Trichonida-See

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Trichonida-See
λίμνη Τριχωνίδα
Blick auf den Trichonida-See
Blick auf den Trichonida-See
Geographische Lage Griechenland, Ätolien-Akarnanien
Abfluss Kanal zum Lysimachia-See
Größere Städte in der Nähe Agrinio, Thermo
Daten
Koordinaten 38° 33′ 0″ N, 21° 33′ 0″ O38.5521.5515Koordinaten: 38° 33′ 0″ N, 21° 33′ 0″ O
Trichonida-See (Griechenland)
Trichonida-See
Höhe über Meeresspiegel 15 m
Fläche 98,2–98,6 km²dep1f5
Breite 7,5 kmf7
Volumen 2,868–2,990 km³dep1f8
Umfang 52,1 kmf9
Maximale Tiefe 57–58 mf10
Mittlere Tiefe 29–30 mf11

Der Trichonida-See (neugriechisch λίμνη Τριχωνίδα, gesprochen Trichonida; altgriechisch λίμην Τριχωνίς, gesprochen Limin Trichonis) ist der größte See natürlichen Ursprungs in Griechenland. Der See befindet sich im Osten der Präfektur Ätolien-Akarnanien (griechisch Αιτωλοακαρνανία) in der Region Westgriechenland südsüdöstlich der Stadt Agrinio, nordwestlich der Stadt Nafpaktos und nordnordöstlich der Stadt Messolongi.

Der See hat eine maximale Ausdehnung von 18,2 km Länge und befindet sich auf einer Höhe von 15 m über dem Meeresspiegel. Der benachbarte Lysimachia-See liegt einen Meter tiefer (14 m). Die maximale Breite beträgt 7,5 km, die maximale Tiefe des Sees 57 bis 58 m (je nach Quelle), die mittlere Tiefe beträgt 29 oder 30,45 m (je nach Quelle), wobei der Wasserspiegel im Jahr um etwa 1 m schwankt. Damit gehört der Trichonida-See zu den drei natürlichen Seen in Griechenland, die eine Wassertiefe von mehr als 50 m aufweisen. Die Küstenlänge des Trichonida-Sees wurde mit 52,1 km berechnet, die vom See eingenommene Fläche beträgt 98,2 km² (nach anderen Quellen 98,6 km²). Das berechnete Wasservolumen des Trichonida-Sees beläuft sich auf 2,868 bis 2,990 Kubikkilometer; auch bezogen auf das Wasservolumen ist der See der größte natürliche See in Griechenland. Der Trichonida-See entwässert ein Gebiet von 215 oder 250 km² (je nach Quelle).[1][2]

Die mittlere Wassertemperatur im Trichonida-See beträgt 15 °C, die maximale 30 °C. Im Sommer entwickelt der Trichonida-See eine sogenannte thermale Stratefizierung; es bilden sich Wasserschichten mit unterschiedlichen Wassertemperaturen heraus, was nur den wenigen tieferen Seen in Griechenland vorbehalten ist. Im Winter friert der See nie zu. Er gehört zu den warmen monomiktischen Seen.[2][1]

Ursprünglich bedeckte der See weite Teile der heutigen Ebene von Ätolien-Akarnanien. Er war damit auch mit dem heute westlich benachbarten Lysimachia-See zu einem See verbunden. Durch Verlandungsprozesse schrumpfte der Trichonida-See auf seine heutige Größe von 98,2 bis 98,6 Quadratkilometern.

Im Norden und Nordosten des Seeufers steigt das Massiv des Panetoliko auf. Die Ufer des Sees sind entweder bewaldet oder von landwirtschaftlich genutzten Flächen umgeben. 200 Vogelarten siedeln am Trichonida-See, von denen 50 als selten vorkommend gelten.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b  T. Tafas, D. Danielidis, J. Overbeck, A. Economou-Amilli: Limnological survey of the warm monomictic lake Trichonis (central western Greece). I. The physical and chemical environment. In: Hydrobiologia. Nr. 344, 1997, S. 129–139.
  2. a b  N. T. Skoulikidis, I. Bertahas, T. Koussouris: The environmental state of freshwater resources in Greece (rivers and lakes). In: Environmental Geology. 36, Nr. 1–2, November 1998, S. 1ff..