Vestibül

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Dieser Artikel bezieht sich auf eine repräsentative Eingangshalle. Für einen kleinen Vorraum in einem Haus siehe Windfang (Architektur).
Vestibül im Schloss Eckartsau

Als Vestibül (lat. vestibulum ‚Vorplatz, Vorhof, Vorhalle‘) bezeichnet man in der Architektur der Neuzeit eine repräsentative Eingangshalle. Der Begriff ist der antiken römischen Architektur entlehnt. Dort wurde mit vestibulum zunächst der geschmückte Platz zwischen Straße und Haustür vornehmer Häuser bezeichnet. In der Spätzeit der Römischen Republik ging die Bezeichnung auf den Durchgangsraum zwischen Eingang und Atrium über. Nach Kuntze (siehe Literaturangabe) liegt der ursprüngliche Zweck des Vestibüls darin, Stall und Schirrhof eines Anwesens zu sein.

In der Neuzeit wurde das Vestibül als Bestandteil herrschaftlicher Gebäude weiterentwickelt. Bei Schlössern war in diesem Raum oft auch eine Wache untergebracht. Seit dem Barock wurde das Vestibül gerne mit einem repräsentativen Treppenhaus kombiniert (Beispiel: Schloss Bruchsal, 18. Jh.).

Die etymologische Herkunft des Begriffes vestibulum ist nicht geklärt.

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vestibüle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Vestibül – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen