Valentin Bakfark

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Valentin Bakfark (Valentinus Greff Bakfark, Bálint Bakfark [ˈbaːlint ˈbɒkfɒrk], * 1507 oder – wahrscheinlicher – um 1527 in Kronstadt/Siebenbürgen (damals Ungarn); † 15. August 1576 in Venedig) war ein siebenbürgisch-sächsischer Lautenist und ein Instrumentalkomponist der Renaissance.

Leben[Bearbeiten]

Valentin Bakfark wurde am Hofe des späteren ungarischen Königs Johann Zápolya unterrichtet. Er lebte dann in Italien und später am französischen Hof. Von 1549 bis 1566 war er Lautenist des polnischen Königs und Großfürsten von Litauen Sigismund II. August in Vilnius. Bis 1568 war er Hoflautenist des Kaisers in Wien. Danach kehrte er in seine siebenbürgische Heimat zurück. Schließlich übersiedelte er nach Venedig, wo er am 15. August 1576 an der Pest starb.

Bakfark wurde durch seine Sammlungen von Lautenmusik bekannt, die Bearbeitungen zeitgenössischer Madrigale, Chansons, Motetten und Tänze enthielten. Wie seine eigenen Kompositionen, mehrere Fantasien und ein Passamezzo, zeichnen sie sich durch bedeutende instrumentale Technik und eine kunstvolle Polyphonie auf der Höhe seiner Zeit aus.

Literatur[Bearbeiten]

  • Adam Adrio: Bakfark, Valentin, genannt Greff. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 1, Duncker & Humblot, Berlin 1953, ISBN 3-428-00182-6, S. 546 f. (Digitalisat).
  • Otto Gombosi: Der Lautenist Valentin Bakfark. Leben und Werke (1507-1576). Budapest 1935, Reprint Kassel, New York, Bärenreiter 1967
  • Egon Hajek: Artikel Valentin Greff-Bakfark in Die Musik, Ihre Gestalter und Verkünder in Siebenbürger einst und jetzt, Kronstadt 1927
  • István Homolya: Valentin Bakfark - Ein Lautenist aus Siebenbürgen, Budapest 1982
  • Artikel "Bálint Bakfark", in The New Grove Dictionary of Music and Musicians, ed. Stanley Sadie. 20 vol. London, Macmillan Publishers Ltd., 1980. ISBN 1-56159-174-2
Belletristik
  • Egon Hajek: König Lautenschläger. Leben und Abenteuer eines fahrenden Sängers aus Siebenbürgen. J. F. Steinkopf, Stuttgart 1940. (Roman)

Weblinks[Bearbeiten]