36th (Ulster) Division

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Die irische 36th (Ulster) Division war eine der sogenannten Kitchener-Divisionen im Ersten Weltkrieg. Sie erlitt besonders hohe Verluste an der Somme.

Im Gegensatz zu den Heeren in Frankreich und Deutschland war die britische Armee zu Beginn des Ersten Weltkrieges keine Massenarmee und es existierte auch keine Wehrpflicht. Bereits am Tag nachdem er zum Kriegsminister ernannt wurde (5. August 1914) gab Herbert Kitchener, 1. Earl Kitchener of Khartoum deshalb den Befehl zur Vergrößerung der Armee heraus. Durch Armeebefehl 324 vom 21. August 1914 wurden aus den dadurch angeworbenen Freiwilligen vorerst sechs neue Divisionen aufgestellt. Insgesamt konnten so bis 1915 mehr als 40 Divisionen für den Einsatz in Frankreich aufgebaut werden.

Die Ulster Volunteer Force, eine protestantisch Organisation unter Sir Edward Carson in Nordirland began sofort bei Kriegsbeginn 1914 mit der Aufstellung irischer Verbände für die britische Armee. Schon im September 1914 wurde die Ulster Division als 36. Division für die britische Kitcheners Armee aufgestellt, erster Kommandeur war Generalmajor C. H. Powell. Nach der ersten militärischen Ausbildung wurde die Division wegen der politischen Unruhen in Irland, längere Zeit in Sussex sorgfältigt beobachtet, bevor sie zwischen 3. und 6. Oktober 1915 nach Frankreich an die Westfront überführt wurde. Die Division wurde in Flesselles, etwa zehn Meilen nördlich von Arras durch die reguläre 4. Division für die Grabenkämpfe trainiert und verblieb nördlich der Ancre in Bereitschaft. Am 21. Oktober 1915 wurde die Division im Raum Abbeville als Reserve bereitgestellt und ging hier ins Winterquartier.

Abschnitt der 36. Division am 1. Juli 1916 bei Thiepval gegenüber der deutschen 26. Reserve-Division

Die 36. Division unter Führung von Generalmajor O. S. Nugent wurde für den Großangriff an der Somme bereitgestellt. Am 1. Juli 1916, dem verlustreichsten Tag in der britischen Militärgeschichte, verlor die Division während der Angriffe auf Thiepval und beim Sturm gegen die "Schwabenfeste" über die Hälfte ihrer Soldaten. Die Division musste am 2. Juli abgelöst werden, nachdem sie bereits 5.104 Mann an Toten und Verwundeten verloren hatte. Nordirische Protestanten betrachten den ersten Tag der Somme-Schlacht deshalb als Opfergang für Großbritannien.

Die 36. Division kämpfte im Juni 1917 in der Schlacht von Messines und nahm im November 1917 an der Schlacht von Cambrai teil. Während der deutschen Frühjahrsoffensive im März 1918 stand sie im Raum südwestlich St. Quentin und wurde auf Rosieres zurückgedrängt. Teile der Division kämpften im April bei Bailleul in der Schlacht an der Lys. Im September 1918 stand die Division im Raum östlich von Ypern und stiess auf Kortrijk vor. Das Kriegsende am 11. November 1918 erlebte die Division im Raum Mouscron, nordöstlich von Tourcoing.

Kommandeure[Bearbeiten]

Dienstgrad Name Datum
Generalmajor Oliver Stewart Nugent September 1915 bis 5. Mai 1918
Generalmajor Clifford Coffin ab 6. Mai 1918 bis Kriegsende

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