • Produkte: Polymerbasierte Lösungen für die Öl- und Gasbranche und das Baugewerbe .

Trelleborg Sealing Solutions

  • Zentrale: Stuttgart, Deutschland
  • Produkte: Dichtungssysteme für die Industrie, für den Bereich Automotive und für Einsätze im Luftfahrt-Sektor.

Trelleborg Wheel Systems

  • Zentrale: Tivoli (Rom), Italia
  • Produkte: Reifen und Räder für Land- und Forstmaschinen und Flurförderzeuge

1999 gründete der Geschäftsbereich ein Joint Venture mit dem italienischen Konzern Pirelli. Seit 2001 ist Trelleborg alleiniger Inhaber der Lizenzrechte für Pirelli Landwirtschaftsreifen.

Positionierung auf dem Markt[Bearbeiten]

Nach Angaben von Rubber & Plastics News war Trelleborg AB im Jahr 2011 der drittgrößte Anbieter auf dem Weltmarkt für Non-Tire-Gummiprodukte.[2]

Nach Umsatz Unternehmen Land
1. Continental AG Deutschland
2. Hutchinson SA Frankreich
3. Trelleborg AB Schweden
4. Freudenberg Gruppe Deutschland
5. Bridgestone Corp Japan
6. NOK Inc. Japan
7. Tokai Rubber Industries Ldt. Japan
8. Pinafore Holdings BV U.K.
9. Cooper-Standard Automotive USA
10. Parker-Hannifin Corp. USA

2013 setzte sich der Nettoumsatz wie folgt zusammen[3]:

Region Umsatzanteil
Westeuropa 55 %
Restliches Europa 6 %
Nordamerika 20 %
Asien und andere Märkte 16 %
Süd- und Mittelamerika 3 %

Wegen Preisabsprachen und Aufteilung des Marktes für Marineschläuche von 1986 bis 2007 mit vier anderen Herstellern („Marineschläuchekartell“) musste Trelleborg 24,5 Mio. Euro Geldbuße an die Europäische Union zahlen.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Trelleborg - Annual Report 2013 (PDF-Datei; 6,98 MB)
  2. a b Bruce Meyer (2011). 2011 Rankings. Rubber & Plastics News (Crain Communications) (9. Juli 2012): 12.
  3. Trelleborg - Annual Report 2012 - page 26 (PDF-Datei; 6,98 MB)
  4. EU-Kommission verhängt Geldbußen in Millionenhöhe gegen Marineschläuche-Kartell