Uno Lamm

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August Uno Lamm (Aussprache: [ʉˌːnʊ ˈlamː], * 22. Mai 1904 in Göteborg; † 1. Juni 1989) war ein schwedischer Elektroingenieur, der die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) mittels Quecksilberdampfgleichrichter entscheidend weiterentwickelte. Nach ihm ist die Auszeichnung Uno Lamm Award bezeichnet, welche jährlich seit 1981 von der IEEE Power Engineering Society für wesentliche Arbeiten auf dem Gebiet der HGÜ-Technik vergeben wird.

Uno Lamm erlangte seinen schwedisch Civilingenjör (dt. Diplomingenieur) 1927 an der Königlich Technische Hochschule Stockholm und begann nach Ableistung des Militärdienst bei ASEA ein Traineeprogramm. 1929 wurde er Leiter eines Projekts zur Entwicklung von Hochspannungs-Quecksilberdampfgleichrichtern. Seinerzeit waren sie bis 2500 V verwendbar. Parallel dazu studierte er weiter und erlangte 1943 seinen Doktor.

Nach 20 Jahren Entwicklung erhielten sie 1950 den Auftrag für das HGÜ Gotland-Projekt. 1955 wurde er Entwicklungsleiter für Schwedens ersten Kernreaktor. 1961 wurde er zu General Electric berufen, um an der HGÜ Pacific DC Intertie mit zu arbeiten.

Lamms Sohn Martin erlangte Berühmtheit als schwedischer Künstler und Illustrator.

Literatur[Bearbeiten]

  •  National Academy of Engineering: Memorial Tributes: National Academy of Engineering, Volume 5. National Academies Press, 1992, ISBN 978-0-309-04689-3, S. 144 bis 150 (Online).