Verkürzungsfaktor

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Hier geht es um Signale auf Leitungen, nicht um Antennen.

Der Verkürzungsfaktor (VKF) ist das Verhältnis der Signalgeschwindigkeit auf einer Leitung zur Vakuumlichtgeschwindigkeit. Er entspricht dem Brechungsindex für homogene optische Ausbreitungsmedien, hängt aber nicht nur vom Material ab, sondern auch von der Geometrie des Leitungsquerschnitts.

Der VKF kann experimentell durch Zeitbereichsreflektometrie bestimmt werden und wird z. B. bei der Realisierung von Leitungskreisen berücksichtigt. Einige Werte für Hochfrequenzkabel sind:[1]

VKF% Kabeltyp
95-99 Offene Bandleitung
80 Belden 9085 (Bandleitung)
82 RG-8X Belden 9258 Koaxialkabel
66 RG-213 CXP213 Koaxialkabel

Höhere Ausbreitungsgeschwindigkeiten (und geringere Verluste) lassen sich in Koaxialkabeln erreichen, deren Innenleiter durch ein geschäumtes Dielektrikum an seinem Platz gehalten wird. Dessen geringere Permittivität vermindert den Kapazitätsbelag der Leitung. Für Laufzeitleitungen mit besonders geringer Ausbreitungsgeschwindigkeit wird hochpermeables Material benutzt.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Chapter 22: Component Data and References. In: H. Ward Silver, N0AX (Hrsg.): The ARRL Handbook For Radio Communications, 88th, ARRL, 2011, ISBN 978-0-87259-096-0.
  2. Fernsehtechnik ohne Ballast, Otto Limann, Franzis-Verlag 1973, ISBN 3-7723-5270-7, S. 179/Laufzeitkabel