Ohmden

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ohmden
Ohmden
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ohmden hervorgehoben
48.6455555555569.5263888888889363Koordinaten: 48° 39′ N, 9° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Esslingen
Höhe: 363 m ü. NHN
Fläche: 5,55 km²
Einwohner: 1709 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 308 Einwohner je km²
Postleitzahl: 73275
Vorwahl: 07023
Kfz-Kennzeichen: ES, NT
Gemeindeschlüssel: 08 1 16 053
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 18
73275 Ohmden
Webpräsenz: www.ohmden.de
Bürgermeister: Martin Funk
Lage der Gemeinde Ohmden im Landkreis Esslingen
Alb-Donau-Kreis Landkreis Böblingen Landkreis Göppingen Landkreis Ludwigsburg Landkreis Reutlingen Landkreis Tübingen Rems-Murr-Kreis Stuttgart Aichtal Aichwald Altbach Altdorf (Landkreis Esslingen) Altenriet Altenriet Baltmannsweiler Bempflingen Beuren (bei Nürtingen) Bissingen an der Teck Deizisau Denkendorf (Württemberg) Dettingen unter Teck Erkenbrechtsweiler Esslingen am Neckar Filderstadt Frickenhausen (Württemberg) Großbettlingen Hochdorf (bei Plochingen) Holzmaden Kirchheim unter Teck Köngen Kohlberg (Württemberg) Kohlberg (Württemberg) Leinfelden-Echterdingen Lenningen Lichtenwald Neckartailfingen Neckartenzlingen Neidlingen Neuffen Neuhausen auf den Fildern Notzingen Nürtingen Oberboihingen Ohmden Ostfildern Owen Plochingen Reichenbach an der Fils Schlaitdorf Unterensingen Weilheim an der Teck Wendlingen am Neckar Wernau (Neckar) WolfschlugenKarte
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Ohmden ist eine Gemeinde im Landkreis Esslingen, im Versteinerungs-Schutzgebiet Holzmaden-Ohmden gelegen. Der Ort gehört zur Randzone der Metropolregion Stuttgart. Ohmden gehört der Verwaltungsgemeinschaft Weilheim an der Teck an.

Geographie[Bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind beginnend von Nord im Uhrzeigersinn: Schlierbach, Hattenhofen, Zell unter Aichelberg, alle im Landkreis Göppingen und Holzmaden und Kirchheim unter Teck, beide im Landkreis Esslingen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur Gemeinde gehören das Dorf Ohmden und die Höfe Lindenhof und Talhof.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Ohmden 1683/1685 im Kieserschen Forstlagerbuch

Ohmden wird erstmals unter dem Namen Amindon im Jahre 1125 im Rotulus San Petrinus, einer Pergamentrolle des Klosters St. Peter im Schwarzwald urkundlich erwähnt. Es beschreibt ein Tauschgeschäft, in dem Herzog Konrad von Zähringen den Ort an das Kloster übereignete. Schließlich fiel das Dorf an das Kloster Adelberg. Kirchlich gehörte es zu Kirchheim unter Teck.

Der Ortsname Ohmden leitet sich von dem althochdeutschen Ausdruck âmat und bezeichnet die Öhmd, den zweiten Grasschnitt. Er wies im Laufe der Geschichte zahlreichen Varianten auf, beispielsweise Amindon, Ameden, Aymden, Ombden.

Seit 1938 gehörte Ohmden zum Landkreis Nürtingen, mit dem es 1973 im Landkreis Esslingen aufging.

Religionen[Bearbeiten]

Seit der Reformation ist Ohmden evangelisch geprägt. Bis heute ist der Großteil der Bürger evangelisch. Allerdings gibt es seit 2002 das katholische Gemeindezentrum St. Markus, wo regelmäßig katholische Gottesdienste stattfinden. St. Markus ist an die Gesamtkirchengemeinde von St. Ulrich in Kirchheim unter Teck angegliedert.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1634 1813 1834 1861 1900 1939 1946 1961 1970 1980 1995 2000 2005 2010
Einwohner 200 700 621 655 649 611 865 1.026 1.249 1.611 1.733 1.704 1.714 1.722


Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Ohmden hat 10 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem vorläufigen Ergebnis. Das amtliche Endergebnis wird vom Statistischen Landesamt gegen Ende des Jahres bekannt gegeben. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
50
40
30
20
10
0
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
 18
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-14
-16
-15,63 %p
-0,51 %p
+16,14 %p
BFB Bund freier Bürger 42,37 4 58,0 6
DU Die Unabhängigen 41,49 4 42,0 4
FO Für Ohmden 16,14 2
gesamt 100,0 10 100,0 10
Wahlbeteiligung 60,6 % 60,3 %

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • 1952–1986 Walter Kröner (parteilos)
  • 1987–2010 Manfred Merkle (parteilos)
  • Seit 2010 Martin Funk

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen Ohmdens zeigt in Schwarz einen sechszackigen Stern unter einem Hufeisen auf gelbem Schild. Über den Ursprung ist wenig bekannt. Das Hufeisensymbol könnte auf den vermutlich hohen Pferdebestand des Ortes hinweisen. Unterstützt wird die Deutung durch die Tatsache, dass nach der Nördlinger Schlacht im Jahre 1634 aus der Gemeinde 125 Pferde requiriert wurden, eine für die damalige Ortsgröße enorme Anzahl. Sicher ist, dass der Stern ein nur zur Unterscheidung zu anderen Ortswappen mit Hufeisensymbol, welches in Württemberg immer wiederkehrte, eingeführt wurde und keine geschichtliche Bedeutung besitzt. Während ein Siegel aus dem Jahre 1765 noch eine Hirschstange über einem „O“ zeigt, weist ein Siegel von 1800 das Hufeisensymbol, noch ohne Stern, auf. Das heutige Wappen wurde am 11. Dezember 1973 durch das Innenministerium verliehen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

Ohmden verfügt über eine eigene Grundschule. Ältere Schüler müssen in die Nachbarorte fahren, um weiterführende Schulen zu besuchen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Besonders sehenswert ist die evangelische Pfarrkirche St. Cosmas und Damian aus dem 17. Jahrhundert. Sie enthält vier Altarflügelbilder von Thomas Schick, die Szenen aus dem Leben der beiden Heiligen Cosmas und Damian zeigen und um 1500 entstanden sind. Sie waren für eine Vorgängerkirche produziert worden.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Karl Scheufelen (1823–1902), Unternehmer, Gründer der Papierfabrik Scheufelen

Literatur[Bearbeiten]

  • Hans Schwenkel: Heimatbuch des Kreises Nürtingen. Band 2. Würzburg 1953, S. 992–1005.
  • Der Landkreis Esslingen. Hrsg. vom Landesarchiv Baden-Württemberg i.V. mit dem Landkreis Esslingen. Band 2, Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7995-0842-1, S. 325.
  • Walter Kröner: Ohmdener Schicksale - 1920 bis 1950. Ohmden 1997, DNB 953002837.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ohmden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2, S. 252–253.