Venus von Milo

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Venus de Milo Louvre Ma399.jpg Wenuszmt.jpg
Venus von Milo, Vorder- und Rückansicht

Die Venus von Milo (auch Aphrodite von Melos), eine halbnackte Statue der Göttin Aphrodite, ist neben der Laokoon-Gruppe und der Nike von Samothrake eines der bekanntesten Beispiele der hellenistischen Kunst.

Sie entstand um 100 v. Chr. und wurde am 8. April 1820 vom Bauern Georgios Kentrotas auf der Kykladeninsel Milos in der Umgebung der Ruine eines griechischen Theaters entdeckt. Er war auf der Suche nach Steinen als Baumaterial. Als er bearbeiteten Marmor und die Statue entdeckte, rief er einige Franzosen herbei, die auf der Suche nach antiken Funden waren. Der Bauer war sich der herausragenden Entdeckung nicht bewusst, die Franzosen gaben ihm einige Geldstücke.

Dem Marquis de Rivière, damals Botschafter in Konstantinopel, war es durch seine Kontakte möglich, die Statue für Frankreich zu erwerben. Nach einigen Wirren sollte die Statue zunächst nach Konstantinopel verfrachtet werden, aber dies wussten die Franzosen rechtzeitig zu verhindern. Der Marquis schenkte die Venus dann dem damaligen französischen König Ludwig XVIII. Dieser ließ sie im Louvre in Paris aufstellen, wo sich die Statue noch heute befindet.

Die Skulptur besteht aus Marmor aus den Steinbrüchen der Kykladeninsel Paros und symbolisiert das Ideal der weiblichen Schönheit. Daher wurde sie nach der römischen Göttin Venus benannt. Da Venus die römische Entsprechung der griechischen Aphrodite ist, wird die Statue auch „Aphrodite von Melos (Milos)“ genannt.

Der Name des Künstlers, der dieses Kunstwerk schuf, ist nicht überliefert.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Venus von Milo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten]

  • Alain Pasquier: La Vénus de Milo et les Aphrodites du Louvre. Editions de la Réunion des Musées Nationaux, Paris 1985, ISBN 2-7118-0256-6.
  • Bernard Andreae: Die Aphrodite von Melos. In: Volker Michael Strocka (Hrsg.): Meisterwerke. Internationales Symposium anläßlich des 150. Geburtstages von Adolf Furtwängler; Freiburg im Breisgau 30. Juni-3. Juli 2003. Hirmer, München 2005, S. 193-201 (Volltext).