Urwelt-Museum Hauff

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Eingangsbereich des Museums

Das Urwelt-Museum Hauff in Holzmaden zeigt Fossilien aus dem Schwäbischen Jura vor 180 Millionen Jahren. Das Museum entstand in den Jahren 1936/37 aus der Privatsammlung des Präparators Bernhard Hauff sen. (1866–1950). In den Jahren 1967 bis 1971 wurde es vom Sohn des Gründers Bernhard Hauff jun. (1912–1990) neu gebaut. Es beherbergt die besterhaltenen Präparate aus den Schiefern von Holzmaden und Ohmden. Zu den zahlreichen Exponaten gehören Ichthyosaurier, Plesiosaurier, Krokodile, Flugsaurier, Fische, Seelilien, Ammoniten und Belemniten.

Die bekanntesten Exponate sind die mit 18 × 6 m weltgrößte, versteinerte Seelilienkolonie und ein fast vier Meter langer Ichthyosaurier. Es handelt sich um ein Muttertier mit einem bereits geborenen Jungen. Fünf weitere Embryonen sind im Leib erkennbar.

1993 wurde es unter dem Enkel des Gründers und heutigen Leiter des Museums Rolf Bernhard Hauff auf 1000 m² Ausstellungsfläche zum größten privaten Naturkundemuseum Deutschlands erweitert. Naturgetreue Modelle der Saurier, Filme und Computeranimationen des Lebensraumes Jurameer und seiner Unterwasserwelt unterstreichen die moderne Museumsdidaktik.

Die Fossilienfundstätte Holzmaden wurde 2006 von der Akademie der Geowissenschaften zu Hannover zu einem der bedeutendsten nationalen Geotope Deutschlands erklärt. Die Akademie nannte die Fossilienfundstätte zudem als möglichen Kandidaten zur Aufnahme in das UNESCO-Weltnaturerbe.

Literatur[Bearbeiten]

  • Rolf Bernhard Hauff: Urwelt-Museum Hauff : Leben im Jurameer. Holzmaden, 1997. ISBN 3-9805491-0-0

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Urwelt-Museum Hauff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.6352777777789.5283333333333Koordinaten: 48° 38′ 7″ N, 9° 31′ 42″ O