Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau

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Das Logo des VDMA

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ist der Interessenverband der Investitionsgüterindustrie (Maschinen- und Anlagenbau). Er vertritt etwa 3000 vorrangig mittelständische Mitgliedsunternehmen und zählt zu den einflussreichsten Wirtschaftsverbänden in Deutschland.

Geschichte[Bearbeiten]

Den Grundstein für den VDMA legte die Gründung des Vereins Rheinisch-Westfälischer Maschinenbauanstalten in Düsseldorf im Jahr 1890. Zwei Jahre später wurde der Verein deutscher Maschinenbau-Anstalten (VdMA) gegründet. Im Jahr 1899 beschließt die Hauptversammlung auf Arbeitgeberfunktionen zu verzichten. 1916 tritt der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V (VDW) in den VdMA ein. Bis 1918 zieht die Geschäftsstelle von Düsseldorf nach Berlin um.

1934 erlässt das Nazi-Regime das Gesetz zum „Organischen Aufbau der deutschen Wirtschaft“ und die Verordnung über die „Einrichtung der Wirtschaftsgruppe Maschinenbau“ tritt in Kraft. Nach Kriegsende gründet sich zunächst 1945 die Wirtschaftsvereinigung Maschinenbau (WVMA). Im Jahr darauf werden der Verein Bayerischer Maschinenbau-Anstalten (VBMA), die Wirtschaftsvereinigung der Maschinenbau-Anstalten in Groß-Hessen (WVMH) und der Wirtschaftsverbands Maschinenbau in Berlin gegründet. Auf die Gründung der Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Deutscher Maschinenbau-Anstalten (AVDMA) im Jahr 1947 folgt 1949 die Wiedergründung des VDMA in Königstein im Taunus.

Es folgen der Aufbau eines Verbindungsbüros in Bonn 1950, die Gründung der Gesellschaft zur Förderung des Maschinen- und Anlagenbaus mbH (GzF) sowie des Maschinenbau-Verlags GmbH (später VDMA-Verlag) im Jahr 1951. 1954 beteiligt sich der VDMA an der Gründung der Europe Liaison Group of the European Mechanical, Electrical, Electronic and Metalworking Industries (Orgalime) in Brüssel.

1966 zieht die VDMA-Zentrale in den Frankfurter Stadtteil Niederrad. In den folgenden Jahren werden eine Reihe von Unterorganisationen gegründet: 1968 Forschungskuratorium Maschinenbau e.V. (FKM), 1972 Dokumentation Maschinenbau e.V. (DOMA) und Deutsches Maschinenbau-Institut (DMI) heute Maschinenbau-Institut GmbH (MBI), 1979 Fachinformationszentrums Technik.

Der politische und internationale Kontakt wird weiter ausgebaut mit Gründungen von Verbindungsbüros: 1972 in Brüssel, 1984 in Tokio, Japan und 1998 ein neues Hauptstadtbüro in Berlin. 1980 benennt sich der VDMA um von Verein Deutscher Maschinenbau-Anstalten in Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau. Die Abkürzung VDMA bleibt gleich.

Die Impuls-Stiftung wird 1992 gegründet. 1998 folgt die Gründung der VDMA Gesellschaft zur Förderung und Innovation GmbH (VFI).

Organisation[Bearbeiten]

Der VDMA besitzt eine Hauptgeschäftsführung mit Sitz in Frankfurt am Main sowie politische Repräsentanzen in Brüssel [1] und Berlin. Der Verband hat einen ehrenamtlichen Präsidenten und Vizepräsidenten sowie Vorstand und engeren Vorstand. Die Arbeit findet auf inhaltlicher Ebene in 38 Fachverbänden sowie auf regionaler Ebene in den Landesverbänden statt. Verschiedene Tätigkeiten und Serviceangebote für Mitglieder sind in Servicegesellschaften, Stiftungen und Forschungsvereinigungen ausgegründet.

Die Aktivitäten sind in Schwerpunkten zusammengefasst:

  • Beruf und Ausbildung
  • Forschung und Innovation
  • Management und Recht
  • Märkte und Konjunktur
  • Politik und Initiativen
  • Technik und Umwelt

Kampagnen[Bearbeiten]

Blue Competence - Logo der Nachhaltigkeitsinitiative

2011 wurde die VDMA weite Kampagne BlueCompetence gestartet. Bislang sind bereits 37 Organisationen und 345 Unternehmen der Initiative beigetreten. Durch die Beteiligung von Unternehmen und ganzen Maschinenbaubereichen entsteht eine lebendige, breite Plattform für die Vernetzung nachhaltiger Produktion und Technologien. Jedes Partner-Unternehmen belegt seinen nachhaltigen Beitrag anhand von Fakten und individuellen Erfolgsgeschichten, die auf der Blue Competence Plattform kommuniziert werden und den Gedankenaustausch zu zukunftstauglichen Verfahren, Technologien und Konstruktionen intensivieren soll. Ressourcenschonung und Umweltausrichtung sind gleichzeitig Wachstumstreiber für die Exportanstrengungen und Ausdruck der Technologieführerschaft.

Logo der Initiative Blue Responsibility

2009 hat der VDMA Fachverband Armaturen gemeinsam mit dem IndustrieForum Sanitär (IFS) und der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) die Initiative Blue Responsibility ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, die Öffentlichkeit für einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser zu sensibilisieren sowie über Schwachstellen der privaten und gewerblichen Wassernutzung zu informieren. Dabei stehen vor allem Themen wie Trinkwasserhygiene, die Verwendung umweltfreundlicher Materialien, innovativer Produkte und Technologien sowie eine verantwortungsbewusste Nutzung der Ressource Wasser im Mittelpunkt.

An Blue Responsibility beteiligen sich derzeit 24 führende Unternehmen der deutschen Sanitärindustrie. Sprecher der Initiative sind Rupprecht Kemper (Geschäftsführer Gebr. Kemper GmbH & Co. KG Metallwerke und Vorsitzender des Fachverbandes), Hartmut Dalheimer (Geschäftsführer Keuco GmbH & Co. KG, Präsident IndustrieForum Sanitär) und Wolfgang Burchard (Geschäftsführer VDMA Fachverband Armaturen).

Sitz: Frankfurt am Main
Beteiligte Unternehmen
(Stand 2013):
Berluto, Burgbad, Dornbracht, Duravit, Franke Aquarotter,
Gampper, Geberit, Grünbeck, Heimeier, Honeywell, Ideal Standard,
Kaldewei, Kemper, Keramag, Keuco, Kludi, Mepa, Neoperl, Oventrop, Sam,
Sasserath, Schell, Viega, Villeroy & Boch

Präsidenten[Bearbeiten]

Verein deutscher Maschinenbau-Anstalten

Wirtschaftsgruppe Maschinenbau

Wirtschaftsverband Maschinenbau Düsseldorf

Wirtschaftsvereinigung Maschinenbau in Hessen

Vereinigung der Maschinenbau-Anstalten von Württemberg-Baden

Verein Bayerischer Maschinenbau-Anstalten

Verein Deutscher Maschinenbau-Anstalten e.V.

Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

Publikationen[Bearbeiten]

Publikationen des VDMA und seiner Organisationen, die in der Wikipedia beschrieben sind:

  • FKM-Richtlinie - rechnerische Festigkeitsnachweise für Maschinenbauteile.
  • VDMA-Einheitsblatt 66412 - Sammlung betriebswirtschaftlicher Kennzahlen für den Bereich der Fertigungssteuerung und -überwachung.

Weblinks[Bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten]

  1. VDMA European Office