Nafpaktos

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Lepanto ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Siehe auch: Lepanto (Begriffsklärung).
Gemeindebezirk Nafpaktos
Δημοτική Ενότητα Ναυπάκτου
(Ναύπακτος)
Nafpaktos (Griechenland)
Bluedot.svg
Basisdaten
Staat: Griechenland
Region: Westgriechenland

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Regionalbezirk: Ätolien-Akarnanien
Gemeinde: Nafpaktia
Geographische Koordinaten: 38° 23′ N, 21° 49′ O38.38333333333321.816666666667Koordinaten: 38° 23′ N, 21° 49′ O
Höhe ü. d. M.: 67 m
(Durchschnitt)
Fläche: 159,947 km²
Einwohner: 17.701 (2011[1])
Bevölkerungsdichte: 110,7 Ew./km²
Code-Nr.: 380601
Gliederung: f121 Stadtbezirk
13 Ortsgemeinschaften
Lage in der Gemeinde Nafpaktia und im Regionalbezirk Ätolien-Akarnanien
Datei:DE Nafpaktou.svg

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Nafpaktos (griechisch Ναύπακτος (f. sg.), deutsch häufig auch Naupaktos, italienisch Lepanto, türkisch İnebahtı) ist eine westgriechische Hafenstadt am Eingang zum Golf von Korinth. Sie ist ein Gemeindebezirk sowie Verwaltungssitz der 2010 aus sechs Gemeinden geschaffenen Gemeinde Nafpaktia. Bis 2010 war sie eine selbständige Gemeinde, ab 1912 Landgemeinde (kinotita), ab 1946 Stadtgemeinde (dimos).

Nafpaktos ist Sitz eines Metropolitanbistums der griechisch-orthodoxen Kirche. Metropolit ist derzeit der bedeutende Theologe Bischof Hierotheos Vlachos.

Geschichte[Bearbeiten]

Alter Hafen in Nafpaktos
Cervantes-Denkmal

Naupaktos war einer der wichtigsten Hafenplätze der westlichen Lokris. 455 v. Chr. wurde es durch die Athener den Lokrern entrissen und mit flüchtigen Messeniern besetzt. Im Peloponnesischen Krieg war es eine Flottenstation der Athener, es wurde ihnen aber 405 v. Chr. entrissen und die Messenier wurden vertrieben. 338 v. Chr. bemächtigten sich die Ätolier der Stadt, die sie 191 v. Chr. lange, aber vergeblich gegen die Römer verteidigten. Im Jahre 217 v. Chr. wurde durch den hier geschlossenen Frieden von Naupaktos der Bundesgenossenkrieg (220-217) zwischen Philipp V. von Makedonien und seinen Bundesgenossen gegen die Aitoler und deren Verbündete beendet[2].

Im Mittelalter wurde die Stadt vom byzantinischen Kaiser Emanuel den Venezianern überlassen, die sie so stark befestigten, dass 1477 ein 30.000 Mann starkes osmanisches Heer nach viermonatiger Belagerung erfolglos wieder abziehen musste. Erst 1499 konnte Bayezid II. die Stadt mit einem Heer von 150.000 Mann zur Übergabe zwingen.

Bei der Seeschlacht von Lepanto (7. Oktober 1571) besiegte die venezianisch-spanische Flotte unter Don Juan de Austria die dort stationierte Flotte der Osmanen. Es war die letzte große und äußerst blutige Galeerenschlacht im Mittelmeer, die das Ende der türkischen Vorherrschaft einleitete. Ein Denkmal am venezianischen Hafen erinnert an Miguel de Cervantes, der in dieser Schlacht seine linke Hand verloren hat.

Seit 1678 war Nafpaktos als Lepanto wieder venezianischer Besitz, wurde aber im Frieden von Karlowitz 1699 erneut dem Osmanischen Reich zugesprochen. Als Folge des griechischen Freiheitskampfes wurde Nafpaktos am 27. März 1829 den Griechen übergeben.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Sehenswert sind außer dem Hafen viele traditionelle Häuser (darunter das Haus der Familie Botsaris mit einem kleinen Museum) und die Burg oberhalb der Stadt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Ergebnisse der Volkszählung 2011 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ΕΣΥΕ) (Excel-Dokument, 2,6 MB)
  2. Frank W. Walbank: Philip V of Macedon. Cambridge 1940, S. ???.