Verticillium-Welke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Die Verticillium-Welke ist eine Pilzkrankheit von Pflanzen. Verticillium dahliae und V. albo-atrum befallen über 350 gartenbauliche und landwirtschaftliche Wirtspflanzen (mit über 70 Baumarten und Sträuchern), wobei insbesondere V. dahliae an vielen Gehölzen mit dem Symptome der "Welke" auftritt. Beide Verticillium-Arten sind bodenbürtige Erreger.

Oftmals wird der Welkepilz bei Neuanpflanzungen großen Stils in die Böden eingeschleppt. Wichtigste Wirtspflanze in der Praxis ist dabei der Ahorn (u.a. Spitzahorn, Japanischer Ahorn), ihm folgen mit einigem Abstand Arten von Catalpa, Cornus, Clematis, Castanea, Fraxinus, Robina und Aesculus und viele andere Gehölzgattungen. Als weniger anfällig gelten u.a. Erle, Pappel, Platane, Birke, Hainbuche und Buche. Kleinporige Gehölze wie Ahorn sind deutlich anfälliger als großporige, da die Leitgefäße für längere Zeit funktionsfähig bleiben und nicht jedes Jahr wieder durch neue ersetzt werden. Einkeimblättrige Pflanzen sowie Koniferen werden nicht befallen.

Diagnose[Bearbeiten]

Anhand folgender Symptome ist der Pilz erkennbar: Triebe, die z. B. nach dem Winter im Frühjahr zuerst neu ausgetrieben haben, zeigen plötzlich welke Blätter, obwohl die Pflanzen ausreichend gewässert und gedüngt werden. Die vormals grünen, festen Blätter bekommen eine fahlgrüne Farbe und werden schlaff.

An dickeren abgestorbenen Ästen kann man an der Rinde erkennen, dass diese „krisselig“ wird, nicht mehr glatt ist. Des Weiteren ist in dem Abschnitt eines dickeren Astes innen im Holz ein kleiner sichelförmiger Halbmond zu erkennen. Dies deutet darauf hin, dass der Pilz bereits tief in das Gehölz eingewachsen ist und auch nach einem Rückschnitt immer weiter einwächst.

Bekämpfung[Bearbeiten]

Übliche Spritzungen gegen Pilze auf die Blätter der Pflanzen bewirken nichts, da der Pilz im Inneren der Zweige geschützt ist. Zu erreichen ist meistens nur zeitweilig eine gewisse Minderung der Schadsymptome. Abgeschnittene Pflanzenteile dürfen nicht auf den Kompost oder gehäckselt werden, da der Pilz hochinfektiös ist und über den Kompost weiterverbreitet werden kann.

Möglicherweise infizierte Gartenscheren, Sägen und andere Gartenwerkzeuge müssen nach Gebrauch desinfiziert (z. B. abgeflammt) werden.

Einzige Möglichkeit, den Pilz aus einem Bereich herauszubekommen, wäre ein tiefgründiger Bodenaustausch, der aber oftmals nicht möglich ist, da dann sämtliche Pflanzen herausgenommen und wegen der anhaftenden Erde vernichtet werden müssten. Eine Absenkung des pH-Wertes des Bodens kann die Infektionsgefahr absenken.

Resistenz[Bearbeiten]

Laubgehölze, die nach Auskunft des Pflanzenschutzamtes Berlin resistent gegen den Pilz sind, sind: Walnuss (Juglans), Weide (Salix), Eiche (Quercus) und Birne (Pyrus).

Bei einem Befall können auch die gegen diesen Pilz unempfindlichen Nadelgehölze nachgepflanzt werden, z. B. bei Hecken Eibe oder Thuja.